Christel Schmid/Mater Felizitas (1892-1970) Von Walter Spam Das überdauernde, spirituell und pädagogisch auch heute weit ausstrahlende Lebenswerk von Christel Schmid…
Tagesgebet zum drittletzter Sonntag des Kirchenjahres, 9. November 2025
HERR, unser Gott, einen neuen Himmel und eine neue Erde hast Du verheißen, in denen deine Gerechtigkeit wohnt. Wir schauen…
Heinrich Schlier, Über die Herrschaft Christi (1957): „Von den täuschenden oder lügnerischen Wundern und Zeichen des Antichrist, hinter dem ja der feindselige Geist steht, ist nicht nur in der Offenbarung Johannes, sondern auch bei Paulus die Rede. Die Angst vor der Zukunft, in der ja Christus auch als Herr der Mächte und sie, die Mächte, als entmächtigt offenbar werden, macht sie so aufgebracht, gegeneinander und gegen die Kirche, dass der Apostel, im Gegensatz zu aller trügerischen Hoffnung in und außerhalb der Kirche, von der Zeit seit Christus als von ‚bösen Tagen‘ redet und davon spricht, daß diese bösen Tage auslaufen in ‚den bösen Tag‘, der sie begrenzt und erfüllt. Für diesen Tag, da die Herrschaft Christi über die Seinen noch einmal durch den umfassenden Angriff der erbitterten Mächte auf die Probe gestellt wird, gilt es, wie der Apostel sagt, sich zu rüsten mit der vollen Rüstung Gottes. Sie schützt zwar die milites Christi nicht vor Leiden und Sterben und bereitet ihnen nicht den Sieg auf Erden, sie bewahrt sie aber vor dem ewigen Untergang und lässt sie vor Gott bestehen.“
Über die Herrschaft Christi Von Heinrich Schlier Die folgenden Ausführungen wollen nicht ein bibeltheologischer Traktat über die Herrschaft Christi sein.…
Jürgen Roloff über die Hölle in der Bibel: „Beim Endgericht wird Christus nicht nur die Toten aus dem Hades befreien, sondern er wird Tod und Hades zusammen vernichten. Die feurige Gehenna (auch »Feuerpfuhl«, »ewiges Feuer«, »Abgrund«) erscheint als Bereich ewiger und endgültiger Gottes- und Heilsferne. Ihr werden im Endgericht alle widergöttlichen Menschen und Mächte überantwortet. Das Neue Testament verzichtet jedoch auf jede spekulative Ausmalung von Hölle und Höllenstrafen.“
Hölle in der Bibel Von Jürgen Roloff Die Bibel spricht zwar vielfach von unterweltlichen Aufenthaltsorten der Toten bzw. endzeitlichen Straforten,…
Martin Luther, Auslegung zu 5. Mose 6,4–9 (1525): „Wenn er daher sagt: Der HERR, dein Gott, ist ein einiger HERR, so nimmt er alles falsche Vertrauen hinweg. Wenn er sagt: Du sollst den HERRN lieb haben, so regt er an zu einem fröhlichen und freien Dienst gegen Gott. Denn wenn ich Gott liebe, so will ich in Wahrheit alles, was Gott will; so ist mir auch nichts lieber, als das zu hören und zu tun, was Gott will, wie auch die fleischliche Liebe tut gegen den geliebten Gegenstand. So empfangen wir durch die Einheit mit Gott im Glauben alles umsonst von Gott; durch die Liebe tun wir gegen Gott alles umsonst.“
Auslegung zu 5. Mose 6,4–9 (1525) Von Martin Luther V. 4. Höre, Israel, der HERR, unser Gott, ist ein einiger…
Ernst Toller, Unser Weg (1920): „Wir haben andern Weg zu Gott gefunden, / Uns sind nicht stammelndes Gebet die Stunden, / Das Reich des Friedens wollen wir zur Erde tragen, / Den Unterdrückten aller Länder Freiheit bringen / Wir müssen um das Sakrament der Erde ringen.“
Nachdem Ernst Toller nach Niederschlagung der Münchner Räterepublik im Juni 1919 verhaftet, wegen Hochverrats angeklagt und einen Monat später zu…
Martin Luther, Auslegung zu 5. Mose 6,4–9 (1529): „Lass dir diese Gebote, und sonderlich das erste, mit aller Treue befohlen sein, dass du sie nicht allein aufs Papier schreibst, oder in ein Buch fasst, darnach im Winkel liegen lässt, oder sie dir allein in die Ohren erschallen, vor den Augen gemalt stehen, sondern fasse und schreibe sie in dein Herz, dass du Tag und Nacht daran gedenkst, gerne davon redest und handelst, wenn du arbeitest, stehst oder gehst, gleich wo du willst. Summa: Diese Worte sollen dein höchster, liebster Schatz sein, denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz. Du sollst sie zu jeder Zeit am meisten beachten.“
Auslegung zu 5. Mose 6,4–9 (1529) Von Martin Luther V. 1–5. Dies sind aber die Gebote, dass du den HERRn,…
Martin Luther, Brief an den Kurfürsten Johann den Beständigen zur Kirchenreform vom 31. Oktober 1525: „Die Pfarreien stehen vielerorts elend da. Es gibt kaum Einkünfte, niemand zahlt etwas. Opfer- und Seelenpfennige sind weggefallen, Zinsen sind kaum oder gar nicht vorhanden. Der gemeine Mann achtet weder Prediger noch Pfarrer. Wenn hier nicht durch Eure Kurfürstliche Gnaden eine kraftvolle Ordnung und nachhaltige Sicherung der Pfarreien und Predigtstühle erfolgt, so wird es bald weder Pfarrhöfe noch Schulen oder Schüler geben – und das Wort Gottes und der Gottesdienst werden verkümmern. Darum bitte ich Euch, dass Ihr Euch weiterhin von Gott gebrauchen lasst als ein treues Werkzeug – zum Trost für viele, auch zum Frieden Eures eigenen Gewissens. Denn Ihr werdet durch uns wie durch die Not selbst, gewisslich von Gott, dazu aufgerufen. Ihr werdet Mittel finden: Klöster, Stifte, Lehen, Spenden – es ist genügend da, wenn Eure Kurfürstliche Gnaden nur den Befehl geben, dies zu prüfen, zu ordnen und zu verwalten.“
Brief an den Kurfürsten Johann den Beständigen zur Kirchenreform vom 31. Oktober 1525 Von Martin Luther An den Durchlauchtigsten, Hochgeborenen…
Oswald Bayer, Stadt der Geborgenheit. Jerusalempredigt zu Psalm 46: „Die im Stillehalten und Beten gründende Tat der Förderung des irdischen Friedens liegt zuerst im Einsatz für eine nüchterne Sicht der Welt, in der wir leben. Es gilt ihre abgründige Gefährdung und den Kampf der Götter nicht zu verkennen. Trotz der Hilfe Gottes ‚früh am Morgen‘, am Ostermorgen, und seinem Sieg über den Tod und alle lebensfeindlichen Mächte sind diese – Gott seiʼs geklagt! – nicht einfach verschwunden.“
Stadt der Geborgenheit. Jerusalempredigt zu Psalm 46 Von Oswald Bayer I. Die gefährdete Welt Um einen Machtkampf geht es, einen…