Rolf Wischnath, Alles neu. Predigt zur Jahreslosung 2026 (Offenbarung 21,5): „GOTTes neue Welt kennt keine Ausgrenzung: Geschlecht, Herkunft, Hautfarbe, Alter, Beeinträchtigung, sexuelle Identität oder soziale Stellung verlieren ihre trennende Kraft. GOTTes Liebe in Jesus Christus gilt allen Menschenkindern seiner wunderbaren Schöpfung. GOTT nimmt sie in ihrer Unterschiedlichkeit, in ihrer Würde und Ehre an. Ich hoffe, dass es für mich als einem leidigen Sünder Vergebung geben wird für meinen Ungehorsam – und für die Anderen auch.“

ALLES NEU. PREDIGT ÜBER DIE JAHRESLOSUNG 2026 Von Rolf Wischnath „SIEHE, ICH MACHE ALLES NEU!“ (Offenbarung 21,5). I Das ICH…

Romano Guardini, Der Morgen: „Siehst du, wieviel von der ersten Stunde des Tages abhängt? Sie ist sein Anfang. Man kann ihn auch ohne Anfang beginnen, gedankenlos, willenlos in ihn hineingleiten. Da ist dann überhaupt kein ‚Tag‘, sondern ein Fetzen Zeit, ohne Sinn noch Angesicht. Ein Tag ist aber ein Weg; er will Richtung. Ein Tag ist ein Werk; das fordert klaren Willen. Ein Tag ist ein Lied; das verlangt helles Anheben. Ein Tag ist dein ganzes Leben. Dein Leben ist wie dein Tag. Das will aber ein Antlitz.“

Der Morgen Von Romano Guardini Das Angesicht des Morgens leuchtet vor allen Stunden stark und hell. Er ist ein Anfang.…

Thomas Mann, Deutsche Ansprache. Ein Appell an die Vernunft (1930): „Gespeist also von solchen geistigen und pseudogeistigen Zuströmen, vermischt sich die Bewegung, die man aktuell unter dem Namen des Nationalsozialismus zusammenfaßt und die eine so gewaltige Werbekraft bewiesen hat, vermischt sich, sage ich, diese Bewegung mit der Riesenwelle exzentrischer Barbarei und primitiv-massendemokratischer Jahrmarktsroheit, die über die Welt geht, als ein Produkt wilder, verwirrender und zugleich nervös stimulierender, berauschender Eindrücke, die auf die Menschheit einstürmen.“

Deutsche Ansprache. Ein Appell an die Vernunft (1930) Von Thomas Mann Meine geehrten Zuhörer, — ich weiß nicht, ob ich…

Walter Brueggemann, Kommentar zu Jesaja 61,1-11: „Die Gemeinschaft soll erfüllt werden von Gerechtigkeit und Lob. Wie ein Garten wird sie aufblühen — gerechte, lebensfördernde Beziehungen, die in Doxologie münden. Diese Vision ruft das Judentum aus der Verzweiflung. Die Hoffnung ist in JHWH verwurzelt, betrifft aber eine erneuerte, sichtbare Gemeinschaft. Die Nationen, die JHWHs Irrelevanz vermuteten, werden das ’stattdessen‘ Gottes sehen. Die österliche Freude der Kirche mag Parallelen haben — doch der Text gehört zuerst der jüdischen Hoffnung: Der ewige Bund nimmt konkrete Gestalt in einer neu konstituierten Gemeinschaft an.“

„Ich will einen ewigen Bund schließen.“ Kommentar zu Jesaja 61,1-11 Von Walter Brueggemann Diese poetische Einheit setzt die Grundakzente von…

Carl Zuckmayer, Bericht von einer späten Freundschaft mit Karl Barth (1969): „Nie hat mich ein lebender Mensch, vielleicht mit Ausnahme von Albert Einstein, so sehr davon überzeugt, und zwar durch sein pures Dasein, dass Gottesglaube vernünftig sei. Es kam zu dem Besuch in seinem Heim, im Bruderholz zu Basel, den er lange gewünscht hat­te. Für mich war es der Höhepunkt in dieser späten Freundschaft, und ich hatte kein Gefühl von einem Abschied, kein Vorgefühl. Ich sah sein »Pfarrhausgärtchen«, das er sehr liebte, in der Maiblüte. Wir saßen, am Nachmittag er und ich allein, am Abend und bis tief in die Nacht mit einigen seiner näch­sten Freunde, von Pfeifenrauch umschwebt in seinem anheimelnden Studierzimmer, zwischen dessen von Büchergestellen verkleideten Wänden er wirkte wie Hieronymus im Gehäuse.“

Bericht von einer späten Freundschaft (1969) Von Carl Zuckmayer In memoriam Karl Barth Wie sich das oft ergibt, gerade bei…

Klaus Scholder, 1945. Das Jahr ohne Vergleich: „Es stellte sich heraus, dass die Generation, die die Katastrophe überlebt hatte, nicht nur entschlossen, sondern auch fähig war, einen demokratischen Staat zu gründen und zu erhalten. Diese Entschlossenheit und Fähigkeit zu demokratischen Formen aber bedeutete tatsächlich zugleich eine überzeugende und wirkungs­volle Absage an das Dritte Reich. Es war eine Absage, die Bestand hatte – auch wenn sie viele Fragen offenließ. So hat eine ausdrückliche Auseinandersetzung über Schuld und Verantwortung der Deutschen bisher kaum stattgefunden. Vielleicht war das von der Generation der Betroffenen auch nicht zu erwarten. Aber wir sind aus dieser Frage nicht entlassen.“

1945. Das Jahr ohne Vergleich Von Klaus Scholder Das Jahr 1945 war ein Jahr ohne Vergleich. Kein Deutscher, der es…

Claus Westermann, Verheißungen an Israel: „Das Alte Testament ist von Anfang bis Ende durchzogen von einer Kette von Ankündigungen, Versprechen oder Zusagen Gottes. Es gehört zum Wesen dieser Verheißungen, daß ihre Erfüllung nach neuer Verheißung ruft, denn immer ragt die Verheißung über die Erfüllung hinaus . Auch wenn gesagt werden kann, ‚es kam alles‘, so steht in einem weiteren Horizont doch immer noch etwas aus. Dabei sind die Verheißungen so in die Geschichte des Gottesvolkes verwoben, dass man ihre Ge­schichte nachzeichnen kann.“

Verheißungen an Israel (Weissagung und Erfüllung) Von Claus Westermann Das AT ist von Anfang bis Ende durchzogen von einer Kette…