Predigt zu Römer 3,22 über Gottes Gerechtigkeit (1893) Von Christoph Blumhardt Die Gerechtigkeit vor Gott kommt durch den Glauben an…
Gottfried Bachl, Im Tunnel der Trauer: „Im Tunnel / der Trauer / greifen wir nach dir, / und die Hände / sind zu kurz, / um dein Herz zu fassen, / das rund um uns / schlägt.“
Im Tunnel der Trauer Im Tunnelder Trauergreifen wir nach dir,und die Händesind zu kurz,um dein Herz zu fassen,das rund um…
Robert W. Jenson über das Sola Scriptura (2011): „Meiner Einschätzung nach könnten wir auf den Slogan verzichten und einfach das sagen, was die Altlutheraner inhaltlich sagten: Einerseits sollen wir die Schrift als lebendiges Gesetz und Evangelium hören und ihre sprachliche Gegenwart in der Kirche bevorzugen, damit sie dort gehört werden kann; und andererseits sollen wir uns bei Zweifeln über moralische oder theologische Fragen an die Schrift als letzte Autorität wenden. Das ‚allein‘ fügt nichts hinzu, was notwendig wäre.“
Sola Scriptura als lutherischer Slogan Von Robert W. Jenson Von all unseren Slogans ist dies wohl der am häufigsten zitierte…
Tagesgebet zum 2. Sonntag im Advent, 7. Dezember 2025
HERR Gott,die Himmel bergen deinen Friedenund deine Gerechtigkeit.Am Horizont unseres Lebenszeigt sich jedoch der Tod.Richte unseren Blick nach oben,reiß den…
Walter Windfuhr über die nationalsozialistische Machtergreifung in der evangelischen Kirche (1933): „In dem Augenblick, als die SA durch das Turmportal einzog, um die Kirche zu ‚erobern‘, floh Gott hinten aus der Sakristeitür. Nun hat er sich in die Synagoge zurückgezogen als in die einzige gottesdienstliche Stätte, wo das Hakenkreuz nicht regiert.“
Gott flieht aus der Kirche in die Synagoge (1933) Der deutschnationale Hamburger Pastor und Judaist Walter Windfuhr (1878-1970) schrieb im…
Martin Luther, Brief an den Kurfürsten Johann den Beständigen zur Visitation vom 30. November 1525: „Da aber Eure Gnaden gnädigerweise um meinen Rat bitten, wie dies am besten zu bewerkstelligen sei, so will ich in aller Untertänigkeit meine Meinung äußern: Es wäre gut, wenn Eure Kurfürstliche Gnaden eine allgemeine Visitation aller Pfarreien im ganzen Fürstentum anordnen würden. Und wo man fände, dass die Gemeindemitglieder gerne evangelische Prediger hätten, aber die örtlichen Einkünfte zur Versorgung dieser Prediger nicht ausreichten, da sollte auf Befehl Eurer Gnaden die Gemeinde – sei es vom Rathaus aus oder anderweitig – verpflichtet werden, jährlich einen entsprechenden Beitrag zu leisten. Denn wenn sie einen Pfarrer wünschen, so ist es Amt und Pflicht der Obrigkeit, dafür zu sorgen, dass der Arbeiter auch seinen Lohn empfängt – wie es das Evangelium lehrt“
Brief an den Kurfürsten Johann den Beständigen zur Visitation vom 30. November 1525 Von Martin Luther Gottes Gnade und Friede…
Klaus Scholder, Kirchenkampf (1975): „Der Kirchenkampf hat wie keine Epoche zuvor die Schwierigkeiten des politischen Redens und Handelns der Kirche im 20. Jahrhundert offenbar werden lassen. Die Thematisierung von Schrift und Bekenntnis war in einer revolutionären politischen Situation die einzige und die einzig legitime Möglichkeit der Kirche, zu einem Konsensus über eine falsche politische Theologie zu kommen – ein Vorgang, wie er auch schon im Widerstand der Erweckungsbewegung gegen den Nationalprotestantismus am Anfang des 19. Jahrhunderts zu beobachten ist. Dass diese Thematisierung nicht schlechterdings unpolitisch war, sondern zu bestimmten politischen Konsequenzen nötigte, diese Einsicht ist der Kirche mehr aufgezwungen worden, als dass sie sie von sich aus entwickelt hätte. Daraus jedoch zu folgern, die Kirche müsse zu einer unmittelbaren Einsicht in das politisch jeweils Richtige und Gebotene gebracht werden, heißt den Fehler der Deutschen Christen zu wiederholen und die grundlegende Einsicht Bonhoeffers aufzuheben: ‚Die Kirche kann primär nicht unmittelbar politisch handeln; denn die Kirche maßt sich keine Kenntnis des notwendigen Geschichtsverlaufs an.'“
Kirchenkampf Von Klaus Scholder I. Der Begriff und seine Geschichte Als Kirchenkampf bezeichnet man die wechselvolle Gesch. der christl. Kirchen…
Karl Barth, Kirche oder Gruppe? (1936): „Die ganze Idee, die Zeit durch ein gut geleitetes und stürmisch vorgetragenes christliches Unternehmen für Christus zu erobern, ist wohl dem Jesuitenorden, aber gerade nicht der christlichen Kirche eigentümlich. Die Kirche befand sich noch jedesmal im Irrtum und im Zerfall, wenn sie sich zur Trägerin dieser Idee machte. Der Gruppe aber ist es nach Brunners Darstellung gerade wesentlich, Trägerin dieser Idee zu sein. Ihr Blick ist von Haus aus auf die Menschen gerichtet, auf die Frage: bei ihnen glaubwürdig oder unglaubwürdig erscheinen, was ihnen gegenüber wirksam oder unwirksam sein könnte? Sie hat von Haus aus die ‚Zeit‘ zum ‚Bankkassier‘ eingesetzt, der den Goldklang ihrer Münze, d. h. die Echtheit der christlichen Verkündigung zu prüfen hat. Für sie hat ein Titel wie ‚Staatssekretär der Vereinigten Staaten‘, wenn der Mann nur eine noch so unverbindliche Äußerung zu ihren Gunsten getan hat, einen — ich weiß nicht, welchen — autoritativen Zauber.“
Kirche oder Gruppe? (1936) Von Karl Barth Die Redaktion [der Wochenzeitung „Die Nation“] hat auch mich aufgefordert, den Lesern dieser…
Gerhard Jacobi, Predigt über Johannes 3,3 (1922): „Da fängt die innere, vesuvartige Glut an auszubrechen und zu flammen und zu lodern – zur Flamme entzündet durch ihn – und man sieht das größte Geheimnis: dass er kommt. Er, der im Reich Gottes König ist. Er kommt. Man sieht, dass er immer kommt. „Zu jeder Stunde, zu allen Zeiten, an jedem Tage: Er kommt, kommt, immer kommt er“. Und all unser Hoffen und all unser Sehnen wird leuchtend und siegend: Er kommt, immer kommt er. Und da beten wir an: Gelobt sei Er, der da kommt im Namen des Herrn.“
Predigt über Johannes 3,3 (1922) Von Gerhard Jacobi „Es sei denn, daß jemand von Neuem geboren werde, so kann er…