Walter Brueggemann über Daniel 12,1-3 und die Praxis der Hoffnung: „Die Ver­zweiflung unter den Wohlhabenden ist vielleicht noch tiefgreifender, weil viele der Wohlha­benden ebenfalls glauben, dass das System ihren tiefsten Bedürfnissen und tiefsten Sehnsüch­ten nicht gerecht wird. In einem solchen Kontext ist es die gemeinsame Aufgabe von Juden und Christen, sich der Gewalt der Verzweiflung zu entziehen, um einen Gott zur Sprache zu bringen, der eine radikale Zukunft heraufbeschwört, wenn auch durch Vertreter, aber nur als Gottes eigenes Geschenk.

Über Daniel 12,1-3 und die Praxis der Hoffnung Von Walter Brueggemann Daniel 12,1-3 ist einer von zwei Texten im Alten…

Alois Hahn über Beichte und Selbsterkenntnis: „Es ist für die Geschichte des christlichen Abendlandes, für die Entstehung des hier geltenden Menschenbildes und die vorherrschenden Ty­pen des Selbstbewußtseins von großer Bedeutung gewesen, dass Selbstthematisierung als allgemein verbindliche Aufgabe im Zu­sammenhang von Schuldbekenntnissen institutionalisiert worden ist. Sie ist in diesem Kontext angeleitet von Sündenkatalogen, die die Beobachtung des eigenen Verhaltens und des Innenlebens ausrichten und im Dienst gesteigerter Selbstkontrolle stehen.“

Da wissen wir um die Problematiken einer Beichtpflicht. Und doch kann man den Einfluss einer durch das IV. Laterankonzil (1215)…

Robert W. Jenson, Theologischer Kommentar zu Ezechiel 22,23-31: „Die Verstrickung – ja die emotionale Verstrickung – des HERRN in die Geschichte seines Volkes könnte kaum drastischer dargestellt werden als hier. Wir finden den HERRN auf beiden Seiten der Mauern Jerusalems: Er greift die Stadt wegen ihrer Übel an und sucht jemanden, der seinen eigenen Angriff abwehrt.“

Theologischer Kommentar zu Ezechiel 22,23-31 (Nach dem Tag) Von Robert W. Jenson Ezechiel 22 versammelt drei Verkündigungen der Zerstörung Jerusalems.…

Peter Noll über die überdrüssige Ewigkeit (Diktate über Sterben und Tod, 1984): „Jede Ewigkeit wird zur Hölle, wenn sie aus konkreten Details be­steht. Da helfen auch Vorstellungen wie ewige Ju­gend und dergleichen nichts. Es sei denn, man gehe zugleich von der Annahme aus, der körperliche Mensch könne in der Ewigkeit sich ständigem Wech­sel, immer neuen Überraschungen und nie der Ge­wöhnung unterziehen. Da sind wir dann bei den ech­ten Märchen.“

Von der überdrüssigen Ewigkeit Von Peter Noll (1926-1982) Die beste Analyse von Ewigkeitsvorstellungen ist leider in meiner Sammlung nicht enthalten,…

Friedrich Mildenbergers Predigt über Psalm 82 zum Volkstrauertag 1982: „Von einer ganzen Versammlung von Göttern, einem ganzen Bundestag voller Götter ist im 82. Psalm die Rede. Aber es wäre billig, wenn ich nun auf die anderen Götter zeigte, die Götter der anderen, und den überginge, an dem mein Herz hängt. Es gibt diese anderen Götter wohl, die anderen Vaterländer beispielsweise. Ich denke an das, was wir da während des Falklandkrieges und nach diesem Krieg bei den Briten beobachtet haben. Es gibt Ideologien, den Sozialismus z.B., den real existierenden, der Millionen Menschen knechtet und noch viel mehr bedroht.“

Predigt über Psalm 82 Von Friedrich Mildenberger Gott steht in der Gottesgemeindeund ist Richter unter den Göttern.»Wie lange wollt ihr…