Chassidische Geschichte über den Baal-schem und die Wirklichkeit der Nacherzählung von Samuel Joseph Agnon: „Auch er ging in den Wald und sagte: ‚Wir können kein Feuer mehr anzünden, und wir kennen auch die geheimen Meditationen nicht mehr, die das Gebet beleben, aber wir kennen den Ort im Walde, wo das al­les hingehört, und das muss genügen.‘ — Und es genügte. Als aber eine Generation später Rabbi Israel von Rischin jene Tat zu voll­bringen hatte, da setzte er sich in seinem Schloss auf seinen golde­nen Stuhl und sagte: ‚Wir können kein Feuer machen, wir können keine Gebete sprechen, wir kennen auch den Ort nicht mehr, aber wir können die Geschichte davon erzählen.‘ Und — so fügt der Er­zähler hinzu — seine Erzählung allein hatte dieselbe Wirkung wie die Taten der drei anderen.“

Der Baal-schem und die Wirklichkeit der Nacherzählungen In seinem Werk „Die jüdische Mystik in ihren Hauptströmungen“ (Frankfurt/Main: Suhrkamp, 5. A., … Mehr