Predigt zu Jesaja 62,6-12 (1935) Von Martin Niemöller Gnade, Barmherzigkeit und Friede sei mit euch von Gott dem Vater und … Mehr
Kategorie: Protestantismus und Religionismus
Karl Barth über das Christentum und die Religion (1963): „Wir sind hier nämlich außer dem, dass wir wohl Christen sein und uns nennen möchten, alle auch religiös, z. T. sogar schrecklich religiös. Es gibt ja auch als Wissenschaft, Kunst und Politik, als Technik, Sport und Mode verkleidete Religionen: unter aller zur Schau getragenen Säkularität verborgen, aber umso rüstiger vollzogene Übergriffe und Überbauten in irgendein Jenseits hinein, Verehrungen der verschiedensten Götter und Götzen: Mammon, das Geld, die mächtigste dieser verborgenen, aber sehr reellen Gottheiten!“
Das Christentum und die Religion Von Karl Barth Ich habe mich Ihnen vorzustellen als Theologe, d. h. aber als Vertreter … Mehr
Sören Widmann über Paul Schempp (1900-1959): „Erst nach seinem Tode wurde sichtbar, für wie viele Menschen Paul Schempp, der streitbare und angefochtene Theologe, auch Helfer und treuer Seelsorger war. Ihn habe, so bekennt einer der vielen Freunde in einem Brief, ein einziger Satz immer wieder aufgerichtet, den Schempp einem Pfarrerskollegen zur Antwort gab, als dieser ihn mitten in den turbulenten Tagen des Kirchenkampfes ängstlich-neugierig fragte, was es denn Neues gebe: »Seit der Auferstehung Jesu Christi gibt es nichts Neues!«“
Paul Schempp (1900-1959) Von Sören Widmann Paul Schempp war wie seine Freunde und Kampfgefährten Hermann Diem und Richard Widmann Jahrgang … Mehr
Friedrich Gogarten, Zwischen den Zeiten (Christliche Welt, 1920): „Hüten wir uns in dieser Stunde vor nichts so sehr, wie davor, zu überlegen, was wir nun tun sollen. Wir stehen in ihr nicht vor unserer Weisheit, sondern wir stehen vor Gott. Diese Stunde ist nicht unsere Stunde. Wir haben jetzt keine Zeit. Wir stehen zwischen den Zeiten.“
Zwischen den Zeiten Von Friedrich Gogarten 1. Das ist das Schicksal unserer Generation, daß wir zwischen den Zeiten stehen. Wir … Mehr
Eisberge schmelzen. Zur finanziellen Zukunft der Landeskirchen: „Eine zukunftsfähige Finanzreform der verfassten Landeskirchen ist kaum möglich. Daher wird landeskirchliches Haushalten von Jahr zu Jahr schwieriger. So werden tatsächlich erzielte Einsparungen wohl immer schneller von weiteren Sparanforderungen überholt werden. Nichts erreicht und nichts gesichert, sondern immer mehr zusätzlich zugemutet – Bedienstete können damit auf Dauer nicht zurechtkommen. Die Zukunft der verfassten Landeskirchen ähnelt Eisbergen, die nach der Kalbung vom Schelfeis im antarktischen Meer treiben und dabei fortwährend abschmelzen. Deren Lebensdauer wird von verschiedenen Faktoren bestimmt – Größe und Form, Strömung und Verweilort sowie Wasser- und Lufttemperatur. Und doch gilt für jeden Eisberg dasselbe: Sein Ende ist absehbar; in nicht allzu ferner Zukunft wird er weggeschmolzen sein.“
Nun ist in der aktuellen Juni-Ausgabe des Deutsches Pfarrerinnen- und Pfarrerblatt mein Artikel Eisberge schmelzen. Zur finanziellen Zukunft der Landeskirchen … Mehr
Ganz schön schnittig. Schnittmuster für Konfirmationsbekleidung aus dem Frühjahr 1931
Obige Modelle erschienen im Frühjahr 1931 im Schweizer «Gelben Heft» inklusive Angaben zu Stoffverbrauch und geeigneten Materialien. Die Schnittmuster dazu … Mehr
Karl-Fritz Daiber über die Volkskirche religionssoziologisch betrachtet: „In der beschriebenen Gestalt haben sie nur so lange Bedeutung, wie das Christentum kulturrelevanter Faktor ist, und zwar auf der Ebene des Individuums, der Kleingruppen wie der gesellschaftlichen Öffentlichkeit. Reduziert sich die kulturelle Relevanz des Christentums auf den verschiedenen Sozialebenen, dann kann das Christentum nicht mehr volkskirchliche überleben, sondern nur in gemeinschaftsstiftenden Gruppierungen, die sich durchaus zu gesellschaftlichen Großorganisationen ausgestalten können, ohne freilich noch eine kulturprägende Bedeutung zu gewinnen ähnlich der, wie sie sich in volkskirchliche Traditionen widerspiegelt.“
Volkskirche 1. Religionssoziologisch (1996) Von Karl-Fritz Daiber (06.08.1931-25.05.2025) 1. Begriff Zu Beginn des 19.Jahrhunderts ist Volkskirche eine Programmbegriff, um die … Mehr
Joachim Matthes, Wie praktisch ist die Praktische Theologie?: „Eine kirchenzentrierte Praktische Theologie geht, ob sie das wahrhaben will oder nicht, davon aus, eine andere Praxis als die ihre nach ihrem Bilde penetrieren zu sollen; sie darf sich dann nicht darüber wundern, dass sie in ihren verästelten Wirkungen in der Praxis pfarramtlichen Handelns auch als penetrant wahrgenommen wird. Erstaunlich und erfreulich bleibt die Penetranz der breiten volkskirchlichen Mitgliedschaft, die die Penetranz der Amtskirche ihr gegenüber nicht einfach mit Entzug beantwortet, sondern im Festhalten an ihr nach wie vor beharrlich versucht, ihre Orientierung zur Geltung zu bringen. Wie lange noch? Die Kirchenaustrittszahlen der letzten beiden Jahrzehnte geben zu denken.“
Wie praktisch ist die Praktische Theologie? Von Joachim Matthes (1.6.1930 – 3.5.2009) So habe ich mich schon des öfteren gefragt, … Mehr
Christian Smith, Warum Religion obsolet wurde (Why Religion Went Obsolete: The Demise of Traditional Faith in America): „Die überwiegende Mehrheit der Amerikaner erwartet nicht, in den kommenden Jahren religiöser zu werden. Und die Minderheit der nach-Boomer-Generationen, die das vielleicht doch tun wird, startet von einem relativ niedrigen Niveau aus. Selbst wenn sie religiöser werden, bewegt sich das wahrscheinlich nur in den Bereich ‚mäßig religiös‘ – zu wenig, um die traditionelle amerikanische Religion auf ein früheres Niveau zurückzuführen.“
Jüngst ist Christian Smiths Why Religion Went Obsolete: The Demise of Traditional Faith in America bei OUP erschienen. Smith ist … Mehr