Das pfingstliche Geschlechterparadoxon: Ein warnendes Beispiel für die Religionssoziologie (The Pentecostal Gender Paradox) Von Bernice Martin Die Pfingstbewegung Eine der…
Johann Baptist Metz, Sinn und Subjekt. Theologisch-biographische Notizen zur sogenannten Sinnfrage (1985): „Im Zentrum meines Sinninteresses und meiner Gottesfrage steht die streitbare, theologisch-politische Behandlung dieser Gottesfrage als Theodizeefrage: der Schrei nach Gott angesichts der Leidensgeschichten in der Welt; und wieso ich dabei immer bei der Frage nach dem Leid der anderen, nach dem unmittelbar vergangenen Leid einsetze. Die theologische Gestalt der Sinnfrage, mit der ich mich beschäftige, heißt deshalb nicht: Wer rettet mich?, sondern: Wer rettet euch? Ich setze nicht an mit der Frage: Was ist mit mir im Leid, was mit mir im Tod?, sondern: Was ist mit dir – mit euch – im Leid, im Tod?“
Sinn und Subjekt. Theologisch-biographische Notizen zur sogenannten Sinnfrage Von Johann Baptist Metz »Sinn« ist immer dort in Gefahr, wo er…
Theophil Wurm im Brief an August Marahrens (1943): „In unserem Volk ist weithin die Empfindung, dass nun viele Sünden, die das deutsche Volk entweder begangen oder unwidersprochen gelassen hat, gebüßt werden müssen, dass auch die Christenheit darunter leiden muss, dass sie nicht offener und nicht einmütiger Unrecht Unrecht geheißen hat. Soll nun ausgerechnet die Kirche solche Gedanken zurückdrängen zugunsten einer hemmungslosen Kriegsleidenschaft?“
Aus einem Brief des württembergischen Landesbischofs Theophil Wurm an August Marahrens, Bischof der hannoverschen Landeskirche vom 9. August 1943 […]…
Isidor von Sevillia über die Geschichte (historia) als Erzählung geschehener Dinge (narratio rei gestae) in seinen Etymologiae: „Ebenso ist zu unterscheiden zwischen Geschichte, fiktive Erzählung (argumentum) und Fabel. Geschichten enthalten die wahren Dinge, die geschehen sind; fiktive Erzählungen enthalten Dinge, die zwar nicht geschehen sind, aber doch geschehen könnten; Fabeln aber enthalten Dinge, die weder geschehen sind noch geschehen könnten, weil sie gegen die Natur sind.“
Über die Geschichte (Etymologiae) Von Isidor von Sevilla Das antike Verständnis der Geschichtsschreibung in Abgrenzung von Fiktion und Fabel ist…
Maxim Gorki, Vom Land der Gerechten (Nachtasyl): „Sag mir doch gefälligst, wo liegt das Land der Gerechten, und wie kann man dahin gelangen? Da schlägt nun der Gelehrte gleich seine Bücher auf und breitet seine Plane aus… und guckt – und guckt, aber das Land der Gerechten findet er nirgends! Alles ist sonst richtig, alle Länder sind aufgezeichnet – nur das Land der Gerechten nicht! Der Mensch – will ihm nicht glauben… Es muß drauf sein, sagt er… such nur genauer!“
Vom Land der Gerechten Von Maxim Gorki In Maxim Gorkis »Nachtasyl« erzählt der Pilger Luka im 3. Akt folgende Geschichte:…
Oto Mádr, Wo finde ich die Gewissheit für mein Leben? (1992): „Der Glaubende ist nicht allein, denn der durch Christus erkannte Gott bietet ihm etwas Überwältigendes: die Beziehung zwischen Vater und Kind. Wenn du zu Hause die Geborgenheit der Liebe erfahren hast, hast du eine Vorstellung, die dir die Größe des göttlichen Angebots näherbringt. Wenn nicht, dann hilft dir das unerfüllte Verlangen, dich dieser Beziehung zuzuwenden. Und sollte dir ein unruhiges Gewissen dabei im Weg stehen, erinnere dich an den verlorenen Sohn – das bist doch du, das sind wir alle, denen sich im Evangelium die Arme des Vaters geöffnet haben.“
LIEBER HONZA, dein Brief enthält eine Menge verschiedener Fragen und Themen, aber mir scheint, dass alles aus einer einzigen Frage…
Stewart W. Hermans Gespräch mit Bischof Hans Meiser vom Oktober 1945: „Der Bischof stellt klar, dass es für die Kirche wichtiger denn je ist, ihrem bestürzten Volk beizustehen und der Regierung als loyale Institution die Gefühle des Volkes zu vermitteln, die einen Einfluss auf die zivile Verwaltung haben könnten. Deshalb ist die Kirche nicht nur daran interessiert, ihre eigenen Geistlichen zu schützen, deren Verliebtheit in den Hitlerismus wirklich geheilt ist, sondern auch gute Kirchenleute, deren Existenz jetzt durch den Verlust von Stellung und Gehalt bedroht ist.“
Stewart Winfield Herman, Jr. (1909-2006), US-amerikanischer lutherischer Pastor im Dienst des Office of Strategic Services (OSS) über sein Gespräch vom…
Johannes Hamel, Predigt über Offenbarung 13 (1958): „Jetzt kommt es heraus: Das Tier oder Jesus von Nazareth, ‚Ich oder Er, der Verfluchte und Gekreuzigte, Ohnmächtige und Machtlose, der all das nicht fertigbringt und bringen will! Er hat alles beim Alten gelassen, aber siehe, Ich mache alles neu!‘ Und die Heiligen werden in diesem Krieg überwunden und müssen zu Boden! Nun muss die Kirche ins Grab mit all ihren Domen und ihren Kirchensteuern, Staatszuschüssen, ihrer Arbeit der Inneren und Äußeren Mission. Es wird vorbei sein mit ihren Privilegien und Sonderrechten, ja sie wird überhaupt keinen Rechtsboden mehr unter den Füßen haben, sie wird ausgetilgt, so wie einst die Evangelische Kirche in Frankreich unter Ludwig XIV. liquidiert wurde.“
Predigt über Offenbarung 13 (1958) Von Johannes Hamel Und ich. sah ein Tier aus dem Meer steigen das hatte zehn…
Theodor W. Adorno, Fortschritt (1964): „Die Fetischisierung des Fortschritts bekräftigt dessen Partikularität, seine Begrenztheit auf Techniken. Würde wahrhaft der Fortschritt des Ganzen mächtig, dessen Begriff die Male seiner Gewalttätigkeit trägt, so wäre er nicht länger totalitär. Er ist keine abschlußhafte Kategorie. Er will dem Triumph des radikal Bösen in die Parade fahren, nicht an sich selber triumphieren. Denkbar ein Zustand, in dem die Kategorie ihren Sinn verliert, und der doch nicht jener der universalen Regression ist, die heute mit dem Fortschritt sich verbündet. Dann verwandelte sich der Fortschritt in den Widerstand gegen die immerwährende Gefahr des Rückfalls.“
Fortschritt Von Theodor W. Adorno Theoretische Rechenschaft über die Kategorie des Fortschritts verlangt, diese so nahe zu betrachten, daß sie…