Ideen zur Gebetstheorie (1799) Von Johann Peter Hebel 1. Wir haben unsere Gebete und Predigten von der alten Dogmatik gereiniget, … Mehr
Kategorie: Literatur und Gedichte
Tadeusz Borowski, Bei uns in Auschwitz (1946): „Hätte ich Dir gesagt, damals, als wir beide in meiner kleinen Kammer tanzten, unter der orangefarbenen Lampe, nimm eine Million Menschen, nimm zwei Millionen Menschen oder drei Millionen und töte sie, aber so, dass niemand etwas davon erfährt, selbst die Getöteten nicht, nimm einige hunderttausend Menschen gefangen, brich ihr Solidaritätsgefühl, hetze einen Menschen auf den anderen Menschen und … Du hättest mich glatt für verrückt erklärt und wahrscheinlich sogar aufgehört, mit mir zu tanzen.“
Der polnische Schriftsteller Tadeusz Borowski (1922-1951) veröffentlichte schon 1946 seine Überlebnisse im Konzentrationslager Auschwitz in Briefform unter dem provozierenden Titel … Mehr
Elie Wiesel, Wo bin ich? Eine chassidische Geschichte: „Rabbi, wo bin ich? Sagte der Meister: Diese Frage hättest du gleich zu Anfang stellen müssen, nicht erst am Schluss.“
Wo bin ich? Eine chassidische Geschichte Ein Mann suchte in seiner Verzweiflung den berühmten Rabbi Héno’h von Alexander auf. Hilf … Mehr
Jeremias Gotthelf über Professoren in „Zeitgeist und Berner Geist“ (1851): „Nun sei Professor ein angenehmer Titel, klinge schön und gebe z’fressen; Unzählige sprängen darnach wie Fische nach Mücken. Aber für ihn zu kriegen, müsse einer was Neues gefunden oder ersinnet haben, was Tüfelsüchtiges, das noch keinem eingefallen sei, es sei gleichgültig, was, wenn’s nur etwas sei, mit dem kein Teufel was machen könne.“
Über Professoren Von Jeremias Gotthelf Daneben sei es mit den meisten Professoren auch nicht alles; er schämte sich, wenn er … Mehr
Heinrich Böll, A propos Freude (1974): „Die hoffentlich mögliche Verzärtlichung der Theologie und ihrer Sprache schließt den großen Gegenspieler aus, der Freude, Witz, Ironie, Phantasie, wenn nicht direkt verhindert, aber gewiß höchst verdächtig findet: die innerkirchliche Verrechtlichung. Es gibt gewiß ein Recht auf Intimität und Zärtlichkeit, aber verrechtlichen lassen sich beide nicht, und es ist und war so sinnlos wie kriminell, Fortpflanzung nicht nur zu wünschen, sondern geradezu vorzuschreiben.“
A propos Freude Von Heinrich Böll Die Bezeichnung der Freude als einer kommenden («Jetzt habt ihr Trauer, aber ihr werdet … Mehr
Hannah Arendts Gedicht (1951) „Was wir sind und scheinen / Ach wen geht es an. / Was wir tun und meinen, / Niemand stoss’ sich dran.“
Was wir sind und scheinen Was wir sind und scheinen,Ach wen geht es an.Was wir tun und meinen,Niemand stoss’ sich … Mehr
Jan Twardowski, Zwischen Gewissheit und Ungewissheit: „Ich wollte argumentieren — / da kam mir der Tod, / das andere Vaterland, zuvor. / Darum hielt ich mich einfach an Deinem Finger fest, / O Jesus am Kreuz, / das vom Himmel zur Erde reicht.“
Zwischen Gewissheit und Ungewissheit O Jesu am Kreuz,das vom Himmel zur Erde reicht, Ich wollte sprechen —aber da kam mir … Mehr
Jan Twardowski, Darum: „Darum, weil Dein Gesicht von Tränen verschmiert ist, / erhebe ich Dich täglich in der Messe / wie ein Lamm, das man an den Ohren hervorzieht.“
Darum Nicht darum, weil Du aus dem Grabe auferstanden,nicht darum, weil Du in den Himmel aufgefahren,sondern darum, weil man Dir … Mehr
Warum Sibylle Lewitscharoff einst Christoph Schlingensief „saftig geohrfeigt“ hatte. Ihre Postkartenantwort auf meine ungehaltene Aschermittwochspredigt „SCHLINGENSIEF STIRBT“
Da hatte ich Sibylle Lewitscharoff im Dezember 2015 meine ungehaltene Aschermittwochspredigt „SCHLINGENSIEF STIRBT“ vom 17. Februar 2010 zugeschickt und postwendend … Mehr