Martin Luthers Auslegung zu Psalm 22,7 »Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch, ein Spott der Leute und Verachtung des Volks«: „Gleich wie Christus in der Welt gehalten und behandelt ist, so gehets dem schriftlichen Gotteswort auch. Es ist ein Wurm und kein Buch, mit anderen Büchern verglichen. Denn solche Ehre mit Studieren, Lesen, Betrachten, Behalten und Brauchen geschieht ihm nicht, wie anderer Menschen Schriften. Gehts ihm gut, so liegts unter der Bank usw. Die andern zerreißens, kreuzigens, geißelns und tun ihm alle Marter an, bis sie es auf ihre Ketzerei, Sinn, Mutwillen deuten und dehnen, zuletzt ganz verderben, töten und begraben, so dass es aus der Welt gestoßen und vergessen wird.“

Auslegung zu Psalm 22,7: »Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch, ein Spott der Leute und Verachtung des Volks.« … Mehr

Eduard Schweizer über die Versuchung Jesu nach Matthäus 4,1-11: „Ob wir Gott für unsere eigenen durch Taktik und Gewalt zu erreichenden Ziele in Anspruch nehmen oder uns von ihm für jene wahre Menschlichkeit gewinnen lassen, die in Jesu Leben und Sterben Gestalt angenommen hat und sich uns schenken möchte, ist die eigentliche Frage dieser Erzählung.“

Die Versuchung Jesu in Matthäus 4,1-11 Von Eduard Schweizer Die Erzählung von der Versuchung Jesu, die Lukas in ähnlicher Form … Mehr

Jürgen Roloff, Die Christen und der Staat nach Offenbarung 13: „Die Apokalypse dagegen entwirft ein Bild faktischer staatlicher Wirklichkeit in ihrer schlimmsten denkbaren Form: Es ist ein Staat, der zum Werkzeug des organisierten Widerstandes der gottfeindlichen Menschheit gegen den Schöpfer geworden ist. Für den Christen gibt es ihm gegenüber nur eines: entschlossenen Widerstand.“

Die Christen und der Staat nach Offenbarung 13 Von Jürgen Roloff Man kann den innerhalb des Neuen Testaments einzigartigen Aussagen … Mehr

Emanuel Hirsch, Die Stillung des Sturms. Predigtmeditation zu Markus 4,35-41: „Man sitzt auf einmal mit den Jüngern im Boot. Und man sitzt darin nicht als einer, der im voraus weiß, dass alle Angst und Bangigkeit wirklich töricht ist, weil der zum Kreuzestod Ersehene noch durch viel größere Fährnisse hindurchkommen wird. Nein, man ist ganz in die Gegenwart jener Sturmesfahrt versunken. Das unenthüllte Geheimnis, welches um die Jünger weht, haucht einen selber an. Und so allein kann denn echter Glaube an Jesus als den vom Vater gesandten Sohn sich gebären.“

Die Stillung des Sturms. Predigtmeditation zu Markus 4,35-41 Von Emanuel Hirsch Die Geschichte gehört, wenn man einige geringe Überma­lungen fortnimmt, … Mehr

Helmut Traub, Antichrist in der Bibel: „Die Bedeutung der Verkündigung vom Antichrist ist der Trost für die Gemeinde, dass das Leiden, das durch den Antichrist über sie kommt, Gottes Wille ist und ihre Bewährung und Reinigung bedeutet, vor allem ihr aber die Teilhabe an Christi Leiden und damit ihre Vollendung schenkt. Deshalb heißt es in der Mitte der Beschreibung des antichristlichen Reiches: hier ist Geduld und Glaube der Heiligen.“

Antichrist in der Bibel Von Hellmut Traub Das Wort ist von Luther übersetzt mit Widerchrist (anti — entgegen), vielleicht wegen … Mehr

Jürgen Roloff, Gemeinde im Neuen Testament: „Wesentlich für die Gemeinde ist, dass sie »zusammenkommt« zum Gottesdienst. Durch das, was sie hier in Wort und Sakrament empfängt, wird sie das, was sie ist: Lebens- und Zeugnisgemeinschaft, in der Menschen nicht mehr übereinander herrschen, sondern einander nach der Weise Jesu dienen, und in der die befreiende Macht des Evangeliums sich in der Überwindung aller zwischenmenschlichen Unterschiede und Schranken erweist.“

Gemeinde im Neuen Testament Von Jürgen Roloff 1.Zum Begriff Der Begriff Gemeinde hat sich im Deutschen, neben Kirche, als Wiedergabe … Mehr

Richard B. Hays (1948-2025), Die Heilige Schrift mit den Augen des Glaubens lesen: „So lehrt uns Lukas – wenn wir sein Evangelium im Kontext des intertextuellen Netzwerks lesen, auf das es verweist – Jesus, der den Armen die frohe Botschaft bringt, als unseren HERRN anzuerkennen, auch wenn wir gefangen und von Zweifeln geplagt sind, auch wenn die Zeit der Ankunft des Königreichs langsam zu vergehen scheint und die Macht der Gewalt noch immer zu herrschen scheint. Wenn wir das erkennen, öffnen sich unsere Augen, wie die Augen der Jünger auf dem Weg nach Emmaus, um in Mose und allen Propheten die Wahrheit des Zeugnisses des Evangeliumszu erkennen: ‚Seid stark und fürchtet euch nicht! Hier ist euer Gott … Er wird kommen und euch retten.’“

Nachdem Richard B. Hays am 3. Januar an seiner Tumorerkrankung gestorben ist, zum Gedächtnis sein Vortrag Reading Scripture with Eyes … Mehr

Warum die Jahreslosung 2025 „Prüft alles und behaltet das Gute“ missverständlich ist: „Das Verführerische dieser Jahreslosung ist ‚das Gute‘, im Quartett mit ‚dem Frieden‘, ‚dem Leben‘ und ‚der Liebe‘ eines der verabsolutierten Worte, denen wir Menschen so leicht auf dem Leim gehen: ‚Das Gute‘ scheint für sich selbst zu sprechen, so dass es sich bedenkenlos vereinnahmen lässt. Unter einem ‚gütigen‘ Anspruch kann das eigene Wollen, wenn nicht gar die Begierde sich maskieren bzw. legitimieren.“

Warum die Jahreslosung 2025 „Prüft alles und behaltet das Gute“ im Hinblick auf das Evangelium Jesu Christi missverständlich ist Ich … Mehr