Confessio Barmensis Von Werner Elert | 602 | Die sog. „Bekenntnissynode der Deutschen Evangelischen Kirche“ versendet ein Blatt „An die … Mehr
Kategorie: Kirchengeschichte
Theophil Wurm, Brief an die durch Fliegerangriffe schwer betroffenen Gemeinden in Rheinland und Westfalen (1943): „Wir sind durch die Heilige Schrift Alten und Neuen Testamentes gelehrt, dass alles von Gott kommt und dass kein Haar von unserm Haupte fällt ohne den Willen unseres himmlischen Vaters. Auch wenn Menschen uns Leid zufügen und Tod und Verderben über uns bringen, tun sie es nicht, ohne dass der heilige Gott sie gewähren lässt. Für den, der den Vater Jesu Christi nicht kennt aus der Heiligen Schrift und aus den Führungen seines Lebens, ist dies ein schrecklicher Satz; er wird ihm zur Ursache heftigster Anklagen gegen Gottes Weltregiment. Ein solcher mag fragen: War es nicht eine verdorbene Einbildungskraft, die ein solches Ungeheuer erfand und Gott hieß?“
Brief an die durch Fliegerangriffe schwer betroffenen Gemeinden in Rheinland und Westfalen Von Theophil Wurm Stuttgart, 20. Juni 1943 Liebe … Mehr
Martin Niemöller, Predigt zu Jesaja 62,6-12 (1935): „Wir haben nicht zu fragen, wieviel wir uns zutrauen; sondern wir werden gefragt, ob wir Gottes Wort zutrauen, dass es Gottes Wort ist und tut, was es sagt! Wir mögen wohl kleinmütig und verzagt dastehen, wenn wir die starken Worte hören, mit denen heute dem ‚Wüstendämon Jahve‘ der Kampf angesagt wird; und es mag uns bange werden, wenn wir sehen, wie die Wege, auf denen unser Volk früher zu dem lebendigen Gott geführt wurde, einer nach dem andern, mit meterhohem Geröll verschüttet wird.“
Predigt zu Jesaja 62,6-12 (1935) Von Martin Niemöller Gnade, Barmherzigkeit und Friede sei mit euch von Gott dem Vater und … Mehr
Aufruf des Geistlichen Vertrauensrats der DEK an die obersten Behörden der deutschen evangelischen Landeskirchen zur Glocken-Opferfeier (1940): „Aber der wahre Wert eines Opfers besteht in der Freudigkeit, mit der es gebracht wird. Und darin wollen und werden unsere Gemeinden sich von niemand übertreffen lassen. Die Glocken haben schon in so manchem Krieg ihr Leben dahingeben müssen, um nach dem Kriege wieder schön und strahlend aufzuerstehen. Was von dem toten Metall gilt, gilt in viel tieferem Sinne von uns Menschen. Nur wer bereit ist, sein Leben einzusetzen, vermag das Leben zu gewinnen, und nur das Volk, dessen Söhne auch vor dem Opfer des Lebens nicht zurückschrecken, wird von Gott großer Aufgaben gewürdigt. In solchem Geiste wollen wir Führer und Vaterland die Glocken schenken und in dieses Opfer unsere heißen Wünsche und Gebete flechten.“
Aufruf des Geistlichen Vertrauensrats der DEK an die obersten Behörden der deutschen evangelischen Landeskirchen Charlottenburg, 26. April 1940 Der Beauftragte … Mehr
Ute Schmidt, Religiöse Motive für die Einwanderung württembergischer Kolonisten nach Bessarabien zu Beginn des 19. Jahrhunderts: „Eine Auswanderung der »Zioniten« nach Palästina auf direktem Weg war freilich unter den dort herrschenden Verhältnissen nicht möglich. Daher galten die chiliastischen Hoffnungen einem anderen Ziel, nämlich einem Zufluchtsort außerhalb Palästinas, an dem sich die Gläubigen auf das Kommen des Herrn vorbereiten sollten. Aller Augen richteten sich nun nach Osten: Im Kaukasus, in der Nähe des Berges Ararat, dem Bergungsort der Arche Noah, sollten die Gläubigen der letzten Tage die verheißene Zuflucht finden und an diesem einsamen Ort als Gemeinde des Herrn aus den Drangsalen des Antichrist errettet werden.“
Religiöse Motive für die Einwanderung württembergischer Kolonisten nach Bessarabien zu Beginn des 19. Jahrhunderts Von Ute Schmidt »Chiliasten« und »Separatisten« … Mehr
Wendel Hiplers Beratungsplan für den Bauerntag in Heilbronn (Mai 1525): „Zum Schluss soll Einigkeit darüber erzielt werden, wann und wo die Reformation stattfindet. Wer zur Reformation berufen und bestimmt werden soll – Gelehrte, Bürger oder Bauern – und wie viele. Ebenso soll den Fürsten, Herren und Edelleuten zugestanden werden, eine Anzahl von Räten zu bestellen, die die Gegenposition vertreten. Wer sind die Personen, die im Namen des gemeinen Mannes alle nötigen Beschwerden vorbringen sollen, damit auf beiden Seiten die beauftragten Männer die Reformation nach gerechtem Maßstab ordnen können – zur guten Ordnung und mit dem Ziel, alle Beschwerden zu beseitigen. Und wie, von wem und in welcher Weise die Kosten für die bestellten Männer sowie für die, die den Vortrag halten sollen, getragen werden.“
Wendel Hiplers Beratungsplan für den Bauerntag in Heilbronn (Mai 1525) Im Mai 1525 wurden Anführer und Gesandte der verschiedenen Aufständischentruppen … Mehr
Philipp Melanchthon, Von Leiden und vom Kreuz sowie von wahren Tröstungen (Loci praecipui theologici): „Da nun die Leiden der Kirche viele zu Zweifeln bringen – ob Gott sich um irgendeinen Teil der Menschheit kümmert, ob es überhaupt eine Kirche Gottes gibt, ob die, die die prophetische und apostolische Lehre annehmen, wirklich Gottes Volk sind, ob Gott diese Gemeinde in ihrer Not erhört –, da also solche traurigen Anblicke viele vom Glauben abbringen und zu epikureischen Irrtümern führen, muss die Kirche gegen solche Anfechtungen gewappnet sein. Sie muss gelehrt werden, warum sie so großem Leid unterworfen ist und dass sie dennoch gehört, gestärkt, erhalten und schließlich erlöst wird. Das ist die besondere Weisheit der Kirche. Deshalb müssen zuerst die Beweggründe und Endursachen erkannt, gelernt und oft durchdacht werden.“
Von Leiden und vom Kreuz sowie von wahren Tröstungen (De calamitatibus et de cruce et de veris consolationibus – Loci … Mehr
Georg Merz, Tausendjähriges Reich: „Sie erhoffen das Reich Christi als ein Ereignis der Geschichte, unterscheiden darum das Tausendjährige Reich als eine Epoche dieser Geschichte von der Wiederkunft Christi in seiner Herrlichkeit als dem Ende aller Geschichte. In der Aussage von Offenbarung 20 und in den auf dieses Kapitel sich beziehenden Aussagen der Schriften Alten und Neuen Testaments sehen sie ein unüberhörbares Zeugnis für die Realität der dieser Erde zugesagten Hoffnung.“
Tausendjähriges Reich Von Georg Merz In der Offenbarung des Johannes wird im 20. Kapitel berichtet, daß der Satan „tausend Jahre“ … Mehr
Bericht über die Anfänge der Wiedertaufen in Zürich (30. Januar-7. Februar 1525): „Darauf habe ihn Blaurock gefragt, ob er die Gnade Gottes begehre, was er bejahte. Da sei Felix Manz aufgestanden und habe gesagt: »Wer will mir wehren, dass ich ihn nicht taufe?« Blaurock habe geantwortet: »Niemand!« Er habe also ein Gefäß mit Wasser genommen und ihn getauft im Namen Gottes des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Daraufhin sei Jakob Hottinger aufgestanden und habe ebenfalls um die Taufe gebeten. Diesen habe dann Felix Manz getauft. Danach seien alle anderen gegangen, nur Manz und Blaurock seien über Nacht bei ihm geblieben.“
Bericht über die Anfänge der Wiedertaufen in Zürich (30. Januar-7. Februar 1525) Der folgende Bericht beschreibt einige der ersten Erwachsenentaufen … Mehr