Klaus Koch, Fluch in der Bibel: „Der heutige Bibelleser mag vor solchen dunklen Wortpraktiken zurückschrecken, die für ihn an Zauber und Aberglaube grenzen. Doch steht dahinter eine urtümliche und ungebrochene Erfahrung von der Macht des gesprochenen Wortes, das sich, einmal ausgesprochen, nicht mehr zurücknehmen läßt. Solche Wirkungen mögen wir heute vielleicht als psychologisch einstufen, derartige Kategorien standen dem Altertum dafür jedoch nicht zur Verfügung. Der Zweck des Fluches war – in seiner bedingten Form – die Abschreckung; dieser hat sich gewiß in ungezählten Fällen als wirksamer erwiesen als alle modernen Abschreckungsmethoden im Strafvollzug.“

Fluch in der Bibel Von Klaus Koch »Fluch« meint in der Bibel nicht wie in der modernen Alltagssprache den Gebrauch … Mehr

Klaus Koch und Jürgen Roloff, Gott in der Bibel: „Glaube ist keine mögliche Haltung im Blick auf das Dasein Gottes oder die Heilsgeschichte, sondern einzig die Zuversicht auf grundlegendes künftiges Eingreifen Gottes. Eher schon ist Furcht Gottes vor seiner menschenüberlegenen Heiligkeit ständig angemessen, als inneres Erleben und Ergriffensein.“

Gott in der Bibel Von Klaus Koch und Jürgen Roloff 1. Vorbemerkung Die biblische Gottesauffassung ist die selbstverständliche Voraussetzung jeder … Mehr

Klaus Koch und Jürgen Roloff, Gott in der Bibel: „Wo Menschen derart Gott als sprechenden und zu vernehmenden Gott erfahren, tritt ihnen Gott als Person gegenüber, um es mit einem modernen, der Bibel unbekannten Begriff zu umreißen. Doch Personalität, »Duhaftigkeit« für den Menschen, zeigt einen wichtigen, aber keineswegs einzigen Aspekt Gottes.“

Gott in der Bibel Von Klaus Koch und Jürgen Roloff 1. Vorbemerkung Die biblische Gottesauffassung ist die selbstverständliche Voraussetzung jeder … Mehr

Klaus Koch und Jürgen Roloff, Sühne in der Bibel: „Es kommt ihnen nicht darauf an, dass Gott ein »Opfer« dargebracht wird, sondern darauf, dass den Menschen durch ein von Gott ausgehendes Geschehen Sühne und damit Lebensmöglichkeit zuteil wird. Gott gibt seinen Sohn, den einzigen Gerechten und Sündlosen, für die Sünder dahin; er wirkt damit für sie für alle Zeit Befreiung von Schuld und gibt ihnen einen untrüglichen Erweis seiner Liebe.“

Sühne in der Bibel Von Klaus Koch und Jürgen Roloff »Sühne« wird in der Bibel nicht im juristischen Sinn als … Mehr