Maximilian Forschner über die Verantwortung: „Verantwortlich ist jemand zunächst für den Zustand der Dinge, den er durch sein Tun herbeiführen wollte und tatsächlich bewirkt, ferner für jene Dinge und Sachverhalte, die er als Mittel zur Realisierung seines Ziels benützt, schließlich auch für jene Folgen seines Tuns, die er voraussieht, nicht eigentlich wünscht, aber als Nebenwirkungen in Kauf nimmt. Zentrale moralische oder rechtliche Rechtfertigungsprobleme betreffen hier einmal Bedingungen der Erlaubnis, bestimmte Dinge lediglich als Mittel zu benützen und bestimmte Folgen als Nebenwirkungen in Kauf zu nehmen, zum anderen die Festlegung der Grenzen des Verantwortungsbereichs, soweit sie durch Möglichkeiten und Grenzen jeweils verfügbarer Voraussicht von Handlungsfolgen bedingt ist.“

Verantwortung Von Maximilian Forschner 1. Der Sinn von Verantwortung Von Verantwortung sprechen wir in unterschiedlichen Hinsichten und Bedeutungen: (1) Wenn … Mehr

Helmut Schmidt, Abgabe einer Erklärung der Bundesregierung zur aktuellen Situation im Kampf gegen Terrorismus (Oktober 1977): „Zum Schluss, meine Damen und Herren: Wer weiß, dass er so oder so, trotz allen Bemühens, mit Ver­säumnis und Schuld belastet sein wird, wie immer er handelt, der wird von sich selbst nicht sagen wollen, er habe alles getan und alles sei richtig ge­wesen. Er wird nicht versuchen, Schuld und Ver­säumnis den anderen zuzuschieben; denn er weiß: Die anderen stehen vor der gleichen unausweichlichen Verstrickung. Wohl aber wird er sagen dür­fen: Dieses und dieses haben wir entschieden, jenes und jenes haben wir aus diesen oder jenen Gründen unterlassen. Alles dies haben wir zu verantworten. Die Bundesregierung wird noch Gelegenheit neh­men, alle ihre Entscheidungen, ihre Gründe — auch ihre Zweifel — öffentlich darzulegen. Zu dieser Ver­antwortung stehen wir auch in Zukunft. Gott helfe uns!“

Abgabe einer Erklärung der Bundesregierung zur aktuellen Situation im Kampf gegen Terrorismus (Oktober 1977) Von Helmut Schmidt, Bundeskanzler Herr Präsident! … Mehr

Hannah Arendt über kollektive Verantwortung (1968): „Die stellvertretende Verantwortung für Dinge, die wir nicht getan haben, das Auf-uns-Nehmen der Konsequenzen von Dingen, an denen wir vollkommen unschuldig sind, ist der Preis, den wir für die Tatsache zahlen, dass wir unser Leben nicht mit uns allein, sondern unter unseren Gefährten leben. Sie ist der Preis dafür, dass die Fähigkeit zum Handeln, die schließlich die politische Fähigkeit par excellence ist, nur in einer der vielen und mannigfaltigen Formen menschlicher Gemeinschaft verwirklicht werden kann.“

Kollektive Verantwortung Von Hannah Arendt Obwohl ich dem zustimme, von dem ich meine, daß es die beiden Kernthesen von Mr. … Mehr