Pascals Drama (1954) Von Reinhold Schneider Man muß einen geheimen Gedanken im Hintergrund haben und von ihm ans alles beurteilen,…
Hanns Liljes schwülstige Kriegstheologie „Der Weg der Kirche Jesu Christi im Kriege“ (1939): „Wenn je, dann ist heute eine Stunde großer Verantwortung für unsere Kirche da. Lasst uns in aller Treue darum ringen, diese Aufgabe, die uns bis zum letzten Blutstropfen heute erfüllen kann, um unseres Volkes, um des Führers und seiner Räte, um des Heeres zu Wasser, zu Lande und in der Luft willen mit Vollmacht und Kraft zu tun. ‚Sei getrost, spricht der Herr, und lass uns stark sein für unser Volk und für die Städte unseres Gottes. Der Herr aber tue, was ihm gefällt!'“
Nicht erst mit der 1941 veröffentlichten Schrift „Der Krieg als geistige Leistung“ hatte Hanns Lilje (1899-1977), der spätere Landesbischof der…
Edmund Schlink, Die Verkündigung der Kirche im Kriege (1940): „Im Kriege droht der Verkündigung die Versuchung, dass sie die grundsätzliche Infragestellung des politischen Handelns durch das göttliche Recht verschweigt und durch ihr Schweigen den Krieg als Ausnahmezustand, in dem allem der Anspruch, die Machtmittel und der Erfolg entscheiden, sanktioniert. Dieses Schweigen ist zwar aus der territorialgeschichtlichen Vergangenheit der Kirchen lutherischen Bekenntnisses in Deutschland verständlich, aber von daher wahrlich nicht entschuldbar. Die Kirche, die dem lutherischen Bekenntnis treu bleibt und Luther, der die Frage der Gehorsamspflicht im Kriege in kritischer Offenheit erörtert hat, als ihren Lehrer emst nimmt, muss unüberhörbar die Frage der Rechtmäßigkeit an den Grund des Krieges und an die Methoden der Kriegsführung richten. Aller politische Rechtsanspruch ist zu stellen unter Gottes Wort und keineswegs von vornherein mit dem göttlichen Recht zu identifizieren.“
Bemerkenswert ist, wie Edmund Schlink im Frühjahr 1940 in seinem Vortrag „Die Verkündigung der Kirche im Kriege“ jegliche Kriegstheologie vermieden…
Breslauer christliches Wochenblatt ‚Evangelischer Ruf‘ auf der Titelseite seiner Ausgabe vom 14. Oktober 1933: „»Nichtarier werden gebeten, die Kirche sofort zu verlassen.« Da steigt Christus vom Kreuze des Altars herab und verlässt die Kirche.“
Christus expulsus Im Zusammenhang mit der geplanten Einführung eines Arierparagraphen in der Deutschen Evangelischen Kirche (DEK) veröffentlichte das Breslauer christliche…
Karl Barth, Der Sinn des kirchlichen Fortschritts (1939): „Weil auch das wahr ist, dass wir zwar Zeit haben, aber bald keine Zeit mehr haben werden, darum muss es in der Kirche mitten in der Evolution immer auch Revolutionen geben, genauer gesagt: Reformationen, d. h. Erneuerungen, Wiederherstellungen von Grund aus, Rückgriffe, bzw. Vorgriffe auf den Grund und das Ziel der Kirche in Jesus Christus, radikale Besinnungen auf jenes Eine, im Wechsel der Zeiten Beharrende, das nun doch so einfach, wie Vinzenz von Lerinum es sich gedacht hat, der Kirche nicht zur Verfügung steht, das vielmehr nach einem Worte Calvins in ‚vielen Auferstehungen‘ der Kirche neu geschenkt, aber auch von der Kirche selbst immer neu erbetet, erkannt, erobert werden muss.“
Der Sinn des kirchlichen Fortschritts (1939) Von Karl Barth Als ich eingeladen wurde, in diesem Winter einen Bernoullianums-Vortrag zu halten,…
Christoph Blumhardt, Predigt zu Römer 3,22 über Gottes Gerechtigkeit (1893): „Nicht Gesetzlichkeit bringt uns Gottes Recht und Wahrheit, sondern unser Verhalten im Glauben zu Gott bringt uns Gerechtigkeit Gottes. Um diese handelt es sich, um die Gerechtigkeit Gottes. In der Welt kann nichts werden, auch mit dir nicht — du bemühst dich ganz umsonst, und wenn du bis aufs Tüpfelchen all dein Leben aushebst, wie brav und gut du sein wollest, und wenn ihr eine Gesellschaft gründet, die ganz spiegelglatt ist, da die Leute kaum mehr lachen, geschweige denn tanzen, oder ins Wirtshaus gehen, sondern deren Tageslauf bloß ist: Aufstehen, beten, arbeiten, beten, essen, beten, schlafen, beten — machet eine solche Gesellschaft, damit wird der Welt nicht geholfen!“
Predigt zu Römer 3,22 über Gottes Gerechtigkeit (1893) Von Christoph Blumhardt Die Gerechtigkeit vor Gott kommt durch den Glauben an…
Gottfried Bachl, Im Tunnel der Trauer: „Im Tunnel / der Trauer / greifen wir nach dir, / und die Hände / sind zu kurz, / um dein Herz zu fassen, / das rund um uns / schlägt.“
Im Tunnel der Trauer Im Tunnelder Trauergreifen wir nach dir,und die Händesind zu kurz,um dein Herz zu fassen,das rund um…
Robert W. Jenson über das Sola Scriptura (2011): „Meiner Einschätzung nach könnten wir auf den Slogan verzichten und einfach das sagen, was die Altlutheraner inhaltlich sagten: Einerseits sollen wir die Schrift als lebendiges Gesetz und Evangelium hören und ihre sprachliche Gegenwart in der Kirche bevorzugen, damit sie dort gehört werden kann; und andererseits sollen wir uns bei Zweifeln über moralische oder theologische Fragen an die Schrift als letzte Autorität wenden. Das ‚allein‘ fügt nichts hinzu, was notwendig wäre.“
Sola Scriptura als lutherischer Slogan Von Robert W. Jenson Von all unseren Slogans ist dies wohl der am häufigsten zitierte…
Tagesgebet zum 2. Sonntag im Advent, 7. Dezember 2025
HERR Gott,die Himmel bergen deinen Friedenund deine Gerechtigkeit.Am Horizont unseres Lebenszeigt sich jedoch der Tod.Richte unseren Blick nach oben,reiß den…