Martin Luther über das rechte Beten im Großen Katechismus: „Wenn aber ein Gebet recht sein soll, muss es ernst gemeint sein, sodass man seine Not empfindet – und zwar eine solche Not, die drückt und zum Rufen und Schreien treibt. Dann geht das Gebet von selbst so, wie es gehen soll, sodass man keiner Belehrung darüber bedarf, wie man sich darauf vorbereiten oder Andacht schöpfen soll. Die Not aber, die uns selbst wie auch jeden anderen angehen soll, findest du reichlich genug im Vaterunser; deshalb soll es auch dazu dienen, dass wir uns ihrer daraus erinnern, sie betrachten und zu Herzen nehmen, damit wir nicht lässig werden im Beten. Denn wir haben alle genug an dem, was uns mangelt; der Fehler liegt aber darin, dass wir es nicht fühlen und sehen. Darum will Gott auch, dass du diese deine Not und Anliegen klagst und vorbringst – nicht als ob er es nicht wüsste, sondern damit du dein Herz entzündest, stärker und mehr zu begehren, und den Mantel weit ausbreitest und auftust, um viel zu empfangen.“

Über das rechte Beten Von Martin Luther Eine ernsthafte Ermahnung und zugleich wunderbare Einladung zum Gebet findet sich in Martin … Mehr

Fußwaschung im Gottesdienst an Gründonnerstag: „Ich nehme für jedes zu waschende Gemeindeglied eine eigene Wasserschüssel und lege mir ein separates Handtuch auf die Schulter. Ich knie vor jedem Teilnehmer, nehme nacheinander beide Füße in die linke Hand und halte sie jeweils über die Schüssel. Ich beträufle Fuß und Knöchel mit warmem Wasser und streiche das Wasser mit der rechten Hand über dem jeweiligen Fuß ab. Anschließend trockne ich den Fuß mit dem Handtuch und wische schließlich die Wasserpfütze vor dem jeweiligen Stuhl auf. So gehe ich der Reihe nach vor.“

Fußwaschung im Gottesdienst an Gründonnerstag Eine der stärksten liturgischen Handlungen, die ich am Lutheran Theological Seminary in Hongkong erleben durfte, … Mehr