Prediger Salomo

Martin Luthers Vorrede auf den Prediger Salomo (1524): „Es zieht alles dahin, dass aller Menschen Rat, Anschläge und Vornehmen umsonst und vergeblich sind, und es immer anders hinaus­gehet, als wir wollen und denken, auf dass er uns lehre gelassen stehen, und Gott lassen allein alle Dinge über, wider und ohne unser Wissen und Rat tun.“

Vorrede auf den Prediger Salomo (1524) Von Martin Luther Dies Buch heißt auf Hebräisch Koheleth, das ist einer, der öffentlich … Mehr

Paul Ricœur über das Symbol und die zweite Naivität (seconde naïveté): „Die zweite Naivität ist nicht die erste Naivität; sie ist post-kritisch und nicht prä-kritisch; sie ist eine gelehrte Naivität (La seconde naïveté n’est pas la première naïveté ; elle est post-critique et non point pré-critique ; c’est une docte naïveté).“

Über das Symbol und die zweite Naivität (seconde naïveté) Von Paul Ricœur Das Symbol ist in diesem Sinne der konkrete … Mehr

Norbert Lohfink über Kohelet: „Mit dem Tod ist die irdische Zeit mit den immer offenen Möglich­keiten des jeweils nächsten Augenblicks schlechthin beendet. Jenes an­dere Leben, das der Mensch bei Gott zu finden vertraut, kann nur als Frucht oder Versammlung und Endgültigwerden der hiesigen, verwehen­den Zeit gedacht werden.“

Über Kohelet Von Norbert Lohfink Kohelet analysiert das menschliche Dasein als Sein in der nur im gleiten­den Jetzt gegebenen und … Mehr

Adrian Kavanagh, Liturgische Theologie: „Die liturgische Veränderung ist jedoch eindeutig keine ästhetische, denn das, was eine solche Veränderung auslöst, ist nicht nur ein künstlerischer Akt. Es ist etwas mehr, und es geschieht auf unvorhersehbare Weise, so oft wie möglich trotz der Kunst oder der Kunstlosigkeit des jeweiligen liturgischen Ereignisses. Ich habe erlebt, dass es mitten in einer durch und durch schlechten Predigt und am Ende einer guten Predigt passiert, in barocken Pontifikalmessen und bei überstürzten Taufen in Kellern.“

Liturgische Theologie Von Adrian Kavanagh Zwei Fragen drängen sich demjenigen auf, der sich auf die Suche nach der liturgischen Theologie … Mehr

Paul Tillich, Die christliche Hoffnung und ihre Wirkung in der Welt (1963): „Die unendliche Bedeutung des Einzelnen für das Christentum bleibt in der christlichen Hoffnung erhalten. Aber über das Wie kann nichts ausgesagt werden, und wo es versucht wird, ist es dichterische Symbolik, deren Schönheit Absurdität wird, wenn man sie wörtlich nimmt. Darum muß der Theologe hier schweigen und mit allen Kreaturen auf das hoffen, was nicht gesehen und gesagt werden kann.“

Die christliche Hoffnung und ihre Wirkung in der Welt (1963) Von Paul Tillich 1 In dem Sammelband Die Hoffnungen unserer … Mehr

Über die Wut in der Gesellschaft, den Homo optativus und den fehlenden Sinn im Leben: „Der Homo optativus sieht sich in der gegenwärtigen gesellschaftlichen Situation um seine Wahlmöglichkeiten gebracht und kommt mit Einschränkungen, Widerfahrnissen sowie Zumutungen schwerlich zurecht. In der geäußerten Wut als Lebenshaltung vergemeinschaftet er sich mit Gleichgesinnten.“

Über die Wut in der Gesellschaft, den Homo optativus und den fehlenden Sinn im Leben Juli Zeh hat jüngst im … Mehr

Arno Schilson über Odo Casel (1886-1948) und dessen Mysterientheologie: „Die »Mysteriengegenwart« des Heilswerkes Christi in Liturgie und Sakrament wird für Casel zu jener Mitte christlicher Glaubenswirklichkeit und vor allem gelebten Christseins, aus dem mitten in der Krise von Zeit und Kultur die wahren Maßstäbe, neue Perspekti­ven und zuverlässige Orientierung zu gewinnen sind.“

Über Odo Casel und dessen Mysterientheologie Von Arno Schilson Name und Gestalt des Benediktinermönchs Odo Casel (1886-1948) aus der Abtei … Mehr