Gegenwart und Ewigkeit. Die Zeit im Buch Kohelet Von Norbert Lohfink, Frankfurt Man trifft wohl nur selten Menschen, die schon…
Trutz Rendtorff über Demokratie und Protestantismus (1988): „Im Christentum ist das Wissen von der Sündhaftigkeit des Menschen lebendig, der nicht aus eigener Kraft, sondern durch die Gemeinschaft mit Gott zum Tun des Guten befähigt wird. Daraus folgt eine Kritik am ethischen Optimismus der Demokratie; aber die Kritik an politischer Machtausübung durch sündhafte Menschen ist eine Aufgabe nicht nur der Predigt der Kirche, sondern in die Demokratie selbst eingebaut.“
Demokratie und Protestantismus Von Trutz Rendtorff A. Der deutsche Protestantismus bekennt sich erst heute ausdrücklich zur demokratischen Verfassung des Staates.…
Eberhard Jüngel über die Aufklärung im Licht des Evangeliums: „Gerade im Blick auf das Böse ist uns die sich selbst so nennende Aufklärung eine radikale Aufklärung schuldig geblieben. Auch die Theologie ist sie der Zeit bisher schuldig geblieben. Böse ist trotz der ungeheuren Exzesse von Bosheit, die das zu Ende gegangene Jahrhundert kennzeichnen, noch immer eine bourgeoise, einer verbürgerlichte und insofern auch schon verharmloste Kategorie. Mangelt es der christlichen Theologie an Mut zu jener ‚Umwertung aller Werte‘, die sich im Lichte des Evangeliums vollzieht und ohne die die Abgründe des Bösen zwar erfahren und erlitten, nicht aber auf den Begriff gebracht und also auch nicht bekämpft, mit Gedanken, Worten und Werken erfolgreich bekämpft werden können?“
Über die Aufklärung im Licht des Evangeliums Von Eberhard Jüngel Schneidend wird die Differenz zwischen der im Lichte der Vernunft…
Schicksal und Wort. Das gottlose Buch Ester als Anleitung zur kanonischen Lektüre der Schrift: „Dennoch ist das Buch Ester eines der wichtigsten Bücher der Bibel, zumindest für Christen. Seine Lektion liegt gewiss nicht in seinem Erzählgeschehen, sondern in der Tatsache, dass es keinen Bezug zu Gott hat. Diese entscheidende Leerstelle ähnelt unserer eigenen Situation als Leserinnen und Leser. Unabhängig davon, ob wir im Buch Ester lesen oder unser eigenes Leben leben, muss das in der Heiligen Schrift bezeugte Wort Gottes so zu Begebenheiten und Geschehen in Beziehung gesetzt werden, dass sie uns zu heilsamen Ereignissen werden, auch dort, wo sie durch Gottes Wort kritisch zu beurteilen sind.“
Schicksal und Wort. Das gottlose Buch Ester als Anleitung zur kanonischen Lektüre der Schrift[1] Von Jochen Teuffel Als Protestanten ist…
Joseph Addison (1672-1719) über die Träume: „Was ich hier bemerken möchte, ist die wunderbare Kraft in der Seele, bei diesen Gelegenheiten ihre eigene Gesellschaft herzustellen. Sie unterhält sich mit zahllosen Wesen ihrer eigenen Schöpfung und lässt sich in zehntausende von Szenen ihrer eigenen Regie transportieren. Sie ist selbst Bühne, Schauspieler, Zuschauer.“
Über die Träume Von Joseph Addison … Cum prostrata soporeUrget membra quies, et mens sine pondere ludit.Petronius Obwohl viele Autoren…
Marie Luise Kaschnitz, Kalender: „Am Weihnachtsabend gerät ein Schiff in Brand / Zu Fastnacht sterben zwei Kinder den Straßentod / In der Karwoche wird verraten / In Ketten fortgeführt / Der Mensch, Gottes Sohn / Das ist der gregorianische Kalender“
Kalender Am Weihnachtsabend gerät ein Schiff in BrandZu Fastnacht sterben zwei Kinder den StraßentodIn der Karwoche wird verratenIn Ketten fortgeführtDer…
Martin Buber, Vertrauen (1926): „Einem Menschen vertrauen heißt, an die Wahrheit glauben, der man dienen kann, an die Wahrheit, die nicht von unsern Gnaden, sondern von deren Gnaden wir bestehn. An Menschen glauben, daraus bündelt sich zu allen Zeiten und in allen Völkern der große Fascio der Heiden – Menschen vertrauen, daraus wächst zu allen Zeiten und in allen Völkern der »heilige Stamm« Israels.“
Vertrauen Von Martin Buber Es gibt zwei Gattungen führerischer Menschen. Von dem einen sagt man: »Ich glaube an ihn«. Von…
Hans Schneider über Nikolaus Ludwig von Zinzendorf: „Im Rückblick des Sterbenden auf das, was der Heiland an den zerstreuten Kindern Gottes getan habe, klang noch einmal sein philadelphisches Lebensthema auf. Und die Gewißheit, daß er ganz in den Willen seines Herrn ergeben und dieser ganz mit ihm zufrieden sei, war die letzte Artikulation seines vertraulichen Umgangs mit dem Heiland, dem charakteristischen Kennzeichen seiner Frömmigkeit seit den Tagen seiner Kindheit.“
Nikolaus Ludwig von Zinzendorf Von Hans Schneider Nikolaus Ludwig von Zinzendorf, neben Spener und Francke die dritte große Gestalt des…
Tagesgebet zum Sonntag Erntedank, 6. Oktober 2024
Gott, unser Vater,die Erde ist voll von deinen Gütern.Du hast Deine Hand aufgetanund uns mit Gutem gesättigt.So danke ich Dir…