Karfreitag 1945 (1948) Von Albrecht Goes Solange wir leben, wird es für uns keinen Frühling mehr geben ohne eine Erinnerung … Mehr
Schlagwort: Albrecht Goes
Albrecht Goes, Genesis: „Es ist möglich, das große Erzählungswerk der Genesis zu lesen als die kühne Schrift der Rechtfertigung, als Botschaft des Stolzes in Israel; aber die eigentliche Herrlichkeit dieser Texte erschließt sich doch nur dem, der das Wort ›Segen‹ gehört und angenommen hat als Gottes Wort: ›Ich will dich segnen, und du sollst ein Segen sein‹, und der so denn nicht die nationalen Triumphe zuerst feiert, sondern das unerschöpfliche und unauslöschliche Geschenk des Ewigen, gültig für die Zeiten: von Abraham bis zu Salomo in seinem Glanz, und weiter zu Jeremia, zur babylonischen Gefangenschaft; neu aufleuchtend in Judas Makkabäus, und überdauernd auch die dürren Tage der Synagoge von Hannas und Kaiphas und die Jahrhunderte dann: segnend Jehuda Halevi, den Dichter Israels, und den erneuerten Ursprung in der Geschichte der Chassidim, ein Wander- und Leidvolk begleitend ins Getto von Warschau und in die Todeslager von Auschwitz und Majdanek, und weiter bis ›Erez Israel‹, Vertraute und Fremde gleichermaßen erinnernd an ihre wirklichste Wirklichkeit: dass sie – um dieses Segens willen – bleiben, was sie sind: Abrahams Kinder.“
Genesis (1956) Von Albrecht Goes Wer lange und immer von neuem unter großen, alten Bäumen seines Weges zu gehen hat, … Mehr
Albrecht Goes, Glockensegen: „Komm in diesem Glockensegen, / Herr, uns allen du entgegen“
Glockensegen Komm in diesem Glockensegen,Herr, uns allen du entgegen,Daß wir gehn in deiner Gnad,Eh der finstre Abend naht. Tu Dein … Mehr
Albrecht Goes, Die Kraft der Ohnmacht. Ein Wort zum Christfest 1961: „Wir haben – fern von dem unscheinbaren Jesus von Nazareth, aber verwirrenderweise auch in einer Art von selbsterdachtem Zusammenhang mit ihm – ein Tanzfest der Würden in Szene gesetzt, auf dem es hoch hergeht. Hinter welchem Pfeiler im Saal hat sich die wirkliche Würde – die Erinnerung an Adams Beseelung, uns zugut geschehen – versteckt, und auf welcher Vorplatztreppe kauert das große Erschrecken: ‚Herr, ich bin nicht würdig, dass Du unter mein Dach gehest?’“
Die Kraft der Ohnmacht. Ein Wort zum Christfest 1961 Von Albrecht Goes Über die Schwäche der Macht haben wir in … Mehr
Albrecht Goes, Die Schritte: „Klein ist, mein Kind, dein erster Schritt, / Klein wird dein letzter sein. / Den ersten gehen Vater und Mutter mit, / Den letzten gehst du allein.“
Die Schritte Klein ist, mein Kind, dein erster Schritt,Klein wird dein letzter sein.Den ersten gehen Vater und Mutter mit,Den letzten … Mehr
Albrecht Goes, Die Arme der Liebe: „Wohl erheben sich die Arme des Hasses und des Verrats, der Gewalt und des Todes Arm; aber es triumphieren die Arme der Liebe, die ausgebreiteten Arme des Gekreuzigten.“
Die Arme der Liebe Von Albrecht Goes Die Christenheit muß sich fragen lassen, woher sie den Wagemut nimmt zum Glauben … Mehr
Albrecht Goes, Der Betrachter (Beim Anblick des Kölner Doms, 1948): „Wieviel Maß im Einzelnen und welches Übermaß im Ganzen. Es gilt zu begreifen: dieser Raum denkt nicht an Götter und Giganten, sondern an den Menschen, den Menschen vor Gott. Es ist die menschliche Stimme, die ihn füllen und durchdringen soll.“
Der Betrachter (Beim Anblick des Kölner Doms, 1948) Von Albrecht Goes Ob Geschichte noch mit uns spricht? Ob es uns … Mehr
Albrecht Goes, Davids Traum: „Aus den Sternen kommt Sternengeraune, / Aus dem Geraune das Wort, / Verheißung, Isais Lenden, / Meinem, dem Königsstamm – / Ich träume: ein Blachfeld im Dunkeln / Und ein Hirt und ein Licht und ein Lamm.“
Davids Traum Wohin, die mich trug und erhellte,Welle des Lebens, wohin?Erblinden die Spiegelsteine ringsumOder schwindet mir selbst schon der Sinn?Ob … Mehr
Albrecht Goes, Die Kunst des Krankenbesuchs: „Willig, mit anderen zusammen unter die Gewalt eines Psalms zu treten, und willig doch auch, dem Schweigen den Raum zu überlassen, in den das Geheimnis ganz unmittelbar einzudringen weiß: innig und groß.“
Die Kunst des Krankenbesuchs Von Albrecht Goes Das ist nicht in der Elementarschule zu lernen: die Kunst, einen Krankenbesuch zu … Mehr