Vom Glauben Wie oft muss man den Glauben verlierenden amtlichenden aufgeblasenenden lebensversicherndenden Glauben „von hier — bis dahin“ —um den … Mehr
Kategorie: Literatur und Gedichte
Reinhold Schneiders Sonett ‚Den Technikern‘: „Phantasien, die ihr seid! In euch entsprang / Die karge Welt, die ihr bestätigt findet! / Fort rollt von Untergang zu Untergang // Das Rad, und keiner greift ihm in die Felgen!“
Den Technikern Ihr faßt die Dinge nüchtern in die Augen,So wie sie sind, nicht größer, nicht geringer.Ihr seid des Lebens … Mehr
Reinhold Schneiders Sonett ‚Wenn Beten Tun ist‘ (1948): „Umfassend Leben schaffender Gebete: / Wann einst du uns, verzehrend und befeuert? / Das Tun des Worts errettet Welt und Zeit.“
Wenn Beten Tun ist Wenn Beten Tun ist und das Tun GebetUnd Sein und Wirken, einer Wahrheit Walten,Von Not durchbebt, … Mehr
Jan Twardowski, Demütig: „Allein der Allmächtige kann so klein sein / Aus Trotz hält man Ihm immer noch vor, / dass Sein Sohn Jude ist“
Demütig Gott, allmächtig, und dabei so demütigÜberall ist er und doch nirgends zu sehenEr hält sich mit beiden Händen ans … Mehr
Franz Kafka über den Uhrmacher-Gott (Tagebücher 1910-1923): „Ich knüpfte damals gern an das in einer christlichen Zeitschrift – ich glaube »Die christliche Welt« – gefundene Thema an, in welchem eine Uhr und die Welt und der Uhrmacher und Gott einander gegenübergestellt waren und die Existenz des Uhrmachers jene Gottes beweisen sollte.“
Über den Uhrmacher-Gott Von Franz Kafka 31. Dezember 1911 Während ich manchmal glaube, daß ich während der ganzen Gymnasialzeit und … Mehr
Georg Kafka, Der Brief (aus Theresienstadt, 1943): „Geliebte, sieh, ich sandte Dir ein Schreiben, / Ein böser Wind verweht das Wort der Liebe, / Wenn meiner Seele Tränenschrift wohl stehen bliebe, / Du kannst sie doch nicht lesen – wozu soll sie bleiben?“
Der Brief Von Georg Kafka Geliebte, sieh, ich sandte Dir ein Schreiben,Ein böser Wind verweht das Wort der Liebe,Wenn meiner … Mehr
Joseph Wittig, Von der Mächtigkeit des Wortes (1938): „Wo Gott spricht, da wird aus Nichts eine Welt und wo ohne Gott gesprochen wird, da wird nichts aus der Welt.“
Von der Mächtigkeit des Wortes Von Joseph Wittig Ein Gelehrter beginnt seine Abhandlung über das Wort mit einer seltsamen Abwehrgeste. … Mehr
Georg Kafka, Totengebet (aus Theresienstadt, 1943): „Sieh, Herr, die Toten kommen zu Dir. / Die wir geliebt, sind allein / und sehr weit. / Nun müssen wir ihre Munde sein / und beten zu Dir, / Du Ewigkeit.“
Totengebet Von Georg Kafka Sieh, Herr, die Toten kommen zu Dir.Die wir geliebt, sind alleinund sehr weit.Nun müssen wir ihre … Mehr
Katharina Staritz, Gedicht „Des großen Lichtes Widerschein“ aus dem KZ Ravensbrück (1943): „So lass auch, Herr, mein Leben sein / – hab ich doch eignes nicht – / ein stiller, froher Widerschein / von deiner ew’gen Liebe Licht.“
Des großen Lichtes Widerschein Die Bahn ein schimmernd Schifflein ziehtim weiten blauen Raum,um Bug und Kiel aufbrausend sprühtder lichten weißen … Mehr