Das Wort Gottes und die Musik bei Luther. Re-Lektüre von Luthers Rhau-Vorrede von 1538 Von Dietrich Korsch „Das Thema ist … Mehr
Kategorie: Ethik des Evangeliums
Wolf-Dieter Hauschild im Kirchlichen Jahrbuch 1976/77 zum Brief Tübinger Theologiestudenten an Günter Sonnenberg: „Dieser Brief signalisiert die Verwirrung der Geister, die in der ganzen Terrorismusdiskussion seit 1972 zutage trat, in exemplarischer Weise, weil er die prinzipielle Kritik an den gesellschaftlichen Strukturen, über deren Berechtigung im einzelnen gestritten werden muß, mit einer Unsicherheit in der Frage, welche politischen Kampfmittel gegen eine vermeintlich übermächtige Repression noch legitim sind, vermischt.“
Wolf-Dieter Hauschild im Kirchlichen Jahrbuch 1976/77 zum Brief Tübinger Theologiestudenten an Günter Sonnenberg: Nach dem Mord an Generalbundesanwalt Buback war … Mehr
Über das Auftreten des Baltringer Haufens in Oberschwaben 1525 (Heggbacher Chronik): „Da fingen sie an und sagten, sie brauche sich ihrer nicht zu schämen, sondern sie hätten ihren Herrn, insbesondere Ulrich Schmid. Der wurde so in dem gemeinen Haufen geehrt, dass man ihn auf Stangen erhöhte, damit er das Volk lehre, und der Heilige Geist redete scheinbar aus ihm. Da fing er an und bat, dass man ihm ein wenig zuhöre, was er lehre. Da fing er an, von Adam zu sagen und von Mose, wie wir selbst arbeiten sollten, und so sollte es jedermann tun, und auch wie sich Mose vor dem Pharao abgemüht hätte und wie man einer Obrigkeit nichts geben sollte. Man hörte ihm mit Fleiß zu. Und wir lachten drinnen genug darüber.“
Über das Auftreten des Baltringer Haufens in Oberschwaben 1525 In Oberschwaben bildet sich Ende 1524 der Baltringer Haufen. Von seinem … Mehr
Ernst Bizer zum „Fall Dehn“ (1931/32): „Die Studentenschaft, die zunächst von dem ‚Gedicht‘ abgerückt war, protestierte dennoch heftig gegen die am 11. Februar ausgesprochene Relegation des Schriftleiters: ‚Nicht unser Kommiliton ist der größte Schädling der Universität, wie seine Magnifizenz behauptet hat, sondern jener Professor‘, ‚der die gesamte deutsche Jugend … aufs schwerste beleidigt und der die ethischen und sittlichen Bindungen eines Volksangehörigen an die Gesamtheit in Frage stellt‘ und dennoch den Schutz der Universität genießt! Auch die CSV veröffentlichte nun die Erklärung: ‚Wir sind nicht berufen oder befugt, über irgend einen Menschen zu richten. Wir können es uns aber nicht länger verhehlen, dass wir in einem Mann, der dem heißen Wollen und Ringen unserer Generation immer wieder mit eiskaltem Wenn und Aber und eben jetzt mit einer offenen Kampfansage entgegengetreten ist, … nicht den Führer und Lehrer gefunden haben, dem wir in dieser Schicksalsstunde unseres Volkes mit ungebrochenem Vertrauen zu folgen vermöchten.’“
Der „Fall Dehn“ Von Ernst Bizer Der Fall Dehn ist ein Vorspiel zu dem Kampf der Bekennenden Kirche im „Dritten … Mehr
Albrecht Grözinger, Karl Barth als Seelsorger: „Seelsorge ist bescheiden, und die Seelsorgerin/der Seelsorger sind keine ‚Gurus‘. Nun stellt sich natürlich die Frage, ob Barth selbst, diesen Anforderungen als Seelsorger gerecht wurde. Diese Frage muss in aller Vorsicht gestellt werden. Am besten könnten dies die beantworten, die Barth selbst in der einen oder anderen Situation als Seelsorger erlebt haben. Wir wissen, dass Barth sehr schroff sein konnte und damit auch nicht wenige Menschen verletzt hat, unabhängig davon, ob es für diese Schroffheit nicht auch Gründe geben mag.“
Karl Barth als Seelsorger Von Albrecht Grözinger Es ist alles andere als selbstverständlich von Karl Barth als Seelsorger zu sprechen. … Mehr
Karl Barth, Warum führt man den Kampf nicht auf der ganzen Linie? Der Fall Dehn und die ‚dialektische‘ Theologie (1932): „Dürfte es nicht möglich sein, dass man auch zur Fortführung des Falles Dehn nun allseitig an die theologische Arbeit ginge und daß dabei aus der Fortführung eine Erledigung werden könnte? Dürfte nicht sogar der in dieser Sache offenbar besonders grimmige Kollege Hirsch in Göttingen mit mir einig darin werden, dass es an der Zeit wäre, diesen Streit aus dem Bereich der Straße auf ein unser aller und vor allem der evangelischen Theologie würdiges Niveau zu erheben? Ich fürchte, daß er und ich uns weder theologisch noch politisch je verständigen werden. Ich hoffe aber, dass sein und mein primäres Interesse der Theologie und nicht der Politik gehört.“
Warum führt man den Kampf nicht auf der ganzen Linie? Der Fall Dehn und die ‚dialektische‘ Theologie Von Karl Barth … Mehr
Johannes Rehm über den bayerischen Sozialpfarrer Werner Schanz (1931-2020) in der ZBKG: „Werner Schanz trat über seine aktive Dienstzeit hinaus für die bleibende soziale Verantwortung der evangelischen Kirche gegenüber der Arbeiterschaft auf dem Hintergrund der wechselseitigen Entfremdungserfahrung des 19. Jahrhunderts ein. Ermutigend ist am Lebenszeugnis von Werner Schanz die lebenslange Freude am biblischen Wort sowie das fast kindlich anmutende unbedingte Vertrauen auf das Evangelium als dem rechten Wort für die Zeit.“
Werner Schanz (1931-2020) – Sozialpfarrer und Kirchenreformer von Johannes Rehm Wer sich mit kirchlicher Zeitgeschichte der zweiten Hälfte des 20. … Mehr
Richard Karwehl, Politisches Messiastum. Zur Auseinandersetzung zwischen Kirche und Nationalsozialismus (1931): „Die Prophetie der Kirche ist so völlig erloschen, dass selbst protestantische Pfarrer die säkularisierte Eschatologie der völkischen Bewegung mit der legitimen Eschatologie kirchlicher Verkündigung verwechseln und mit Begeisterung in die Front des Nationalsozialismus einschwenken. Die Kirche hat kein das Einzelne und das Ganze packendes Wort zur Lage mehr. Sie hat ihren Rang verloren, sie hat die geistige Führung abgetreten an das politische Messiastum. Dort ist jetzt Kraft, Leidenschaft und Gläubigkeit. Dort sind Märtyrer, wenn auch Märtyrer des Säkulums. Der Nationalsozialismus ist hemmungslos eschatologisch, darin nur den Sektierern, Adventisten und „Ernsten Bibelforschern“ vergleichbar. Die Kirche dagegen pflegt ein individualistisches Seligkeitschristentum in Verbindung mit kleinbürgerlicher Ideologie und kirchlicher Selbstzufriedenheit.“
Politisches Messiastum. Zur Auseinandersetzung zwischen Kirche und Nationalsozialismus[1] Von Richard Karwehl Der Vortrag Richard Karwehls (1885-1979), Pfarrer an der Pauluskirche … Mehr
Karl Barth über die Armut: „Der Reichtum ist nicht die Chiffre des Himmelreichs, nicht der Spiegel des ewigen Heils. Die Armut ist es. Denn Christus, in welchem das ewige Heil zu denen gekommen ist, die jetzt Reiche oder Arme sind, ist der arme Christus für uns arme, uns wahrhaft unvermögende und entbehrende Menschen: gerade so der Sieger, der alle Armen reich macht, aber nur so! In tiefer Herablassung ist Gott in der Höhe des Menschen Gott geworden. Der Mensch wird dieser seiner Herablassung schon folgen, er wird sich als Armer bekennen müssen, um in ihm reich zu werden.“
Armut Von Karl Barth Armut ist im bekanntesten Sinn dieses Wortes ein soziologischer Begriff. Er beschreibt den Zustand des Menschen, … Mehr