Kardinal Jean-Marc Aveline, Erzbischof von Marseille, ist im Frühjahr zum Vorsitzenden der französischen Bischofskonferenz gewählt worden. Wofür er missionstheologisch steht, … Mehr
Autor: Jochen Teuffel
Karl Barth, Die Hoffnung der Kirche und die Hoffnung der Welt. 18 Thesen (1951): „Die Kirche dürfte, müsste und könnte in der Welt die große, umfassende und endgültige Hoffnung vertreten und verkündigen: die bevorstehende Wiederkunft Jesu Christi als die allgemeine Offenbarung der Versöhnung der Welt mit Gott, die eben in Jesus Christus schon geschehen ist. Die Wahrheit und Kraft dieser Botschaft der Kirche hängt zu allen Zeiten und in allen Verhältnissen davon ab, ob die Kirche selbst die Lektion, die sie der Welt lehren möchte, schon gelernt hat, oder doch zu lernen ernstlich im Begriff steht, d.h. ob sie selbst in der großen, in Jesus Christus begründeten und auf ihn gerichteten Hoffnung für die Welt lebt: in der Zuversicht, dass diese letztlich die einzige, aber auch die ganz gewisse und genügende Hoffnung ist.“
Die Hoffnung der Kirche und die Hoffnung der Welt. 18 Thesen (1951) Von Karl Barth 1. Unter „Hoffnung“ ist zu … Mehr
Der Leipheimer Pfarrer Conrad Daniel Kleinknecht (1691-1753) über Zeugung und Geburt (Höchst-nöthiger und nützlicher Unterricht für die Heb-Ammen): „So wurde mir erst dieses Jahr in der hiesigen Gemeinde Folgendes bekannt: Ein junges Weib, das zum zweiten Mal schwanger war, hatte einige Wochen vor der Geburt mehrere Tage hintereinander derartige Beschwerden und Anliegen, dass man fast vermutete, die Geburt werde bald ernst. Da sie aber in ihrer Berechnung selbst unsicher war und 14 Tage vorher die Treppe heruntergefallen war und einiges besorgt wurde, gab man ihr nun etwas Stärkendes für Mutter und Kind und ließ sie zu Hause in der warmen Stube bleiben. Allmählich vergingen diese krampfartigen und mütterlichen Beschwerden, die sich eingestellt hatten. Wäre man sie vor Wochen zu früh zur Geburt angetrieben – wie einige Frauen es wollten –, hätte leicht eine gefährliche und unglückliche Geburt erzwungen werden können. Als aber die rechte Zeit gekommen war, ist sie unter allen ordentlichen Umständen glücklich eines, wenn auch kleinen Kindes, einer Tochter, geboren.“
Erstes Kapitel Vom Menschen, dessen Zeugung und Geburt (Höchst-nöthiger und nützlicher Unterricht für die Heb-Ammen) Von Conrad Daniel Kleinknecht Die … Mehr
Johann Baptist Metz, Theologie gegen Mythologie. Kleine Apologie des biblischen Monotheismus (1987): „Wenn die Christologie betont, Gott habe sich in Jesus Christus „endgültig“ mitgeteilt, Gott sei in Jesus Christus ‚unwiderruflich‘ bei uns angekommen, dann impliziert sie damit eine Zeitaussage. ‚Endgültigkeit‘ nämlich, ‚Unwiderruflichkeit‘ – für alle und alles – kann nur im Horizont befristeter Zeit ausgesagt werden; im Horizont induktiv unendlicher Zeit gibt es nichts Endgültiges, nur Hypothetisches. Die Logik befristeter Zeit aber hat anamnetische, hat narrative Tiefenstrukturen.“
Theologie gegen Mythologie. Kleine Apologie des biblischen Monotheismus Von Johann Baptist Metz Auf dem 14. Kongreß der Deutschen Gesellschaft für … Mehr
Huub Oosterhuis, Kennst du mich? Wen kennst du dann?: „Bist du der Einzige, vor dessen Augen / meine Nacktheit nicht verborgen ist? / Kannst du es ertragen, wie kein anderer, / dass ich kein Licht gebe, nicht warm bin, / dass ich nicht schön bin, nicht viel, / dass keine Quelle entspringt / in meiner Tiefe, / dass ich nur dieses Gesicht habe, / kein anderes? / Bin ich durch dich, ohne Scham, / gesehen, angenommen, / von niemand Geringerem? / Wäre das nicht viel zu wahr?“
Kennst du mich? Wen kennst du dann?Weißt du mehr über mich als ich?Kennst du mich? Wer bin ich dann?Weißt du … Mehr
Otto Böcher über den Antichrist im Neuen Testament: „Die Offenbarung des Johannes beschreibt in den Kapiteln 12 und 13 eine satanische Antitrinität, deren »Personen« der christlichen Trinität polar entsprechen: Gegenspieler Gottes ist der »Drache«, identisch mit dem Teufel und Satan; dem Gottessohn entspricht als zweite Person der Antitrinität das »(erste) Tier«, dem Heiligen Geist dagegen das »zweite Tier«. Das »erste Tier«, drachengestaltig und siebenköpfig wie sein Vater, der Teufel, dessen belebtes Spiegelbild es darstellt, wird mit dem Imperium Romanum bzw. dem römischen Kaiser, das »zweite Tier« als »falscher Prophet« mit der priesterlichen Propaganda des Kaiserkults gleichgesetzt.“
Antichrist Von Otto Böcher I. Die Vokabeln antíchristos, Gegen-Gesalbter, Anti-Messias, und pseudóchristos, falscher, lügnerischer Messias bzw. Christus, sind Neubildungen der … Mehr
Martin Niemöller, Predigt über Matthäus 9,35-38 auf dem Kirchentag 1949: „Wir wissen nicht, wie wir die Menschen so anreden sollen, dass es ihnen im Herzen deutlich und im Gewissen zwingend wird; wir haben die Botschaft nicht so, dass wir sie aussprechen könnten. — Wir wissen alles und haben’s doch nicht verfügbar. Und darum hilft es nichts, dass wir zu allem Dienst und zu jedem Einsatz bereit sind; wir werden nicht Gottes Erntearbeiter durch unsere Bereitschaft! — sondern nur durch Gottes Bevollmächtigung! Wir können tausendmal Jesus Christus sagen, und das Wort bleibt tot, das aus unserem Munde kommt; und wenn wir’s ein einziges Mal in der Vollmacht Gottes, d h. im Heiligen Geist aussprechen, dann versetzt es Berge.“
Predigt über Matthäus 9,35-38 Von Martin Niemöller „Und Jesus ging umher in alle Städte und Märkte, lehrte in ihren Schulen … Mehr
Fulbert Steffensky, Der Raum baut meine Seele. Von der Bedeutung und Funktion von Kirchenräumen in unserer Zeit: „Für die Kirche selber ist es lebenswichtig, sich darzustellen und ein öffentliches Gesicht zu bekommen. Man wird auch, indem man sich vor anderen zeigt, ich werde der, als der ich mich bezeuge. Wahrheit braucht Öffentlichkeit und die Präsenz des Geistes braucht Repräsentation. Es gibt viele Fälle der voreiligen Selbstverbergung in unserer Kirche. Vielleicht ist uns der Stolz abhanden gekommen und die Gewissheit, dass wir Lebensschätze zu verwalten haben. Wenn man sie nicht zeigt, weiß man nicht, wer man ist. Die Rücknahme der Sichtbarkeit war Konzept bei einigen neuen Kirchbauten. Was aber, wenn aus der moralischen Topographie einer Stadt die Kirchen verschwinden? Je säkularer, ungedeuteter, unbestimmter die Stadt ist, umso deutlicher sollen die Kirchen sein.“
Der Raum baut meine Seele. Von der Bedeutung und Funktion von Kirchenräumen in unserer Zeit Von Fulbert Steffensky Der Kirchbau … Mehr
Karl Barth, Dieses und das zukünftige Leben. Zu 1. Korinther 15,19-20: „Es gibt nichts Erbärmlicheres als das christliche Leben, wenn ihm jene Hoffnung fehlt: nichts Erbärmlicheres als dieses Leben unter dem Zeichen des ewigen Lebens, wenn das Zeichen uns doch gar nichts zeigt, wenn das ewige Leben doch gar nicht ist; nichts Erbärmlicheres als ein Pfeil zu sein, der doch nie zum Ziele fliegen wird. Armer Christ — und wenn er Christus noch so viel Stärkung, Vertiefung und Verbesserung, und wenn er ihm die größte Verklärung in diesem Leben zu verdanken hätte — ohne die Zukunft des ewigen Lebens!“
Dieses und das zukünftige Leben Von Karl Barth Wenn wir nur in diesem Leben auf Christus hoffen, so sind wir … Mehr