Ernst Lange, Die Kerzen: „Denn am Tag darauf, eine halbe Stunde vor dem Gottesdienst, kam Sergej in die Kirche. Er kam auf mich zu und wollte mir gerade seine Hand geben, als sein Blick auf den Altar fiel. Da zog er die Hand wieder zurück. „Ihr habt sie nicht genommen?“ fragte er, und es war einen Augenblick lang, als wollte er anfangen zu weinen. „Ihr habt sie also nicht genommen!“, und jetzt war seine Stimme schwer und böse vor Zorn und Enttäuschung. „Kerzen von einem Kommunisten sind wohl nicht gut genug für … für den da!“

Die Kerzen Von Ernst Lange Als ich meinen zweiten Weisen traf, war der große Krieg schon vorbei. Allerdings erst drei … Mehr

Nerses IV. Schnorhalis Worte aus seiner „Elegie über Edessa“ (1145) im Hinblick auf die Vertreibung der Armenier aus der Region Bergkarabach: „Mein Herz ist in Ängsten / und ich ringe mit mir selbst / und bin schmerzlich mit mir selbst gequält. / Und meine Seele und Geist sind in Aufruhr, / wenn ich mir den letzten unseligen Tag in Erinnerung rufe / und das Morgen, das so dunkel ist.“

Aus der Elegie über Edessa Von Nerses IV. Schnorhali Nach der Vertreibung der Armenier aus der Region Bergkarabach im September … Mehr

Reinhold Schneider, Das Friedensreich der Toten. Zu Allerheiligen – Allerseelen (1945): „Es dunkelt früh, und die verlassene Trümmermasse baut sich zusammen zur Totenstadt, über die der Turm gebietet. Und wieder ist ein Tag über den Garten gegangen, und es ist nichts geschehen, als daß der Teppich der Blätter noch dichter wurde und die Zweige sich ein wenig mehr gelichtet haben. Die Stunden glitten hin wie der Flug der Vögel, der keine Spuren läßt.“

Das Friedensreich der Toten. Zu Allerheiligen – Allerseelen Von Reinhold Schneider In der Nacht, gegen Morgen, breitete sich der Nebel … Mehr

Das Hohelied der Liebe (1. Korinther 13, 1-13) in der Übertragung von Jörg Zink: „Die Liebe hat Zeit. / Sie liebt mit langem Atem. / Sie ist freundlich. / Sie erzwingt nichts / und nimmt den Geliebten, wie er ist. // Sie fällt nicht auf / und stellt sich nicht zur Schau. / Sie verletzt nicht. / Sie greift nicht an. / Sie sucht keinen Gewinn. // Sie wird nicht bitter / durch bittere Erfahrung. / Sie rechnet das Böse nicht zu. / Sie trauert über das Unrecht / und freut sich über die Wahrheit.“

Das Hohelied der Liebe (1. Korinther 13, 1-13) in der Übertragung von Jörg Zink Spräche ich in allen Sprachen der … Mehr

Sr. Gillian Mary, Frische Quellen (Fresh Springs): „Dieses perfekte Gleichgewicht / Zwischen Pein und Freude / Gegeben / Durch sein Kreuz und seine Auferstehung. / Die liebevolle Berührung / Von Seinen Händen / Heilt / Unsere verwundeten Herzen und Seelen / und macht sie heil.“

Frische Quellen Dieses perfekte GleichgewichtZwischen Pein und FreudeGegebenDurch sein Kreuz und seine Auferstehung.Die liebevolle BerührungVon Seinen HändenHeiltUnsere verwundeten Herzen und … Mehr

Jörg Zink, Was bleibt, stiften die Liebenden: „Vielleicht bleibt am Ende auch von den Bemühungen der Liebenden nichts übrig als eine Handvoll Scherben. Ein paar Scherben, in denen sich ein paar Lichter spiegeln. Aber dies, eine Scherbe sein, in der sich ein wenig vom Glanz Gottes spiegelt, das ist am Ende die einzige Ganzheit, die uns erreichbar ist. Und das soll genug sein. Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe. Glaube wird sich wandeln in Schauen, Hoffnung in dankbaren Lobgesang. Einzig die Liebe bleibt, was sie war. Darum, was bleibt in Zeit und Ewigkeit, stiftet der liebende Gott, stiften die Liebenden mit ihm.“

Eine Handvoll Scherben Vielleicht bleibt am Ende auchvon den Bemühungen der Liebendennichts übrigals eine Handvoll Scherben. Ein paar Scherben, in … Mehr