In seiner Zeit als Pfarrverweser in Senden/Iller 1938/39 wurde Karl Steinbauer in den Gottesdiensten regelmäßig polizeilich überwacht. Folgender Bericht wurde … Mehr
Schlagwort: Karl Steinbauer
NSDAP-„Aufklärungs-Versammlung“ zu Karl Steinbauer: „Einem solchen Pfarrer gehört sein loses Mundwerk gründlich gestopft; er darf nach Senden nie mehr zurückkehren.“
Zeitungsartikel über eine NSDAP-„Aufklärungs-Versammlung“ zu Karl Steinbauer vom 20. Januar 1939 Nachdem Karl Steinbauer am 8. Januar 1939 in der … Mehr
Karl Steinbauers Passionsbesinnung von 1939: „Da ist der Herr stehen geblieben, hat sich umgedreht und sie zur Besinnung gerufen und gesagt: Ihr guten Leut, überlegt ihr euch auch, was das heißt mir nachfolgen? Ihr meint, das Nachlaufen ist Nachfolge.“
Da war Karl Steinbauer schon einmal für sechs Monate im Gefängnis in Weilheim/Oberbayern inhaftiert, bevor er 1938 als Pfarrverweser nach … Mehr
Brief eines Sendener Gemeindeglieds an den inhaftierten Pfarrverweser Karl Steinbauer vom Januar 1939: „Die Menschheit schläft und träumt und döst so dahin, und wenn sie dann, bildlich gesprochen, erwacht, ist es bei vielen zu spät, danken wir unserm Herrgott, daß wir so einen mutigen Pfarrer bekommen haben“.
Nachdem Karl Steinbauer am 15. Januar 1939 nach einem nächtlichen SA-Überfall auf das Pfarrhaus in Senden-Ay im Amtsgerichtsgefängnis Neu-Ulm (Ecke … Mehr
Karl Steinbauer, Predigt über Matthäus 2,13-23, gehalten 1939 in Senden/Iller: „Und darum ist es so ein unsäglicher Jammer, wenn man besonders den Kindern und der jungen Generation den Heiland entfremden und aus dem Herzen reißen will. Wir haben für diese Not und diesen Jammer nur deshalb vielfach keine Augen, weil es ein unblutiger, bethlehemitischer Kindermord ist, der sich hier vollzieht. Es müßte so sein, daß wir es sehen könnten, etwa wie bei einer Seuche, die die Kinder befällt. Es müßten Leichenwägen fahren für die, denen Christus aus dem Herzen gerissen worden ist, für die Opfer dieses unblutigen bethlehemitischen Kindermordes, dann würde uns die Haut schauern! Aber weil es äußerlich nicht sichtbar ist, kümmern sich die allermeisten nichts darum oder sie wollen nichts davon sehen und hören und stecken den Kopf in den Sand. Ihr dürft mirs glauben, es ist kein Vergnügen, immer wieder auf diese Not hinzuweisen, noch dazu, wo einen viele nicht verstehen, oder nicht verstehen wollen.“
Eine ganz starke Predigt über Matthäus 2,13-23 hatte Karl Steinbauer als Pfarrverweser am 8. Januar 1939 in Senden/Iller gehalten. Darin … Mehr
Karl Steinbauers Konfirmationspredigt in Senden/Iller über Epheser 6,10-20 von 1939: „In einer Stunde werde ich das Gefängnis hier verlassen und werde ins Konzentrationslager Sachsenhausen verbracht. Ich danke euch allen, besonders euch lieben Konfirmanden, für eure Treue, die ihr mir wieder bezeugt habt.“
Da mag die Konfirmationspredigt mit Bezug auf Epheser 6,10-17 und Luthers „Ein feste Burg ist unser Gott“ martialisch klingen, die … Mehr