Theologie gegen Mythologie. Kleine Apologie des biblischen Monotheismus Von Johann Baptist Metz Auf dem 14. Kongreß der Deutschen Gesellschaft für…
Huub Oosterhuis, Kennst du mich? Wen kennst du dann?: „Bist du der Einzige, vor dessen Augen / meine Nacktheit nicht verborgen ist? / Kannst du es ertragen, wie kein anderer, / dass ich kein Licht gebe, nicht warm bin, / dass ich nicht schön bin, nicht viel, / dass keine Quelle entspringt / in meiner Tiefe, / dass ich nur dieses Gesicht habe, / kein anderes? / Bin ich durch dich, ohne Scham, / gesehen, angenommen, / von niemand Geringerem? / Wäre das nicht viel zu wahr?“
Kennst du mich? Wen kennst du dann?Weißt du mehr über mich als ich?Kennst du mich? Wer bin ich dann?Weißt du…
Otto Böcher über den Antichrist im Neuen Testament: „Die Offenbarung des Johannes beschreibt in den Kapiteln 12 und 13 eine satanische Antitrinität, deren »Personen« der christlichen Trinität polar entsprechen: Gegenspieler Gottes ist der »Drache«, identisch mit dem Teufel und Satan; dem Gottessohn entspricht als zweite Person der Antitrinität das »(erste) Tier«, dem Heiligen Geist dagegen das »zweite Tier«. Das »erste Tier«, drachengestaltig und siebenköpfig wie sein Vater, der Teufel, dessen belebtes Spiegelbild es darstellt, wird mit dem Imperium Romanum bzw. dem römischen Kaiser, das »zweite Tier« als »falscher Prophet« mit der priesterlichen Propaganda des Kaiserkults gleichgesetzt.“
Antichrist Von Otto Böcher I. Die Vokabeln antíchristos, Gegen-Gesalbter, Anti-Messias, und pseudóchristos, falscher, lügnerischer Messias bzw. Christus, sind Neubildungen der…
Martin Niemöller, Predigt über Matthäus 9,35-38 auf dem Kirchentag 1949: „Wir wissen nicht, wie wir die Menschen so anreden sollen, dass es ihnen im Herzen deutlich und im Gewissen zwingend wird; wir haben die Botschaft nicht so, dass wir sie aussprechen könnten. — Wir wissen alles und haben’s doch nicht verfügbar. Und darum hilft es nichts, dass wir zu allem Dienst und zu jedem Einsatz bereit sind; wir werden nicht Gottes Erntearbeiter durch unsere Bereitschaft! — sondern nur durch Gottes Bevollmächtigung! Wir können tausendmal Jesus Christus sagen, und das Wort bleibt tot, das aus unserem Munde kommt; und wenn wir’s ein einziges Mal in der Vollmacht Gottes, d h. im Heiligen Geist aussprechen, dann versetzt es Berge.“
Predigt über Matthäus 9,35-38 Von Martin Niemöller „Und Jesus ging umher in alle Städte und Märkte, lehrte in ihren Schulen…
Fulbert Steffensky, Der Raum baut meine Seele. Von der Bedeutung und Funktion von Kirchenräumen in unserer Zeit: „Für die Kirche selber ist es lebenswichtig, sich darzustellen und ein öffentliches Gesicht zu bekommen. Man wird auch, indem man sich vor anderen zeigt, ich werde der, als der ich mich bezeuge. Wahrheit braucht Öffentlichkeit und die Präsenz des Geistes braucht Repräsentation. Es gibt viele Fälle der voreiligen Selbstverbergung in unserer Kirche. Vielleicht ist uns der Stolz abhanden gekommen und die Gewissheit, dass wir Lebensschätze zu verwalten haben. Wenn man sie nicht zeigt, weiß man nicht, wer man ist. Die Rücknahme der Sichtbarkeit war Konzept bei einigen neuen Kirchbauten. Was aber, wenn aus der moralischen Topographie einer Stadt die Kirchen verschwinden? Je säkularer, ungedeuteter, unbestimmter die Stadt ist, umso deutlicher sollen die Kirchen sein.“
Der Raum baut meine Seele. Von der Bedeutung und Funktion von Kirchenräumen in unserer Zeit Von Fulbert Steffensky Der Kirchbau…
Karl Barth, Dieses und das zukünftige Leben. Zu 1. Korinther 15,19-20: „Es gibt nichts Erbärmlicheres als das christliche Leben, wenn ihm jene Hoffnung fehlt: nichts Erbärmlicheres als dieses Leben unter dem Zeichen des ewigen Lebens, wenn das Zeichen uns doch gar nichts zeigt, wenn das ewige Leben doch gar nicht ist; nichts Erbärmlicheres als ein Pfeil zu sein, der doch nie zum Ziele fliegen wird. Armer Christ — und wenn er Christus noch so viel Stärkung, Vertiefung und Verbesserung, und wenn er ihm die größte Verklärung in diesem Leben zu verdanken hätte — ohne die Zukunft des ewigen Lebens!“
Dieses und das zukünftige Leben Von Karl Barth Wenn wir nur in diesem Leben auf Christus hoffen, so sind wir…
Tagesgebet zum 5. Sonntag nach Trinitatis, 20. Juli 2025
Himmlischer Vater,in Jesus Christus nimmst Du Menschen in deinen Dienst.So wird deine Liebe auf der Erde wirklich.Gebrauche auch uns,dass wir…
Max Josef Metzgers Neujahrsgebet 1944 aus der Todeszelle in Brandenburg-Görden eingesungen: „So heb’ ich’s an in Gottes Namen / das Jahr, das die Entscheidung bringt. / Ich sag’ im Voraus schon mein ‚Amen‘ / zu dem, was DEINEM Rat entspringt.“
Ein Jahr vor Dietrich Bonhoeffers „Von guten Mächten“ hatte Max Josef Metzger aus der Todeszelle in Brandenburg-Görden – in Handschellen…
Karl Barth über den Gottesdienst (1962): „Der Gottesdienst als Zentrum des ganzen Lebens der Gemeinde hat sich seinerseits als ein Ganzes, und zwar als ein Ganzes der Anrufung des gnädigen Gottes darzustellen.“
Über den Gottesdienst Von Karl Barth Der Gottesdienst als Zentrum des ganzen Lebens der Gemeinde hat sich seinerseits als ein…