Auferstehung Doch will der König in dir auferstehn,Mein trauernd Volk, du darfst sein Grab nicht sein.Der Erde Macht, des Abgrunds … Mehr
Kategorie: Literatur und Gedichte
Elazar Benyoëtz, Gott nimmt uns bei seinem Wort: „Wir kennen das Wort Gottes nur in unserer Sprache, darum kann er uns, nicht aber wir ihn beim Wort nehmen“
Gott nimmt uns bei seinem Wort Von Elazar Benyoëtz Wir erkennen den Schöpfer in seiner Schöpfung nicht,Gott aber im Reiche … Mehr
Willy Kramp, Gotteswort und Dichterwort (1939): „Was kann der Dichter doch nicht alles durch die Magie seines Wortes vollbringen! Er kann erhöhen, was gering ist, und er kann erniedrigen, was hoch ist. Er kann dem Sinnlosen einen Sinn geben. Er kann das Stumme sprechend machen. Er kann die Wahrheit seiner Welt mittels seiner Gestaltungen verwirklichen, statt wie der Prediger des Evangeliums unter der Last eines fremden, übermenschlichen und kaum verständlichen Auftrages nur Worte zu stammeln.“
Gotteswort und Dichterwort Von Willy Kramp 1. Wer vom Worte Gottes in seinem Verhältnis zum Wort des Dichters spricht, der … Mehr
Emanuel Hirschs selbstgerechte Einsamkeitstheologie ‚Der nahe Gott‘ (1960): „Und dünk ich einsam euch zu sein: / Ich gehe keinen Weg allein. / Unmerklich fast ein leiser Tritt / Rührt an das Pflaster. Gott geht mit. // Sein Auge hab ich nie geschaut. / Nie hört ich seiner Stimme Laut. / Kaum daß ich einst, in hoher Stunde, / Den Atem spürt’ von seinem Munde.“
Der nahe Gott 1 Und dünk ich einsam euch zu sein:Ich gehe keinen Weg allein.Unmerklich fast ein leiser TrittRührt an … Mehr
Ernst Toller, Unser Weg (1920): „Wir haben andern Weg zu Gott gefunden, / Uns sind nicht stammelndes Gebet die Stunden, / Das Reich des Friedens wollen wir zur Erde tragen, / Den Unterdrückten aller Länder Freiheit bringen / Wir müssen um das Sakrament der Erde ringen.“
Nachdem Ernst Toller nach Niederschlagung der Münchner Räterepublik im Juni 1919 verhaftet, wegen Hochverrats angeklagt und einen Monat später zu … Mehr
Heinrich Schlier, Was ich bin: „Ich bin nicht ein Heiliger, / aber ich möchte es sein. / Wenn nur das Kreuz nicht wäre! // Doch wo ist Heiligkeit, wenn nicht in ihm? / Was bin ich? / Gott sieht mich. / Ich bin sein Augenblick.“
Was ich bin Ich bin nicht ein Gläubiger,aber ich möchte es sein,damit die liebliche,fruchtbare Wahrheit sich öffne. Ich bin nicht … Mehr
Mascha Kaléko, Wie sag ich’s meinem Kinde?: „Es war nicht pädagogisch, / Vom Fortbestand der Seelen, / Und viel zu theologisch, / Vom Himmel zu erzählen. // Doch mangels akkuraten / Berichts aus jenen Sphären, / Erschien es mir geraten, / Zu trösten statt zu lehren.“
Wie sag ich’s meinem Kinde? Jüngst sah mein kleiner SohnDen ersten Totenwagen.– Er gab nicht einen TonUnd stellte keine Fragen. … Mehr
Isidor von Sevillia über die Geschichte (historia) als Erzählung geschehener Dinge (narratio rei gestae) in seinen Etymologiae: „Ebenso ist zu unterscheiden zwischen Geschichte, fiktive Erzählung (argumentum) und Fabel. Geschichten enthalten die wahren Dinge, die geschehen sind; fiktive Erzählungen enthalten Dinge, die zwar nicht geschehen sind, aber doch geschehen könnten; Fabeln aber enthalten Dinge, die weder geschehen sind noch geschehen könnten, weil sie gegen die Natur sind.“
Über die Geschichte (Etymologiae) Von Isidor von Sevilla Das antike Verständnis der Geschichtsschreibung in Abgrenzung von Fiktion und Fabel ist … Mehr
Maxim Gorki, Vom Land der Gerechten (Nachtasyl): „Sag mir doch gefälligst, wo liegt das Land der Gerechten, und wie kann man dahin gelangen? Da schlägt nun der Gelehrte gleich seine Bücher auf und breitet seine Plane aus… und guckt – und guckt, aber das Land der Gerechten findet er nirgends! Alles ist sonst richtig, alle Länder sind aufgezeichnet – nur das Land der Gerechten nicht! Der Mensch – will ihm nicht glauben… Es muß drauf sein, sagt er… such nur genauer!“
Vom Land der Gerechten Von Maxim Gorki In Maxim Gorkis »Nachtasyl« erzählt der Pilger Luka im 3. Akt folgende Geschichte: … Mehr