Das Judentum als Religion und als Volk Von Kristlieb Adloff I. Jüdische Emanzipation Am 23. Dezember 1789 sprach der eifrige … Mehr
Autor: Jochen Teuffel
Hans Joachim Iwand, Brief an Rudolf Hermann vom 20. Juni 1937: „In Wahrheit ist doch der Kampf, in den wir geworfen sind, ein Glaubenskampf, nur in zweiter Linie ein Kirchenkampf. Es geht darum, ob der Gott, den wir bezeugen, ein Nationalgott ist, oder der Gott, der Himmel und Erde geschaffen hat und vor dem wir alle eine Menschheit sind, eingeschlossen in die beiden Pole: Adam und Christus. Jedes Kirchenregiment, das dieser Klärung dient und aus dieser Entscheidung heraus die Gemeinden sammelt, baut auf, jedes Kirchenregiment, das um diese Entscheidung herumkommen möchte, verführt.“
Brief an Rudolf Hermann vom 20. Juni 1937 Von Hans Joachim Iwand Jordan (Neumark), d. 20. VI. 37. Sehr verehrter, … Mehr
Tagesgebet zum 6. Sonntag nach Trinitatis, 27. Juli 2025
Allmächtiger Gott,von Anbeginn der Schöpfunghast du das Wasser zum Ursprung des Lebens bestimmt.Im Wasser der Taufehast du uns hineingenommenin den … Mehr
Viel Kontinuität und volkskirchliches Pathos 1954: 2000 Gäste beim Mittelschwäbischen Kirchentag Landesbischof D. Meiser im festlich geschmückten Burtenbach — ‚Wir wollen Brücken bauen‘: „Der Landesbischof stellte die Festpredigt unter das Bibelwort Matth. 7, 24—29. In der Geschichte unseres Volkes habe es sich erwiesen, daß es nur einen beständigen Lebensgrund gibt, nämlich das Bleiben in der Rede Jesu. Angesichts der widergöttlichen Mächte in der Welt gelte es, dass wir uns in unseren Taten als festgegründete Christen erweisen.“
2000 Gäste beim Mittelschwäbischen Kirchentag [Sonntag, 18. Juli 1954] Landesbischof D. Meiser im festlich geschmückten Burtenbach — „Wir wollen Brücken … Mehr
Martin Luther, Bittbrief an Albrecht von Mainz vom 21. Juli 1525 im Anschluss an den Bauernkrieg: „So ist es nicht gut, Herr sein mit Unlust, Widerwillen und Feindschaft der Untertanen; es hat auch keinen Bestand. Es ist gut, dass Ernst und Zorn bewiesen ist, als die Leute aufrührerisch und in der Tat störrig und verstockt gefunden wurden. Nun sie aber geschlagen sind, sind es andere Leute und neben der Strafe der Gnaden wert. Zu viel zerrisse den Sack auf beiden Seiten; Maß aber ist zu allen Dingen gut, und die Barmherzigkeit rühmt sich wider das Gericht.“
Von einer anderen Seite als in seinen Bauernkriegsschriften zeigt sich Martin Luther in folgendem Bittbrief an Kurfürst Albrecht von Mainz: … Mehr
Conrad Daniel Kleinknecht (1691-1753) in ‚Die gelehrten Theologen Deutschlands im achtzehnten und neunzehnten Jahrhundert‘: „Auf den Namen eines ausgezeichneten Gelehrten hatte Kleinknecht durch seine Kenntnisse in dem Gesamtgebiet des theologischen Wissens gegründete Ansprüche. Für das Missionswesen zeigte er eine große Vorliebe, und war unermüdet, Beiträge zu sammeln, die er mit großer Gewissenhaftigkeit seiner Behörde überliefert. Als theologischer Schriftsteller zeigte er sich durch mehrere Erbauungsbücher, die, wie die wiederholten Auflagen beweisen, in seiner Zeit viel gelesen worden sein müssen, in der unsrigen aber längst den Augen des gelehrten Publikums entrückt sind.“
Conrad Daniel Kleinknecht war den 22. August 1691 zu Leipheim geboren und der Sohn eines dortigen Provisors und Organisten, der … Mehr
Wenn das Volk murrt … hat man da noch Töne? Gerold Jaspers über das Murren in der Bibel: „Gegenüber schweren Schickungen Gottes oder dem Leiden überhaupt bedeutet das Nichtmurren keineswegs ein fatalistisches Sichabfinden, sondern ein williges Aufsichnehmen der Last, die um Gottes oder Christi willen getragen werden will. Gleichzeitig erweist sich darin das Vertrauen zu Gott, dessen Liebe sich in der Auferstehung Christi so unverhüllt zu erkennen gegeben hat, daß alle Dunkelheiten des Lebens, und wäre es das Sterben selbst, dem Glaubenden nur als Gelegenheiten göttlicher Hilfe und Rettung erscheinen (bis hin zur Auferstehung zum ewigen Leben), aber keinen Grund zum Murren bieten.“
Murren, murmeln in der Bibel Von Gerold Jaspers Das Wort begegnet als Ausdruck der Unzufriedenheit mit widerwärtigen Ereignissen und Taten, … Mehr
Kardinal Jean-Marc Avelines Missionstheologie in seiner Predigt in Québec vom September 2024: „Zunächst scheint mir wichtig, dass wir uns daran erinnern, dass der Grundauftrag der Kirche darin besteht, dem Liebesdienst Gottes an der Welt zu dienen. ‚Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt‘, schreibt der heilige Johannes, ‚dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern ewiges Leben hat‘ (Joh 3,16). Eine solche Weise, die Mission zu leben, rückt die Kirche aus ihrer Selbstbezogenheit heraus. Sie darf nicht von der Sorge um das eigene Überleben absorbiert sein, sondern soll Jesus in sich lebendig halten – ihn, der ‚der Weg, die Wahrheit und das Leben‘ ist (Joh 14,6), der sie stets zu erneuern vermag und den sie zu verkünden hat – nicht so sehr durch spektakuläre Aktionen, sondern durch Präsenz, Nähe, und Aufmerksamkeit für jeden Einzelnen, besonders die Geringsten. Wir stehen nicht im Zentrum, sondern im Dienst einer Liebesbeziehung, die uns übersteigt und zugleich beansprucht.“
Kardinal Jean-Marc Aveline, Erzbischof von Marseille, ist im Frühjahr zum Vorsitzenden der französischen Bischofskonferenz gewählt worden. Wofür er missionstheologisch steht, … Mehr
Karl Barth, Die Hoffnung der Kirche und die Hoffnung der Welt. 18 Thesen (1951): „Die Kirche dürfte, müsste und könnte in der Welt die große, umfassende und endgültige Hoffnung vertreten und verkündigen: die bevorstehende Wiederkunft Jesu Christi als die allgemeine Offenbarung der Versöhnung der Welt mit Gott, die eben in Jesus Christus schon geschehen ist. Die Wahrheit und Kraft dieser Botschaft der Kirche hängt zu allen Zeiten und in allen Verhältnissen davon ab, ob die Kirche selbst die Lektion, die sie der Welt lehren möchte, schon gelernt hat, oder doch zu lernen ernstlich im Begriff steht, d.h. ob sie selbst in der großen, in Jesus Christus begründeten und auf ihn gerichteten Hoffnung für die Welt lebt: in der Zuversicht, dass diese letztlich die einzige, aber auch die ganz gewisse und genügende Hoffnung ist.“
Die Hoffnung der Kirche und die Hoffnung der Welt. 18 Thesen (1951) Von Karl Barth 1. Unter „Hoffnung“ ist zu … Mehr