Confessio Barmensis Von Werner Elert | 602 | Die sog. „Bekenntnissynode der Deutschen Evangelischen Kirche“ versendet ein Blatt „An die…
Karl Barth, Jesuiten und Klöster. Die umstrittenen Verbote in der Schweizerischen Bundesverfassung (1967): „Wer jene Verbote gutheisst, wird sich zunächst allgemein fragen müssen: ob es nicht dem christlichen Glauben überhaupt und als solchem in allen seinen Formen wesentlich sein möchte, sich (nicht nur, aber auch) in solchen konzentrierten, potenzierten, pointierten, unter Umständen sogar penetranten Gestalten ins Werk zu setzen? Wie war das schon in seiner im Neuen Testament erkennbaren Urzeit?“
Jesuiten und Klöster. Die umstrittenen Verbote in der Schweizerischen Bundesverfassung Von Professor Karl Barth, Basel Von den Jesuiten liest man…
Tagesgebet zum 9. Sonntag nach Trinitatis, 17. August 2025
Herr, unser Gott,was du in deiner himmlischen Weitefür uns Menschen bereitet hast,ist mitten unter uns gegenwärtig:Deine Gerechtigkeit, die versöhnt und…
Paul Lehmann über Vergebung: „Ein christlich-ethischer Zugang zur Vergebung unterstreicht daher die Praxis der Liebe durch Vergebung und Gerechtigkeit. Als Handlungen Gottes zeigen diese Beziehungen Gottes freie Initiative gegenüber dem Menschen sowie seine tragende, erneuernde und erfüllende Fürsorge und Gemeinschaft mit seinen menschlichen Geschöpfen. In der Liebe wendet Gott sich der Menschheit in Treue mit seiner Gegenwart und Gnade zu. In der Vergebung ’schickt‘ Gott menschliche Ablehnungen und Verletzungen dieser göttlichen Initiative ‚fort‘, ‚verzeiht‘ sie oder ‚bedeckt‘ sie.In der Gerechtigkeit wird Gottes Gegenwart in, mit und unter dem menschlichen Streben und Ringen, menschlich zu sein, erkannt und erfahren – in der Wiederherstellung dessen, was in persönlichen und sozialen Beziehungen nicht recht ist.“
Vergebung (Forgiveness) Von Paul Lehmann Streng genommen ist Vergebung ein Begriff und eine Erfahrung, in der religiöse und ethische Empfindungen,…
Heinrich-Hermann Ulrich, Theologie der Haushalterschaft (1981): „Die Gemeinde Jesu Christi steht deshalb nicht nur unter dem Gesetz der Sammlung und der eigenen Auferbauung, sondern ebenso der Sendung in die Welt. Als Leib Christi ist sie das Werkzeug dieser Sendung, und die Charismen sind das Kräftepotential des dafür erforderlichen Dienstes. In den Charismen, die Christus seiner Gemeinde gibt, will er sein Auferstehungsleben allen Menschen und, wie etwa die orthodoxe Kirche betont, dem ganzen Kosmos mitteilen.“
Theologie der Haushalterschaft Von Heinrich-Hermann Ulrich Als junger Pfarrer nahm ich 1952 an der zweiten Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes in…
Gerhard O. Forde, Über das Sein eines Theologen des Kreuzes (1997): „Ein Theologe des Kreuzes sagt, was eine Sache ist. In heutiger Sprache: Ein Theologe des Kreuzes nennt die Dinge beim Namen. Wer ‚alles durch das Leiden und das Kreuz betrachtet‘, ist gezwungen, die Wahrheit zu sagen. Die Theologie des Kreuzes gibt also den theologischen Mut und den begrifflichen Rahmen, um die Sprache festzuhalten. Sie wird zweifellos auch eine kritische Prüfung der Sprache und ihres Gebrauchs beinhalten. Sie wird anerkennen, dass der verschwundene Teil des Vokabulars erschreckend und anstößig sein kann. Doch sie wird erkennen, dass gerade das Kreuz und die Auferstehung die einzige Antwort auf dieses Problem sind – nicht Tilgung oder Ignoranz.“
Über das Theologe-Sein des Kreuzes (On Being a Theologian of the Cross) Von Gerhard O. Forde Wir befinden uns in…
Martin Luther, Das Magnificat, verdeutscht und ausgelegt (1521): „O ein wie reiner Geist ist das gewesen, der von Gottes Güte, sie zu lieben, zu loben und ihr zu folgen, nicht ablässt in der höchsten Not. Einen solchen Geist erzeigt hier die Mutter Gottes Maria, daß sie, mitten in den großen, überschwänglichen Gütern schwebend, ihnen dennoch nicht verfällt, nicht ihren Nutzen darin sucht, sondern ihren Geist rein behält in Liebe und Lob des bloßen Gutseins Gottes, bereit, willig und gern anzunehmen, wenn Gott sie derselben wieder berauben und einen armen, nackten, Mangel habenden Geist ihr lassen wollte.“
Das Magnificat, verdeutscht und ausgelegt (1521) Von Martin Luther Der Lobgesang der Maria (Lukas 1,46-55) – nach dem ersten Wort…
Jürgen Moltmann über Theodizee (1983): „Wie kann man nach Auschwitz noch von ‚Gott‘ reden? Wie überhaupt noch vom Menschen? Drei Punkte wurden in der christlichen Diskussion um eine Theologie nach Auschwitz wichtig: (a) Die Frage nach der Rechtfertigung Gottes kann nicht beantwortet werden, aber sie darf auch niemals aufgegeben werden. Die Frage nach Gott lebt fort in einem unstillbaren Hunger nach Gerechtigkeit. (b) Es kann keine Theologie nach Auschwitz geben, die nicht auch die Theologie in Auschwitz aufnimmt: die Gebete der Opfer. Gott selbst war in ihren Gebeten gegenwärtig; als ihr Leidensgefährte hält er Hoffnung aus, wo keine Hoffnung mehr möglich ist. (c) Die Frage der Theodizee bleibt offen – bis zur neuen Schöpfung, in der Gottes Gerechtigkeit wohnt und die Antwort gibt.“
Theodizee Von Jürgen Moltmann 1. Der Begriff (vom Griechischen für „Rechtfertigung Gottes“) geht zurück auf G. W. F. von Leibniz:…
Ernst Cassirer über das Wiederkehr des Mythus in der Gesellschaftskrise (Vom Mythus des Staates, 1945): „Der Mythus ist nicht wirklich besiegt und unterdrückt worden. Er ist immer da, versteckt im Dunkel und auf seine Stunde und Gelegenheit wartend. Diese Stunde kommt, sobald die anderen bindenden Kräfte im sozialen Leben des Menschen aus dem einen oder anderen Grunde ihre Kraft verlieren und nicht länger imstande sind, die dämonischen mythischen Kräfte zu bekämpfen.“
Über das Wiederkehr des Mythus in der Gesellschaftskrise Von Ernst Cassirer Die mythische Organisation der Gesellschaft scheint von einer vernünftigen…