Vom Reichtum der Heiligen Schrift Es sagte einmal der ehrwürdige Herr Doktor Martinus Luther zu Herrn Philippus Melanchthon, ebenso zu … Mehr
Kategorie: Schriftauslegung
Walter Lüthi, Predigt zu Apostelgeschichte 10,1-11,18 – Es war aber ein Mann zu Cäsarea, mit Namen Kornelius: „Mit Fernweh im Herzen, mit Augen des Glaubens, die nach Bruder Kornelius Ausschau halten, gehen wir jetzt zu jenem Tisch, der so mächtig unvergleichlich dort vorn in der Kirche steht. Wir tun es im Ausblick auf jenes letzte große Abendmahl, bei dem die von der Landstraße und von hinter den Zäunen dabeisein werden. Sie alle sind gerufen, die Heiden und die Juden, zusammen mit uns Christen zu diesem Tisch zu gehen. Der Tisch ist gedeckt. Kommt, liebe Christen, lasst uns jetzt mit Glaubensblick, in der Hoffnung für den fernen Bruder, gemeinsam mit dem Auferstandenen essen und trinken.“
Predigt zu Apostelgeschichte 10,1-11,18: Es war aber ein Mann zu Cäsarea, mit Namen Kornelius Von Walter Lüthi In dieser Geschichte, … Mehr
Jürgen Roloff über die Hölle in der Bibel: „Allerdings gilt der Hades weniger als Ort denn als die dem Tod zugehörige Machtsphäre. Beim Endgericht wird Christus nicht nur die Toten aus dem Hades befreien, sondern er wird Tod und Hades zusammen vernichten. Die feurige Gehenna (auch »Feuerpfuhl«, »ewiges Feuer«, »Abgrund«) erscheint als Bereich ewiger und endgültiger Gottes- und Heilsferne. Ihr werden im Endgericht alle widergöttlichen Menschen und Mächte überantwortet. Das Neue Testament verzichtet jedoch auf jede spekulative Ausmalung von Hölle und Höllenstrafen.“
Hölle in der Bibel Von Jürgen Roloff Die Bibel spricht zwar vielfach von unterweltlichen Aufenthaltsorten der Toten bzw. endzeitlichen Straforten, … Mehr
Martin Haug, Die Kirche des Neuen Testaments (1932): „Das Recht in der Kirche des Neuen Testaments ist ein wirkliches »Kirchenrecht«, geschaffen von der Gemeinde, in der alle Dinge aus dem Glauben und in der Liebe geschehen, und gültig gemacht durch den befreiten Willen der Gemeinde, die alles dankbar gebraucht, auch das Recht, das ihr hilft, Gott und den Brüdern zu dienen. Dieses Kirchenrecht ist seinem ganzen Wesen nach verschieden von dem staatlichen Recht. Es wird nicht getragen von der Macht des Staates, sondern von dem Geist in der Gemeinde; es ist auch nicht starr, sondern beweg-lich, weil die Liebe nicht nur Altehrwürdiges konserviert und auch nicht uniformiert, sondern darauf achtet, was jetzt und hier dem Aufbau der Gemeinde dient.“
Der spätere württembergische Landesbischof Martin Haug (1895-1983) hatte 1931 eine theologisch beachtenswerte Vortragsreihe zur Kirche des Neuen Testaments gehalten, die … Mehr
Brevard S. Childs, Auf dem Weg zur Wiedergewinnung theologischer Exegese: „Vom Christuszeugnis in dem hier vorgeschlagenen Sinn zu sprechen bedeutet vielmehr, eine textorientierte Rezeption der Schrift durch eine christliche Glaubensgemeinschaft zu beschreiben, die den biblischen Texten erlaubt, aus der Kraft einer göttlichen Wirklichkeit heraus zu erklingen, die durch die Begegnung mit der gesamten christlichen Bibel gewonnen wurde.“
Auf dem Weg zur Wiedergewinnung theologischer Exegese Von Brevard S. Childs In einem wichtigen Artikel hat David Yeago1 einen bemerkenswerten … Mehr
Wilhelm Vischer, „Der im Himmel Thronende lacht“ (1966): „Es gab sogar und gibt vielleicht noch Kirchen, in denen das Lachen des im Himmel Thronenden in hellem Ostergelächter widerhallt. Das ist das Lachen des Glaubens. Und wie die Auferweckung Jesu nur eine Spielart der ugaritischen oder sonst einer Naturmythologie wäre, wenn Jesus nicht wirklich ein Mensch gewesen wäre, als solcher gelebt, gelitten und die ganze Bitterkeit des Todes geschmeckt hätte und in der Erde begraben worden wäre, so ist auch der Osterglaube nur echt, wenn er am Leiden Jesu teilnimmt. Darum gilt den Jüngern Jesu immer noch: ‚Selig seid ihr, die ihr jetzt weinet; denn ihr werdet lachen.‘ Weinend sind sie selig durch den gewissen Trost, dass der im Himmel Thronende lacht.“
„Der im Himmel Thronende lacht“ Von Wilhelm Vischer Diese Aussage des zweiten Psalms stößt an die Grenze der weiten biblischen … Mehr
Walter Brueggemann, Kommentar zu Jeremia 14,1-10: „Das Gebet ist eine Äußerung der Kühnheit, die eine ziemlich fordernde Erwartung an JHWH richtet. JHWHs eigentliche Rolle ist es, in rettender Weise gegenwärtig zu sein. JHWHs Gegenwart sollte eine Garantie für Regen oder für alles andere sein, was nötig ist, um Leben zu haben. Diese Art der Ansprache Gottes ist ein Motivationsmittel in der Klageform. Ihre Funktion ist es, von JHWH das zu fordern, was von ihm erwartet wird.“
Kommentar zu Jeremia 14,1-10 Von Walter Brueggemann Diese Einheit ist ein Klagelied mit einer Antwort in Form eines göttlichen Orakels. … Mehr
Terence E. Fretheim, Kommentar zu Jeremia 14,1-10: „Die Anrede Gottes als ‚Hoffnung‘ ist mit Gott als demjenigen verbunden, der eine Geschichte hat, Menschen in Zeiten der Not zu retten. Gott wird ‚Hoffnung‘ genannt, gerade weil er sich im Laufe ihres gemeinsamen Lebens als Retter Israels erwiesen hat. Bei einem solchen Gott müssen Nöte nicht das Ende der Geschichte sein. Es gibt Zukunftsmöglichkeiten mit diesem Gott, die sich auf heilsame Weise über das gegenwärtige Debakel hinaus bewegen. Bemerkenswerterweise bittet das Volk Gott nicht ausdrücklich um Vergebung seiner Sünde, obwohl Gott eine Geschichte hat, auf Buße auf diese Weise zu reagieren.“
Kommentar zu Jeremia 14,1-10 Von Terence E. Fretheim Die Dürre und ihre Auswirkungen, 14,1-6 Das Wort Gottes über Israels Erfahrung … Mehr
Gerhard Sauter, Jona 2. Ein Gebet aus der Tiefe: „Das Lachen vergeht jedoch, wenn wir zu Jona in der unergründlichen Tiefe des Fischbauches zurückkehren. Drei Tage und Nächte, und nur ein einziges Gebet! Dieses Gebet ist eine Klage und ein Danklied – ein Psalm wie viele andere. Ein solcher Psalm gehört eigentlich in den Tempel, wenn die Geretteten nach einer überstandenen Gefahr ihre Opfer bringen. Der Bauch eines Fisches ist ein höchst eigentümlicher Ort für ein solches Gebet – viel zu dunkel und unheilverheißend, ohne Ausweg. Ist es im Bauch eines Fisches nicht viel zu früh, solchen Dank auszusprechen?“
Jona 2: Ein Gebet aus der Tiefe (Jonah 2: A Prayer Out of the Deep, 2003) Von Gerhard Sauter Manchmal … Mehr