Karl Barths Vorwort zu seinem Büchlein „Gebete“ (1963): „Meine Vorstellung dabei ist nicht einfach die, dass die Gebete von den Gemeinden bzw. von ihren Predigern so, wie sie dastehen, übernommen werden sollten, wohl aber die, sie möchten von Dem und Jenem als Anregung zu einer energischen Besinnung darüber gelesen werden: ob er das Beten in und mit der zum Gottesdienst versammelten Gemeinde nicht ganz anders als heute üblich zum Gegenstand seiner eigenen besonders sorgfältigen Aufmerksamkeit und Arbeit machen sollte?

Vorwort zu „Gebete“ (1963) Von Karl Barth Daß unter meinem Namen noch einmal ein Gebetbüchlein erscheinen werde, hätte ich mir…

John Zizioulas, Die eucharistische Vision der Welt (The Eucharistic Vision of the World): „Die eucharistische Sicht der Welt und der Gesellschaft erlaubt weder eine Autonomie der Ethik noch ihre Reduzierung auf absolute gesetzliche Regeln. Sie geht vielmehr davon aus, dass das moralische Leben aus der Verwandlung und Erneuerung des Menschen in Christus folgt, so dass jedes moralische Gebot nur als Folge dieser sakramentalen Verwandlung erscheint und verstanden wird.“

Die eucharistische Vision der Welt (The Eucharistic Vision of the World) Von John Zizioulas Einführung Die orthodoxe Tradition ist zutiefst…

Die zehn Gebote für den Frieden neuformuliert und ausgelegt von Trutz Rendtorff (1983): „Das zweite Gebot für den Frieden lautet: Wenn Du Frieden willst, dann missbrauche nicht Deine eigene Überzeugung zur Verurteilung an­derer. Der Streit um den Frieden ist bereits der Ernstfall des Friedens und darf darum nicht im Geiste gegenseitiger Verurteilung oder Verdammung ausgetragen werden.“

Die zehn Gebote für den Frieden neuformuliert und ausgelegt von Prof. Dr. theol. Trutz Rendtorff In der Friedensdiskussion unserer Tage…

Martin Nicol, PredigtKunst. Ästhetische Überlegungen zur homiletischen Praxis : „Ein Plan, wie sich die verschiedenen Moves zu einem sinnvollen Ganzen fügen könnten, zeichnet sich ab. Ideen, die ich auch hatte und die mich begeisterten, werden hinfällig, weil sie in der sich entwickelnden Structure keinen Ort mehr ha­ben. Predigt entsteht, indem ich da und dort so am Detail (Move) arbeite, daß sich die Gestalt des Ganzen (Structure) immer deutlicher abzeichnet. So oder so ähnlich mag es aussehen, wenn Sprache sich aufmacht, künstlerisch die Weltwirklichkeit Gottes zu erkunden.“

PredigtKunst. Ästhetische Überlegungen zur homiletischen Praxis Von Martin Nicol 1. Kunst – und Predigt? Die Süddeutsche Zeitung hat den Schriftsteller…

Martha Sonntag, Biographische Notiz über Fridolin Stier (1902-1981): „Im Herbst 1980, als er in der medizinischen Klinik letzte Versuche der Ärzte gegen die Leukämie über sich ergehen ließ, antwortete er auf die Frage nach den Schmerzen: „Ich habe keine Schmerzen, aber es ist ein schmerzhafter Zu­stand.“ Er sprach nicht vom Tod, aber er wusste trotz ärztli­cher Vertröstungen um sein Herannahen. Oft wollte er allein sein; er erzählte uns die Geschichte von dem alten Hofhund daheim, der sich versteckte, als er seinen Tod kommen fühlte.“

Biographische Notiz über Fridolin Stier (1902-1981) Von Martha Sonntag Als Studenten besuchten wir Fridolin Stier eines Tages wäh­rend der Sommerferien…

Martin Brecht über Johannes Brenz: „Sein Grab unter der Kanzel der Stuttgarter Stiftskirche hat Brenz selbst ausgesucht, »damit, wenn etwa jemand nach der Zeit von dieser Kanzel eine Lehre verkündigen sollte, entgegengesetzt der, welche ich meinen Zuhörern vorgetragen, ich mein Haupt aus dem Grab erheben und ihm zurufen kann: Du lügst«.“

Johannes Brenz (1499-1570) Von Martin Brecht Nach dem Beschluß des Nürnberger Reichstags von 1524 sollte im Herbst 1524 auf einem…