„Der Tod und die Hölle gaben die Toten heraus, die darin waren …“ – wie die Luther-Bibel 2017 alle Verstorbenen in die Hölle schickt: „Allgemein wird im Neuen Testament die Unterwelt (hádēs) entsprechend der hebräischen šeōl als strafneutrales, wenn auch gottfernes Totenreich vorgestellt. Wenn gegenwärtig – egal ob in der Kirche oder in der Gesellschaft – von „Hölle“ die Rede ist, sind damit untrennbar Vorstellungen von Strafe bzw. von leiblichen Qualen verbunden. Von daher ist nicht nachvollziehbar, dass nun die Luther-Bibel 2017 entgegen dem ökumenischen Konsens die begriffliche Differenzierung zwischen Totenreich (bzw. Unterwelt) und Hölle im Neuen Testament zurücknimmt. Folgt man dieser Übersetzung, müsste man verstorbenen Menschen an Stelle einer Totenruhe (bis zum Jüngsten Gericht) generell postmortale Höllenqualen in Aussicht stellen.“

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Im Machtraum göttlicher Liebe. Noch einmal das Gleichnis vom verlorenen bzw. wiedergefundenen Sohn (Lukas 15,11-32): „Und genau da zeigt sich für den älteren Sohn, dass auch für ihn die väterliche Liebe bislang unwirklich gewesen ist: ‚Siehe, so viele Jahre knechte (douleúō) ich dir und habe dein Gebot nie übertreten, und du hast mir nie einen Bock gegeben, dass ich mit meinen Freunden fröhlich wäre.‘ Wer durch eigene Knechtschaft sich beim Vater in eine wohlgefällige Stellung bringen will, vermag nicht als Sohn zu leben. Er versäumt, was ihm der Vater ‚alles aus lauter väterlicher, göttlicher Güte und Barmherzigkeit, ohn’ all mein Verdienst und Würdigkeit‘ (Luther) schon längst gewährt hat.“

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Zur Ethik und Durchführung eines Abistreichs: „Der Abistreich ist eine Aktion vormaliger Schülerinnen und Schüler (Abiturienten), die nicht länger der schulischen Disziplinargewalt unterstehen. Der Streich suspendiert symbolisch die schulische Disziplin bzw. Hierarchie zur Freude der verbleibenden Schüler­innen und Schülern, indem Schulleitung wie auch dem Lehrerkollegium ’subversive‘ Dinge und Handlungen zugemutet werden. Ein Abistreich hat nicht nett und harmlos zu sein. Er darf Zumutungen und Herausforde­rungen enthalten, die uns alle daran erinnern sollen, dass Menschen, die sich an einer Schule in definierten Rollenverhältnissen begegnen, letztendlich in ihrer je eigenen Würde einander ebenbürtig sind und keiner von uns das letzte Wort über einen anderen Menschen hat.“

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