Die Bibel im kulturellen Wandel auslegen Von Brevard S. Childs Ich möchte die Frage aufwerfen, warum sich das Verständnis der … Mehr
Kategorie: Schriftauslegung
Kristlieb Adloff, »Mein ist die Rache, redet Gott«. Zum Umgang mit den biblischen Feindpsalmen: „Was ist das für ein Gott, dem wir uns so, von aller frommen Maskerade entblößt, in rückhaltloser Wahrhaftigkeit zumuten können? Das ist der Punkt, um den es geht, wenn wir uns den befremdlichen »Feindpsalmen« aussetzen. Es geht um Gott selbst, um einen befremdlichen Gott, von dem wir uns kein Bild machen dürfen, und sei es das Bild eines Gottes der Liebe nach menschlichen Maßstäben.“
»Mein ist die Rache, redet Gott«. Zum Umgang mit den biblischen Feindpsalmen Von Kristlieb Adloff »Herr, Gott, des die Rache … Mehr
Jürgen Roloff, Das tausendjährige Reich (Exkurs zu Offenbarung 20,1-10): „Gott ist für Johannes der Schöpfer (4,11) und Allherrscher (1,8 u. ö.), dessen Geschichtsplan das Ziel hat, seine Macht und Herrschaft in allen Bereichen seiner Schöpfung sichtbar durchzusetzen. Gottes Herrschaft bedeutet darum die Unterstellung auch der vorfindlichen Welt mit ihrer Geschichte und Lebenswirklichkeit unter Gottes heilvolle Macht. Heil kann für Johannes niemals nur jenseitig und spirituell sein; es ist immer auch welthaft, ja politisch, weil Gott für ihn der Herr der Welt und der Geschichte ist. Das letzte Ziel Gottes ist auch für Johannes die Schaffung einer neuen Welt, aber ihm ist darüber hinaus gewiß, dass Gott diese alte Welt nicht völlig preisgibt, sondern sie zunächst auch voll unter seine Herrschaft heimholt und zugleich den ihm zugehörigen Menschen ihr Recht auf diese alte Welt zuteil werden lässt.“
Das tausendjährige Reich (Exkurs zu Offenbarung 20,1-10) Von Jürgen Roloff Das tausendjährige Reich ist seit alters das wohl umstrittenste Thema … Mehr
Werner Schmauch, Predigt über Matthäus 5,13-16 (1957): „Das ist doch das Einzigartige dieser christlichen Botschaft, dass nicht der Mensch als einzelner in ihrem Blickfeld steht, dass es nicht mehr um mein Ich geht, um meine Existenz und um den Sinn meines Daseins. Dass es vielmehr nur soweit um mich selber geht, als es geht um meine Bestimmung für den anderen. Wenn es heute wieder verstanden wird, dass Menschen und Völker nur in der Koexistenz zu existieren vermögen, so müssen wir sehen, Christen existieren in der Proexistenz für den anderen, für die Welt.“
Predigt über Matthäus 5,13-16 (1957) Von Werner Schmauch Liebe Brüder und Schwestern! Wer sind wir eigentlich? Väter, Mütter, Söhne, Töchter, … Mehr
Theophil Wurm über die Theodizee (1941): „Alle diese Erfahrungen, die das Übel als mit der Heiligkeit und Güte Gottes nicht unvereinbar, ja sogar das Böse als in seinen Heilsplan eingestellt betrachten lassen, sind nur dem Glauben möglich, d. h. der Fähigkeit, auch gegen den Augenschein an den in Christus offenbaren Gott zu glauben. Je stärker dieser Glaube an Gott noch mit eudämonistischen und egozentrischen Gedanken und Trieben durchsetzt ist, desto schwerer wird es auch dem Christen, zu der soteriologischen und eschatologischen Theodicee durchzudringen.“
Theodicee Von Theophil Wurm Theodicee bedeutet Rechtfertigung Gottes gegenüber den Anklagen, die gegen die von ihm geschaffene Welt und seine … Mehr
Ute Schmidt, Religiöse Motive für die Einwanderung württembergischer Kolonisten nach Bessarabien zu Beginn des 19. Jahrhunderts: „Eine Auswanderung der »Zioniten« nach Palästina auf direktem Weg war freilich unter den dort herrschenden Verhältnissen nicht möglich. Daher galten die chiliastischen Hoffnungen einem anderen Ziel, nämlich einem Zufluchtsort außerhalb Palästinas, an dem sich die Gläubigen auf das Kommen des Herrn vorbereiten sollten. Aller Augen richteten sich nun nach Osten: Im Kaukasus, in der Nähe des Berges Ararat, dem Bergungsort der Arche Noah, sollten die Gläubigen der letzten Tage die verheißene Zuflucht finden und an diesem einsamen Ort als Gemeinde des Herrn aus den Drangsalen des Antichrist errettet werden.“
Religiöse Motive für die Einwanderung württembergischer Kolonisten nach Bessarabien zu Beginn des 19. Jahrhunderts Von Ute Schmidt »Chiliasten« und »Separatisten« … Mehr
William H. Willimon, Die Bedeutung des Gottesdienstes (Dialogpredigt, 1975): „Clown: Das meinst du nicht ernst! Was für ein Witz! Sich an ihm erfreuen? Ha! Schau dir mal die da draußen an! (zeigt zur Gemeinde) Sehen die aus, als hätten sie an irgendwas Freude? Mann, schau dir diese Gesichter an! Wenn das Freude ist, dann habt ihr eine echt merkwürdige Vorstellung davon, wie man Spaß hat! Und euer Gesang vorhin – den hätte man hören sollen! (geht zur Mitte des Chorraums und imitiert langsam und eintönig:) ‚Lob Gott, den Herrn, den mächtigen König der Ehren…‘ Ich hab schon auf einer Beerdigung mehr Freude gehört!“
DIE BEDEUTUNG DES GOTTESDIENSTESWilliam H. Willimon(Diese Predigt ist ein Dialog zwischen einem Pastor und einer Clown-Figur. Der Clown trägt weiße … Mehr
Kornelis Heiko Miskotte über das Buch Hiob (Over het boek Job, 1971): „Stellen Sie sich vor, Hiob hat richtig über den gesprochen, der ihm begegnet ist. Diese Anklagen, diese Auflehnung, diese Wut – das war schließlich in der Tiefe doch die richtige Art und Weise, über Gott in diesen Umständen zu sprechen. Stellen Sie sich vor! Hiob, der Kämpfer gegen Gott, gewinnt den Preis. In all diesem Protestieren und Blasphemieren hat er so über den Verborgenen gesprochen, dass es die Realität unseres Daseins berührt, trifft.“
Über das Buch Hiob (Over het boek Job, 1971) Von Kornelis Heiko Miskotte Unsere Einteilung der biblischen Bücher folgt der … Mehr
Eduard Thurneysen, Die Zukunft hat schon begonnen! Predigt zu Jesaja 2,1-5 (1961): „Wenn uns gesagt wird, dass die ganze dunkle Gegenwart nicht das Letzte ist, weil es eine letzte Zeit gibt, der auch diese unsere Gegenwart entgegengeht, eine letzte Zeit, von der her Licht und Heil in unsere Zeit hereinbricht, dann wird diese unsere Zeit, auch unsere eigene kleine Lebenszeit zu einer Insel, die rings umflossen ist von der Zeit Gottes, von der Ewigkeit. Dann müssen wir all das, was hier und jetzt noch geschieht an Schwerem, bei allem Ernst, nicht mehr ganz ernst nehmen. Es gibt etwas, das noch ernster ist als das, was wir vor Augen haben; es gibt ein Heil Gottes, das aus der letzten Zeit her zu uns kommt.“
Die Zukunft hat schon begonnen! Predigt zu Jesaja 2,1-5 Von Eduard Thurneysen Das ist’s, was Jesaja, der Sohn des Amos, … Mehr