Herr Gott,himmlischer Vater,du willst nicht, dass unser Leben in der Sünde Dir verlorengeht.Dein Wort tritt uns entgegen und rufst uns…
Christine Lavant, Als Gott gewahrte: „Als Gott gewahrte, wie so schön geraten / dein holdes Herz in aller Armut war, / warf er noch einmal mit dem Spaten / viel Leid auf dich, damit nach Tag und Jahr / dies Rot noch röter auferblühe.“
Als Gott gewahrte Als Gott gewahrte, wie so schön geratendein holdes Herz in aller Armut war,warf er noch einmal mit…
Gunda Schneider–Flume, Hoffnung: „Wo es scheint, als käme nichts mehr, / tut sich neue Hoffnung auf, / wider Erwarten / und wider Kalenderansage, / denn Gott kommt da, / wo vermeintlich / nichts mehr kommt.“
Hoffnung[1] Wo es scheint, als käme nichts mehr,tut sich neue Hoffnung auf,wider Erwartenund wider Kalenderansage,denn Gott kommt da,wo vermeintlichnichts mehr…
Jeanette Wolff, Sadismus oder Wahnsinn: Erlebnisse in den deutschen Konzentrationslagern im Osten (1946): „Mir als Mutter krampfte sich das Herz zusammen, und die anderen, besonders die junge Lettin, waren tieftraurig. Langsam ging der Tag zur Neige. Zum Appell ging meine Tochter fort, und wir alle glaubten sie schon verloren. Nach ungefähr einer Stunde kam sie zurück. Max hatte sie aufgeschnallt und immer wieder gefragt: ‚Hast du noch keine Angst?‘ und ‚Willst du den Namen nicht nennen?‘ Sie verneinte immer wieder, und nach 35 Minuten schnallte er sie ab und wurde mit den Worten ‚Na, feige bist du ja nicht‘ und einem Fußtritt entlassen. — Was wir beide empfanden, als wir uns wiedersahen, kann kein Mensch ermessen, und in diesem Moment gelobten wir uns: Weg vom Stutthof, sobald wie möglich und ganz gleich wohin.“
JEANETTE WOLFF SADISMUS ODER WAHNSINN. Erlebnisse in den deutschen Konzentrationslagern im Osten Alleinauslieferung Großvertrieb Ernst BreifeldGreiz in Thüringen Sachsenverlag Druckerei-…
Reinhold Schneiders Sonett ‚Auferstehung‘ (1942): „Ein jeder Schmerz will Ihn im Grabe wecken, / Und jeder Tote wartet auf Sein Wort, / Das aus der Tiefe Kerkermauern reißt.“
Auferstehung Doch will der König in dir auferstehn,Mein trauernd Volk, du darfst sein Grab nicht sein.Der Erde Macht, des Abgrunds…
Christine Lavant, Ich möchte beten: „Aber die Stirne, Vater, die liebe Menschenstirne / ist voll von dem Samen der Schwermut / und die Bleibe des Elends. / Deshalb, wenn ich bete, dann nimm deine Nähe zurück! / Entschlag dich mir gänzlich, / verdüstre mein trachtendes Hoffen, / sooft es vorbei will / am Orte der Leiden.“
Ich möchte beten Ich möchte beten, Vater, du weißt es.Vorbei an des liebsten Menschen Stirnetrachte ich oft in deine Nähe.Gib…
Paul Veils Bußpredigt wider die Reichspogromnacht vom 16. November 1938: „Wenn Menschen nicht mehr das Gotteswort hören, dann können solche Dinge geschehen, wie wir es erlebt haben. Wäre es einem auf Gottes Wort hörenden Menschen möglich, so sehr von Haß und Empörung sich fortreißen zu lassen, daß er Gotteshäuser derer, die er für schuldig glaubt, einfach in Brand steckt?“
Ähnlich wie Julius von Jan hatte auch Paul Veil, Mitglied der Kirchlich-theologischen Sozietät, eine Woche nach der Pogromnacht vom 9./10.…
Johannes von Lüpke, Ende gut – alles gut? Die letzten Dinge: „Wer kann und darf richten? Dieses Gericht aber ist nicht unsere Sache. Wenn das Augsburger Bekenntnis diejenigen verurteilt, die vor der Wiederkunft Jesu ein Gottesreich aufrichten wollen, so geht es darum, menschliches Urteilen in seine Grenzen zu weisen. Die Lehre richtet sich gegen die Anmaßung derer, die dem Jüngsten Richter sein Urteil vorschreiben wollen oder die sich selbst dazu ausersehen wähnen, hier auf Erden das Gericht durchzuführen.“
Ende gut – alles gut? Die letzten Dinge Von Johannes von Lüpke Von einer Predigt, die bei einer Bestattung gehalten…
Tagesgebet zum vorletzten Sonntag des Kirchenjahres, 16. November 2025
Herr Jesus Christus,wenn Du kommst,richtest Du Gerechtigkeit über die Welt auf.Mit unseren Worten und Tatenkönnen wir im Gericht vor Dir…