Brief aus dem Gefängnis an Ernst Burdach (1938) Von Hans Joachim Iwand Als nach den Novemberpogromen Hans Joachim Iwand Ende … Mehr
Kategorie: Kirchengeschichte
Martin Luther, An die Ratsherren aller Städten deutschen Landes, dass sie christliche Schulen aufrichten und halten sollen: „Lasst uns das gesagt sein, dass wir das Evangelium nicht recht erhalten werden ohne die Sprachen. Die Sprachen sind die Scheiden, worin dieses Messer des Geistes steckt. Sie sind der Schrein, worin man dieses Kleinod trägt. Sie sind das Gefäß, worin man diesen Trank fasst. Sie sind die Kammer, worin diese Speise liegt. Und wie das Evangelium es zeigt, sie sind die Körbe, in denen man diese Brote und Fische und Brocken aufbewahrt.“
An die Ratsherren aller Städten deutschen Landes, dass sie christliche Schulen aufrichten und halten sollen (1524) Von Martin Luther Gnade … Mehr
Heinrich Fries über John Henry Newman (1801-1890): „Wenn wir, so meint Newman, warten wollten, bis wir für unser Handeln und unsere Entscheidungen einen logisch evidenten Beweis haben, so würden wir nie zum Handeln kommen: ‚Life is for action.‘ Diese Grunderfahrung wendet Newman auch für den Bereich des Glaubens an Gott und seine Selbsterschließung in der Offenbarung an. Der Glaube ist kein Schluß aus evidenten Prämissen, keine Folgerung auf Grund strikter Beweise, sondern ein spezifischer Akt, der sich auf Realität bezieht, er ist reale Zustimmung.“
John Henry Newman (1801-1890) Von Heinrich Fries „John Henry Newman war Ungezählten ein Bringer des geistigen Lebens, ein geistlicher Führer, … Mehr
Kornelis Heiko Miskotte, Besserer Widerstand (Betere Weerstand. Ein illegales Flugblatt vom März 1941): „Die Raffinesse, mit der die Gewissen in Verwirrung gebracht wurden, war so geschickt, dass man ohne besondere Erleuchtung kaum hindurchsehen konnte. Vor allem aber: Auch sie wussten nicht und erkannten nicht, dass es auf den Totalstaat hinauslief, und noch weniger, dass die Weltanschauung dieses Totalstaates ein Nihilismus sein würde, die Verneinung aller christlichen Werte und moralischen Normen.“
Von Kornelis Heiko Miskotte stammt wohl folgende illegale Flugschrift geschrieben im März 1941 während der deutsche Besetzung der Niederlande. Sie … Mehr
Reinhold Schneider, Der Turm des Freiburger Münsters (1944): „Du wirst nicht fallen, mein geliebter Turm. / Doch wenn des Richters Blitze Dich zerschlagen, / Steig‘ in Gebeten kühner aus der Erde!“
Wenige Monate vor dem alliierten Bombenangriff am 27. November 1944, der die Innenstadt von Freiburg fast vollständig zerstörte, schrieb Reinhold … Mehr
Werner Elert, Der Christ und der völkische Wehrwille (1937): „Dass der Christ die Gemeinschaft seines Volkes nicht verleugnen kann, dass sein Glaube ihn nötigt, die Grundbedingung seiner irdischen Existenz aus der Hand Gottes entgegenzunehmen und dass er in Bereitschaft, Dienst und Liebe die praktischen Folgerungen daraus zieht, haben wir erwiesen. Aber die Durchführung des Wehrwillens bedeutet ja nun nicht nur irgendeinen Dienst und irgendeine Bereitschaft, sondern Waffendienst und Kampfbereitschaft. Der Wehrwille eines ganzen Volkes kann ohne diesen persönlichen Dienst und diese persönliche Kampfbereitschaft nicht durchgesetzt werden.“
Wer die Theologie Werner Elerts beurteilen will, muss sich dem stellen, was Elert während des Nationalsozialismus vorzutragen wusste und was … Mehr
Arnold Angenendt über die Messe im Mittelalter: „Wegen des Bitt- und Sühnecharakters, der nun die Messe beherrschte, verstärkte sich die Opferlogik: Denn wer erbittet, muss zuvor geben. Das höchstmögliche Opfer geschah im Hochgebet: Brot und Wein erfuhren hier eine Konsekration und verwandelten sich zu Leib und Blut Jesu Christi, die der Priester Gott dem Vater darbrachte, und diesem Opfer seines Sohnes konnte Gott sich nicht entziehen. Weil es wirklich Leib und Blut des Gottessohnes waren, durfte man auf sichere Erhörung hoffen.“
Messe im Mittelalter Von Arnold Angenendt Das Opfer ist ein Erstakt aller Religion. Menschen opfern Gott/Göttern, weil sie mehr als … Mehr
Hans Graf von Lehndorff über das Lebensende einer jungen Ärztin („Doktora“) Anfang Juli 1945 in Königsberg (Ostpreußisches Tagebuch): „Ist ihre Lebenskraft nicht schon längst zu Ende? Geht sie nicht schon wie im Traum neben uns her? Ist es nicht einzig und allein noch der Gehorsam gegenüber dem Liebesgebot unseres Heilandes, der sie in die Lage versetzt, ihren Mitarbeitern Vorbild zu sein und ihre Patienten zu versorgen, die mit innigem Vertrauen an ihr hängen?“
Über das Lebensende einer jungen Ärztin („Doktora“) Juli 1945 in Königsberg Von Hans Graf von Lehndorff In seinem Ostpreußischen Tagebuch, … Mehr
Robert A. Kolb, Lukas Cranach, Verkündiger des Evangeliums in visueller Form. Eine Reflexion über dessen Holzschnitt bzw. Gemälde „Gesetz und Evangelium“: „Das Thema ist vor einem mittelalterlichen deutschen Hintergrund (im Gemälde) mit einer Burg, die über einer Stadt mit Kirchtürmen thront, inmitten typischer zeitgenössischer Gebäude angesiedelt. Cranach betonte damit, dass die Botschaft, die von den historischen Ereignissen der Vergangenheit ausgeht, seine eigenen Zeitgenossen mit Gottes Aufruf zur Umkehr und seinem Geschenk der Befreiung von Sünde, Tod und Teufel anspricht.“
Lukas Cranach, Verkündiger des Evangeliums in visueller Form. Eine Reflexion über dessen Holzschnitt bzw. Gemälde „Gesetz und Evangelium“ Von Robert … Mehr