Rolf Wischnath, Alles neu. Predigt zur Jahreslosung 2026 (Offenbarung 21,5): „GOTTes neue Welt kennt keine Ausgrenzung: Geschlecht, Herkunft, Hautfarbe, Alter, Beeinträchtigung, sexuelle Identität oder soziale Stellung verlieren ihre trennende Kraft. GOTTes Liebe in Jesus Christus gilt allen Menschenkindern seiner wunderbaren Schöpfung. GOTT nimmt sie in ihrer Unterschiedlichkeit, in ihrer Würde und Ehre an. Ich hoffe, dass es für mich als einem leidigen Sünder Vergebung geben wird für meinen Ungehorsam – und für die Anderen auch.“

ALLES NEU. PREDIGT ÜBER DIE JAHRESLOSUNG 2026 Von Rolf Wischnath „SIEHE, ICH MACHE ALLES NEU!“ (Offenbarung 21,5). I Das ICH … Mehr

Walter Brueggemann, Kommentar zu Jesaja 61,1-11: „Die Gemeinschaft soll erfüllt werden von Gerechtigkeit und Lob. Wie ein Garten wird sie aufblühen — gerechte, lebensfördernde Beziehungen, die in Doxologie münden. Diese Vision ruft das Judentum aus der Verzweiflung. Die Hoffnung ist in JHWH verwurzelt, betrifft aber eine erneuerte, sichtbare Gemeinschaft. Die Nationen, die JHWHs Irrelevanz vermuteten, werden das ’stattdessen‘ Gottes sehen. Die österliche Freude der Kirche mag Parallelen haben — doch der Text gehört zuerst der jüdischen Hoffnung: Der ewige Bund nimmt konkrete Gestalt in einer neu konstituierten Gemeinschaft an.“

„Ich will einen ewigen Bund schließen.“ Kommentar zu Jesaja 61,1-11 Von Walter Brueggemann Diese poetische Einheit setzt die Grundakzente von … Mehr

Gerhard von Rad, Predigtmeditation zu Josua 1,1-9 (Neujahr): „Unser Glaube ist schon zufrieden, wenn er je den nächsten Schritt als von Gott gewiesen erkennen darf. Tatsächlich gehen V. 3 und 5 in einem äußersten Pathos der Zuversicht einher, das uns den Atem verschlagen möchte. Aber hier geht es nicht um den individuellen Weg dieses oder jenes Menschen, sondern um den des ganzen Gottesvolkes in seine Ruhe, und von ihm gilt: Gott geht mit ihm, ja, er hat ihm in jeder Hinsicht den Weg schon bereitet; an jeden Fußbreit Bodens hat er gedacht.“

Predigtmeditation zu Josua 1,1-9 (Neujahr) Von Gerhard von Rad Entscheidend für das Verständnis dieses Textes ist die Be­stimmung des heilsgeschichtlichen … Mehr

Johannes Chrysostomus, Vom Trug des Vergänglichen: „Solange die Zuschauer da­sitzen und die Aufführung dauert, so lange sind auch die Masken in Geltung; kommt aber der Abend, dann ist das Spiel zu Ende und alle gehen nach Hause. Dann werden die Masken beiseite gelegt, und der bei der Darstellung ein König war, entpuppt sich jetzt vielleicht als ein Kupfer­schmied. Die Masken sind abgelegt, die Täuschung ist vor­über, die Wahrheit tritt zutage. Der im Schauspiel ein freier Mann war, den findet man draußen als Sklaven wieder; denn dort galt die Täuschung, hier gilt die Wahrheit. Der Abend kam, das Schauspiel war zu Ende, die Wahrheit trat zutage.“

Vom Trug des Vergänglichen Von Johannes Chrysostomus Hier auf Erden geht es zu wie in einem Schauspiel. Ihr seht im … Mehr

Rolf Wischnath, Blutspritzer auf den Schuhen. Eine Weihnachtsbesinnung zu Lukas 2,7: „Mit dieser Szene öffnet Strittmatter die Ohren dafür, was der Glanz, den wir so oft um die Weihnachtsgeschichte des Lukas legen, uns meist nicht sehen und hören lässt: die raue und blutige und schreiende Realistik einer Menschen-Geburt; die damit verbundene leidvolle, körperliche Erschöpfung der Gebärenden und des Geborenen. Damals: Unter freiem Himmel. Allein. Es gibt keinen Anlass, uns die Geburt des Jesus von Bethlehem anders vorzustellen.“

Blutspritzer auf den Schuhen. Eine Weihnachtsbesinnung zu Lukas 2,7 Von Rolf Wischnath Als Fakt geschieht nicht mehr als eine dörfliche … Mehr

Karl Rahner, Von der seligen Reise des gottsuchenden Menschen. Gedanken zum Fest der Erscheinung des Herrn (1949): „Siehe, die Weisen haben sich aufgemacht. Denn ihr Herz ist zu Gott ge­pilgert, als ihre Füße nach Bethlehem liefen. Sie suchten ihn; aber er führte sie schon, da sie ihn suchten. Sie sind solche, die nach dem Heiland verlangen in Hunger und Durst nach der Gerechtigkeit, und darum nicht meinen, es dürfe der Mensch seinen einen Schritt unterlassen, weil Gott ja doch tausend machen müsse, damit beide sich finden. Sie suchen Ihn, das Heil, am Himmel und im Herzen. In der Stille und bei den Menschen, selbst bei den Juden und in ihren heiligen Schriften. Sie sehen einen Stern seltsam am Himmel empor­steigen. Und er läßt — selige Milde Gottes — auch ihre Astrologie einmal ge­raten, obwohl sie töricht ist, weil ihr reines Herz es nicht besser wusste.“

Von der seligen Reise des gottsuchenden Menschen. Gedanken zum Fest der Erscheinung des Herrn Von Karl Rahner, S. J., Innsbruck … Mehr

Martin Luther, Predigt über Lukas 2,1-14 (1530): „Wir glauben nicht, dass die jungfräuliche Mutter einen Sohn geboren hat und dass er der Herr und Heiland ist, es sei denn, ich glaube auch noch das Zweite, nämlich dass er mein Heiland und Herr ist. Wenn ich sagen kann: Das nehme ich als mein Eigentum an, weil der Engel es für mich bestimmt hat, dann werde ich, wenn ich es in meinem Herzen glaube, nicht versäumen, die Mutter Maria zu lieben, und noch mehr das Kind, und vor allem den Vater. Denn wenn es wahr ist, dass das Kind von der Jungfrau geboren wurde und mir gehört, dann habe ich keinen zornigen Gott, und ich muss wissen und fühlen, dass es im Herzen des Vaters nichts als Lachen und Freude gibt und keine Traurigkeit in meinem Herzen.“

Predigt über Lukas 2,1-14 (1530) Von Martin Luther Ihr habt heute die Geschichte aus dem Lukasevangelium gehört, wie es dazu … Mehr

Hermann Dietzfelbinger, Bei Gott zu Hause sein (Schwäbische Landeszeitung, 1955): „Es geht für uns Menschen eine unendlich heilende Kraft vom Bilde Jesu aus. Es hat eine unwahrscheinlich starke Wirkung in diesen Tagen, bloß einfach die Weihnachtsgeschichte zu lesen, einmal, zweimal, dreimal. Versuchen wir’s doch, allein oder miteinander! Kranke lassen sich bestrahlen, so oft es der Arzt verordnet. Das Bild Jesu in den Evangelien hat noch mehr heilsame Strahlkraft: Es heilt unsere Menschlichkeit von innen her. Wenn Menschen eng miteinander verbunden sind, wenn Eheleute, die sich gut verstehen, lange miteinander gelebt haben, so werden sie oft bis in die Gesichtszüge oder bis in manche Bewegungen einander ähnlich. Auch der Umgang mit Jesus prägt den Menschen und macht uns anders zueinander. Denn in ihm schämt sich Gott selber nicht, uns Brüder zu heißen.“

Da hatte Hermann Dietzfelbinger (1908-1984) gerade seinen Dienst als bayerischer Landesbischof begonnen, als er 1955 auf der Titelseite der Schwäbische … Mehr