Abschrift eines Auszuges aus einer Predigt, dass die Bürger wegen der Pest nicht fliehen sollen (1539) Von Martin Luther Zuerst … Mehr
Kategorie: Kirchengeschichte
Die Allgäuer Artikel vom 24. Februar 1525: „Dies sind die Artikel: Der erste besagt, dass man keinem Pfarrer den Schlüssel zur Kirche überlassen soll. Man soll mit ihm reden, dass er das Heilige Evangelium predigt, die Lehren des Alten und Neuen Testaments und was dazu gehört, und nicht menschliche Träume und Erfindungen. Und wer das nicht tun will und sich nicht belehren lässt, den soll man hinausweisen und entlassen.“
Die Allgäuer Artikel vom 24. Februar 1525 (in heutigem Deutsch) Die Fürstabtei Kempten im Allgäu war bereits gegen Ende des … Mehr
Paul Schempps Beileidsbrief zum Tode eines Soldaten, den dieser in Iptingen konfirmiert hatte (1946): „Sie könnten uns anklagen: »Warum habt ihr uns in diesen Wahnsinn rennen lassen? Was habt ihr getan, um es zu verhindern, dass wir in den Tod marschieren mußten?« Und ich kann mich nicht entschuldigen. In der Kirche hab’ ich wohl ein wenig für Freiheit gekämpft gegen die Vergewaltigung der Gewissen, aber was hat uns nun dieses sture Sichbefehlenlassen gekostet bis zur Zerstörung der eigenen Heimat! Angst hat man uns gemacht, und wir haben uns einschüchtern lassen und wollten doch freie Christenmenschen sein!“
Beileidsbrief zum Tode eines Soldaten, den Schempp einst in Iptingen konfirmiert hatte. Kirchheim, den 30. Januar 1946 Liebe Familie G.! … Mehr
Urbanus Rhegius, Gutachten zu den Artikeln der Memminger Bauern erstellt für den Rat der Stadt Memmingen (März 1525): „Wenn jedoch Missbrauch im Zehnten vorliegt, können sie sich darüber beklagen, und eine weltliche Obrigkeit ist bei Vermeidung göttlicher Ungnade verpflichtet, sorgfältig zu prüfen und mit einer Ordnung zu verbessern, was keinen Nutzen bringt, damit es nicht durch Unordnung noch schlimmer wird. Denn in Römer 13 zeigt der Apostel, wie die weltliche Gewalt ein Diener Gottes ist, um solche Untersuchungen durchzuführen. Daher sollte sich niemand anmaßen, ohne ordentliche Gewalt den Zehnten und Zins abzuschaffen. Denn wenn man das Recht nicht ordnungsgemäß ausübt, wird daraus Unrecht. Deshalb hat Gott die weltliche Gewalt eingesetzt, um aller Unordnung im Zeitlichen zu begegnen.“
Memmingen (März 1525) Von Urbanus Rhegius Im Namen unseres Herrn Jesu Christi. Amen. Geehrte, weise, wohlgesinnte, liebe Herren, Ich habe … Mehr
Letzte Briefe Friedrich Weißlers an seine Frau Johanna vor seiner Einlieferung ins KZ Sachsenhausen (Februar 1937): „Arme Frau, arme Mutter, arme Kinder! Gott wird Euch trösten, ich kann es nicht. Lest Psalm 27. Ich habe wunderbare Ruhe u. Kraft geschenkt erhalten. Denn ich weiß, dass der Herr auch dort täglich mir helfen wird, wie Er es bisher hier so wunderbar getan hat. Auch ist es mir eine Erlösung, aus der Öde u. Ungewissheit hier befreit zu werden. Dort werde ich doch wenigstens eine tägl. Arbeit haben. Und der Schatz der Lieder u. Gottesworte bleibt mir innerlich. […] Gott schütze Euch u. mich auch weiterhin so gnädig.“
Letzte Briefe an seine Frau Johanna Friedrich Weißler, jüdischstämmiger Jurist (1891-1937), wurde 1936 Leiter der Kanzlei der Bekennenden Kirche in … Mehr
Siegfried Hermle über Georg Maus (1888-1945): „Im Frühjahr 1944 behandelte Maus im Religionsunterricht der Unterstufe eine Missionsgeschichte und wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass durch die Anerkennung des Gebotes der Feindesliebe Jesu Blutrache und Stammesfehden zwischen primitiven Völkern eingeschränkt wurden. In einer sich anschließenden Diskussion fragte eine Schülerin, ob das Gebot der Feindesliebe auch im Blick auf die Engländer gelte, die deutsche Städte bombardierten, wo doch Joseph Goebbels gesagt habe, man müsse sie hassen. Ohne Zögern verwies Maus darauf, dass Jesus Christus dies geboten habe: »Auch Dr. Goebbels kann Jesu Gebot nicht aufheben!«“
Georg Maus * 5. Juni 1888 in Bottendorf16. Februar 1945 in Hochstadt/Mai Von Siegfried Hermle Georg Maus wurde als ältestes … Mehr
Zum 80. Todestag von Georg Maus: „Am 2. 5. 1944 äußerte der Beschuldigte während des Religionsunterrichtes, er müsse nach Koblenz, weil er in einer Religionsstunde ausgeführt habe, man müsse die Engländer lieben. Hierbei bemerkte er nach den Bekundungen der Zeuginnen Scherpner und Antes ausdrücklich, die Kinder müssten die Engländer lieben. Selbst als ihm aus der Klasse vorgehalten wurde, dass die englischen Flieger unsere Städte zerstörten und dabei Frauen und Kinder ermordeten, erklärte der Beschuldigte, wie die Zeuginnen übereinstimmend aussagen, man müsse trotzdem die Engländer lieben, es sei unsere Pflicht, die Engländer zu lieben, denn hassen dürfe man sie nicht.“
Ermittlungssache gegen Georg Maus (1888-1945) Als Georg Maus als Religionslehrer in Idar-Oberstein die Feindesliebe nach Matthäus 5,44 im Hinblick auf … Mehr
Martin Luther über die Rechtfertigungslehre in seiner Vorrede zur Promotionsdisputation von Palladius und Tilemann (1537): „Der Artikel der Rechtfertigung ist der Lehrer und Fürst, der Herr, Lenker und Richter über alle Arten von Lehren. Er bewahrt und regiert die gesamte kirchliche Lehre und richtet unser Gewissen vor Gott auf. Ohne diesen Artikel ist die Welt nichts als Tod und Finsternis.“
Vorrede zur Promotionsdisputation von Palladius und Tilemann (1537) Von Martin Luther Der Artikel der Rechtfertigung ist der Lehrer und Fürst, … Mehr
Rudolf Bultmann gegen Denunziantentum und Diffamierung der Juden (1933): „Ich muss als Christ das Unrecht beklagen, das gerade auch den deutschen Juden durch solche Diffamierung angetan wird. Ich weiß wohl, wie kompliziert das Judenproblem gerade in Deutschland ist. Aber »Wir wollen die Lüge ausmerzen« – so muss ich denn ehrlich sagen, dass gerade die Diffamierung der Juden, die jene Kundgebung enthält, aus der dieses schöne Gelöbnis stammt, nicht vom Geiste der Liebe getragen ist.“
Gegen Denunziantentum und Diffamierung der Juden Von Rudolf Bultmann … M. D. u. H.! Wir wollten uns angesichts der großen … Mehr