Gott, unser Vater,Dich preisen deine Werke.Auferstanden von den Totenlässt dein Sohn das Lob deiner Herrlichkeit neu erklingen.Dein Geist bringe unsere…
Ulmer Erklärung vom 22. April 1934: „Das Bekenntnis ist in der Deutschen Evangelischen Kirche in Gefahr! Das geistliche Amt wird seines Ansehens durch die Deutschen Christen und ihre Duldung durch die oberste Kirchenbehörde beraubt. Das Handeln der Reichskirchenregierung hat seit langer Zeit keine Rechtsgrundlage mehr. Es geschieht Gewalt und Unrecht, gegen welche alle wahren Christen beten und das Wort bezeugen müssen. Als eine Gemeinschaft entschlossener, dem Herrn Christus gehorsamer Kämpfer bitten wir Gott, den Allmächtigen, er möge allen Christen die Augen auftun, dass sie die Gefahr sehen, welche unserer teuren Kirche droht.“
Vor 90 Jahren fand am 22. April 1934 in Ulm ein evangelischer Bekenntnistag im Ulmer Münster statt, der als die…
Fridolin Stier, Wo sind wir? „‚Der Herr sprach zu Abraham: Zieh fort aus deinem Land …. fort in das Land, das ich dir zeigen werde!‘ (Genesis 12,1) Wo sind wir? Im Aufbruch? Schon unterwegs? Oder wähnen wir gar, schon in dem Land zu sein, das ER uns zeigen will? Haben wir den Ruf überhört? Oder gar nicht hören wollen? Vielleicht fühlen wir uns ganz wohl bei den Leuten von Ur in Kaldäa.“
Wo sind wir? Zu Genesis 12,1 Von Fridolin Stier „Zieh fort aus deinem Land, fort aus deiner Sippe, fort aus…
Christuszuspruch: „Du bist mehr als das, was du von dir selbst hältst … Du bist diejenige, die der Auferstandene dem Tod entwunden hat. Sein Gewinn – das bist du.“
Christuszuspruch Du bist mehr als das, was du für dich selbst bist.Du bist mehr als das, was du für dich…
Joachim Matthes, Reflexionen auf den Begriff „Religion“: „Die vermeintliche Universalität unserer eigenen Kultur ist uns zum Habitus geworden. Dass eben dieser Habitus unsere Kompetenz für die angemessene Wahrnehmung des Fremden empfindlich reduziert, wird uns nur selten bewusst.“
Reflexionen auf den Begriff „Religion“ Von Joachim Matthes Vor einigen Jahren war ich beteiligt an einem Forschungsprojekt, das am Institute…
Paul Schempps Brief an Landesbischof Theophil Wurm vom 8. September 1936: „Mir ist das Maul leicht zu stopfen, denn ich hab noch nie gerne mit hohen Herren zu tun gehabt und wollte am liebsten über meine Gemeinde hinaus keinen Schritt mehr tun und kein Wort mehr sagen oder schreiben, aber wo soll ich mit meinem Gewissen bleiben, wenn wir blindlings in den Abgrund rennen, und ich hätte geschwiegen. Wenn Sie sich nun über mich empören und ärgern, dann wollen Sie bitte auch denken, dass Sie mir wohl schon einige hundert Male Anlass zu gleicher Empörung und gleichem Ärger und oft auch schon Ursache zu schlaflosen Nächten gegeben haben. Gott wird uns richten.“
Die Kirchlich-theologische Sozietät um Hermann Diem, Heinrich Fausel und Paul Schempp in Württemberg hielt sich während während der NS-Diktatur an…
Karl Jaspers über seine religiöse Erziehung: „Als wir einmal zu spät zur Unterrichtsstunde gekommen waren, wurden wir bestraft dadurch, dass wir diesmal nicht beteten. Wir verwunderten uns über diese Strafe, die uns völlig gleichgültig war, aber hatten ein Gefühl von Mitleid und respektvollem Schonungsbedürfnis gegenüber dem Pfarrer.“
Über die religiöse Erziehung im Elternhaus schrieb Karl Jaspers 1938: Wenn Kierkegaard auf die Frage, warum er glaube, einmal antwortet:…
Bußruf der Bekenntnissynode der Evangelischen Kirche der APU an die Gemeinden zum Buß- und Bettag 1943: „Wehe uns und unserem Volk, wenn das von Gott gegebene Leben für gering geachtet und der Mensch, nach dem Ebenbilde Gottes erschaffen, nur nach seinem Nutzen bewertet wird; wenn es für berechtigt gilt, Menschen zu töten, weil sie für lebensunwert gelten oder einer anderen Rasse angehören, wenn Hass und Unbarmherzigkeit sich breit machen. Denn Gott spricht: ‚Du sollst nicht töten.’“
Bußruf der Bekenntnissynode der Evangelischen Kirche der Altpreußischen Union an die Gemeinden zum Buß- und Bettag 1943 Durch unser Volk…
Hannah Arendt über Papst Johannes XXIII. (Angelo Giuseppe Roncalli. Ein Christ auf dem Stuhl des Heiligen Petrus): „Sein Glaube war: ‚Dein Wille geschehe‘, und es ist wahr, auch wenn er es selbst sagte, dass er ‚ganz und gar evangelisch‘ war, wahr auch, dass er ‚allgemeine Achtung verlangte und erlangte und viele erbaute‘. Es ist derselbe Glaube, der ihn zu seinen größten Worten inspirierte, als er im Sterben lag: ‚Jeder Tag ist ein guter Tag, um geboren zu werden, jeder Tag ist ein guter Tag, um zu sterben.’“
Angelo Giuseppe Roncalli. Ein Christ auf dem Stuhl des Heiligen Petrus von 1958 bis 1963 Von Hannah Arendt Journal of…