„Gute Arbeit“ in christlicher Sicht Von Johannes Rehm I. Zur Einführung: Schlechte Zeiten für „gute Arbeit“? Eine „gewaltige Kraftanstrengung“ ist…
Johannes Chrysostomus, Vom Trug des Vergänglichen: „Solange die Zuschauer dasitzen und die Aufführung dauert, so lange sind auch die Masken in Geltung; kommt aber der Abend, dann ist das Spiel zu Ende und alle gehen nach Hause. Dann werden die Masken beiseite gelegt, und der bei der Darstellung ein König war, entpuppt sich jetzt vielleicht als ein Kupferschmied. Die Masken sind abgelegt, die Täuschung ist vorüber, die Wahrheit tritt zutage. Der im Schauspiel ein freier Mann war, den findet man draußen als Sklaven wieder; denn dort galt die Täuschung, hier gilt die Wahrheit. Der Abend kam, das Schauspiel war zu Ende, die Wahrheit trat zutage.“
Vom Trug des Vergänglichen Von Johannes Chrysostomus Hier auf Erden geht es zu wie in einem Schauspiel. Ihr seht im…
Rolf Wischnath, Blutspritzer auf den Schuhen. Eine Weihnachtsbesinnung zu Lukas 2,7: „Mit dieser Szene öffnet Strittmatter die Ohren dafür, was der Glanz, den wir so oft um die Weihnachtsgeschichte des Lukas legen, uns meist nicht sehen und hören lässt: die raue und blutige und schreiende Realistik einer Menschen-Geburt; die damit verbundene leidvolle, körperliche Erschöpfung der Gebärenden und des Geborenen. Damals: Unter freiem Himmel. Allein. Es gibt keinen Anlass, uns die Geburt des Jesus von Bethlehem anders vorzustellen.“
Blutspritzer auf den Schuhen. Eine Weihnachtsbesinnung zu Lukas 2,7 Von Rolf Wischnath Als Fakt geschieht nicht mehr als eine dörfliche…
Kollektengebet zu Neujahr bzw. zum Tag der Beschneidung und Namensgebung Jesu, 1. Januar 2026
Himmlischer Vater,Du unser Gott,Du siehst über die Zeiten hinwegund hältst doch unser Leben im Blick.Mache das neue Jahr zum Jahr…
Karl Rahner, Von der seligen Reise des gottsuchenden Menschen. Gedanken zum Fest der Erscheinung des Herrn (1949): „Siehe, die Weisen haben sich aufgemacht. Denn ihr Herz ist zu Gott gepilgert, als ihre Füße nach Bethlehem liefen. Sie suchten ihn; aber er führte sie schon, da sie ihn suchten. Sie sind solche, die nach dem Heiland verlangen in Hunger und Durst nach der Gerechtigkeit, und darum nicht meinen, es dürfe der Mensch seinen einen Schritt unterlassen, weil Gott ja doch tausend machen müsse, damit beide sich finden. Sie suchen Ihn, das Heil, am Himmel und im Herzen. In der Stille und bei den Menschen, selbst bei den Juden und in ihren heiligen Schriften. Sie sehen einen Stern seltsam am Himmel emporsteigen. Und er läßt — selige Milde Gottes — auch ihre Astrologie einmal geraten, obwohl sie töricht ist, weil ihr reines Herz es nicht besser wusste.“
Von der seligen Reise des gottsuchenden Menschen. Gedanken zum Fest der Erscheinung des Herrn Von Karl Rahner, S. J., Innsbruck…
Ernst Fuchs, Wahrheit im Neuen Testament (1962): „Während das Gericht über die Welt mit einem Donnerschlag vergleichbar ist oder mit zuckenden Blitzen, verbreitet sich die Offenbarung Gottes in Jesus wie ein mildes, ruhiges Licht in einer dunklen oder aufgeregten Welt. Die Liebe ist nur Eine. Sie will verherrlicht werden, wie die Wunder zeigen (obgleich sie auf dem Höhepunkt abgewiesen werden. Die Liebe will aber Sichtbarkeit, weil sie und wie sie an Jesu Kreuz sichtbar geworden ist. Jene Zukunft, zu welcher die Glaubenden durch die Wahrheit befreit werden, ist die in Jesus sichtbar gewordene Herrlichkeit der Liebe. Sie ist Freude an Gott. Wer Gott in der Wahrheit anruft, der hat sich in dasjenige Sein holen lassen, in welchem alle Traurigkeit der Welt, ihre Schwermut, durch die Liebe überwindbar wird, so dass alle Eins sein werden. Die Wahrheit ist das erfreuliche Wort der Liebe, bei dem Gott bleibt, so gewiss Gott bei sich selbst bleibt, also sich selbst treu bleibt. Wer immer von der Wahrheit reden wird, der hat von Gottes Liebe geredet – das weiß der Glaube an Jesus.“
Wahrheit im Neuen Testament Von Ernst Fuchs Nachdem R. Bultmann den neutestamentlichen Sprachgebrauch der Wortgruppe um alêtheia und dessen Voraussetzungen…
Tagesgebet zum Altjahresabend (Silvester), 31. Dezember 2025
Herr,ewiger Gott,du, der da istund der da warund der da kommt:Nichts von dem, was uns vergeht,ist für dich vergangen.Im Rückblick…
Romano Guardini, Die Stimme der Glocken: „Aus dem Hause Gottes wächst der Turm in die freie Luft und nimmt sie gleichsam für Gott in Besitz. Im Turm, im Gestühl, hängen die Glocken, schwer vom Erz. Sie schwingen um die Welle, und ihr; ganzer klar geformter Körper schwingt und sendet Klang auf Klang hinaus in die Weite. Wellen des Wohllautes; helle rasche oder schwere volle, oder tiefe langsam dröhnende. Sie strömen hinaus, durchfluten die Weite und füllen sie mit der Botschaft des Heiligtums.“
Die Stimme der Glocken Von Romano Guardini Drinnen der Raum der Kirche spricht von Gott. Er gehört dem Herrn, ist…
Martin Luther, Predigt über Lukas 2,1-14 (1530): „Wir glauben nicht, dass die jungfräuliche Mutter einen Sohn geboren hat und dass er der Herr und Heiland ist, es sei denn, ich glaube auch noch das Zweite, nämlich dass er mein Heiland und Herr ist. Wenn ich sagen kann: Das nehme ich als mein Eigentum an, weil der Engel es für mich bestimmt hat, dann werde ich, wenn ich es in meinem Herzen glaube, nicht versäumen, die Mutter Maria zu lieben, und noch mehr das Kind, und vor allem den Vater. Denn wenn es wahr ist, dass das Kind von der Jungfrau geboren wurde und mir gehört, dann habe ich keinen zornigen Gott, und ich muss wissen und fühlen, dass es im Herzen des Vaters nichts als Lachen und Freude gibt und keine Traurigkeit in meinem Herzen.“
Predigt über Lukas 2,1-14 (1530) Von Martin Luther Ihr habt heute die Geschichte aus dem Lukasevangelium gehört, wie es dazu…