Karl Barth (1886-1968) Von Eberhard Jüngel 1 „Es sind jetzt mehr als 40 Jahre her, daß ich bei Franz Overbeck … Mehr
Autor: Jochen Teuffel
Paul Schempps Beileidsbrief zum Tode eines Soldaten, den dieser in Iptingen konfirmiert hatte (1946): „Sie könnten uns anklagen: »Warum habt ihr uns in diesen Wahnsinn rennen lassen? Was habt ihr getan, um es zu verhindern, dass wir in den Tod marschieren mußten?« Und ich kann mich nicht entschuldigen. In der Kirche hab’ ich wohl ein wenig für Freiheit gekämpft gegen die Vergewaltigung der Gewissen, aber was hat uns nun dieses sture Sichbefehlenlassen gekostet bis zur Zerstörung der eigenen Heimat! Angst hat man uns gemacht, und wir haben uns einschüchtern lassen und wollten doch freie Christenmenschen sein!“
Beileidsbrief zum Tode eines Soldaten, den Schempp einst in Iptingen konfirmiert hatte. Kirchheim, den 30. Januar 1946 Liebe Familie G.! … Mehr
Über die verschiedenen Formen des Atheismus: „Der theoretische Atheismus ist die bewusste und begründete Ablehnung Gottes. Die Existenz Gottes ist für ihn eine realitätsfremde Illusion. So will er an die Stelle des Gottesglaubens eine vermeintlich aufgeklärte Lebenshaltung setzen: Ein vernunftgemäßes und eigenverantwortliches Leben allein ermögliche die wahre Humanität des Menschen und führe zur Verwirklichung einer besseren Welt.“
Über die verschiedenen Formen des Atheismus In der Spätantike hatten die Kirchenväter dem Vorwurf zu begegnen, dass das Christentum atheistisch … Mehr
Martin Luther, Eine treue Vermahnung an alle Christen, sich vor Aufruhr und Empörung zu hüten (1522): „Beachte ein Gleichnis: Wenn dein Bruder mit einem Strick um den Hals gefährlich von seinem Feind gebunden wäre, und du Narr würdest zornig auf den Strick und den Feind, liefen hin und rissen den Strick mit großem Ernst zu dir oder stachen mit einem Messer danach, so würdest du wohl deinen Bruder erwürgen oder erstechen und mehr Schaden anrichten als der Strick und der Feind. Wenn du ihm aber helfen willst, musst du folgendermaßen vorgehen: Den Feind kannst du hart genug bestrafen oder schlagen, aber mit dem Strick musst du sanft und vorsichtig umgehen, bis du ihn von seinem Hals entfernt hast, damit du deinen Bruder nicht erwürgst.“
Eine treue Vermahnung an alle Christen, sich vor Aufruhr und Empörung zu hüten (1522) Von Martin Luther Jesus. Allen Christen, … Mehr
Hans-Georg Gadamer (1996): „Unter Hermeneutik verstehe ich die Fähigkeit, einem anderen zuzuhören in der Meinung, er könne Recht haben.“
Altersweise Worte von Hans-Georg Gadamer (1900-2002) im Rundfunkinterview „Die Welt als Spiegelkabinett. Zum 350. Geburtstag von Leibniz am 1. Juli … Mehr
Walter Klaiber über heilig, Heiligkeit und Heiligung: „Es geht bei der Heiligung nicht nur um die innere Gesinnung, sondern um die praktische Tat, die Gottes Liebe in dieser Welt vergegenwärtigt. Rechtfertigung und Heiligung verhalten sich dabei keineswegs zueinander wie Indikativ und Imperativ. Beide Begriffe nennen zunächst Gottes Heilshandeln an den Menschen, mit dem er sie in seine Gemeinschaft aufnimmt; dies wird einmal beschrieben mit Begriffen der Rechts- und Sozialordnung, das andere Mal mit einem Begriff aus dem Bereich des Kultischen.“
heilig, Heiligkeit, Heiligung – hermeneutische Überlegungen Von Walter Klaiber Die meisten biblischen Begriffe, die unsere Beziehung zu Gott beschreiben, stammen … Mehr
Urbanus Rhegius, Gutachten zu den Artikeln der Memminger Bauern erstellt für den Rat der Stadt Memmingen (März 1525): „Wenn jedoch Missbrauch im Zehnten vorliegt, können sie sich darüber beklagen, und eine weltliche Obrigkeit ist bei Vermeidung göttlicher Ungnade verpflichtet, sorgfältig zu prüfen und mit einer Ordnung zu verbessern, was keinen Nutzen bringt, damit es nicht durch Unordnung noch schlimmer wird. Denn in Römer 13 zeigt der Apostel, wie die weltliche Gewalt ein Diener Gottes ist, um solche Untersuchungen durchzuführen. Daher sollte sich niemand anmaßen, ohne ordentliche Gewalt den Zehnten und Zins abzuschaffen. Denn wenn man das Recht nicht ordnungsgemäß ausübt, wird daraus Unrecht. Deshalb hat Gott die weltliche Gewalt eingesetzt, um aller Unordnung im Zeitlichen zu begegnen.“
Memmingen (März 1525) Von Urbanus Rhegius Im Namen unseres Herrn Jesu Christi. Amen. Geehrte, weise, wohlgesinnte, liebe Herren, Ich habe … Mehr
Letzte Briefe Friedrich Weißlers an seine Frau Johanna vor seiner Einlieferung ins KZ Sachsenhausen (Februar 1937): „Arme Frau, arme Mutter, arme Kinder! Gott wird Euch trösten, ich kann es nicht. Lest Psalm 27. Ich habe wunderbare Ruhe u. Kraft geschenkt erhalten. Denn ich weiß, dass der Herr auch dort täglich mir helfen wird, wie Er es bisher hier so wunderbar getan hat. Auch ist es mir eine Erlösung, aus der Öde u. Ungewissheit hier befreit zu werden. Dort werde ich doch wenigstens eine tägl. Arbeit haben. Und der Schatz der Lieder u. Gottesworte bleibt mir innerlich. […] Gott schütze Euch u. mich auch weiterhin so gnädig.“
Letzte Briefe an seine Frau Johanna Friedrich Weißler, jüdischstämmiger Jurist (1891-1937), wurde 1936 Leiter der Kanzlei der Bekennenden Kirche in … Mehr
Gebet zur Nächstenliebe und Freigebigkeit: „Öffne unsere Hände, dass wir miteinander teilen, was uns anvertraut ist.“
Du unser Gott,Himmel und Erde sind das Werk Deiner Hände.Was wir täglich zum Leben brauchen,siehst Du für uns vor.Öffne unsere … Mehr