Rudolf Bultmann. Ein Versuch, ihn zu verstehen (1952) Von Karl Barth Der Name Rudolf Bultmann und der Begriff „Verstehen“ werden … Mehr
Kategorie: Theologie
Philipp Melanchthon über die Anrufung Gottes und das Gebet (Loci Praecipui Theologici, 1543): „Was ich am Anfang betont habe: Man soll sorgfältig bedenken, wen man da anruft, wo sich dieser Gott offenbart hat, und warum er uns erhört. Das soll man sorgsam erwägen, damit unser Herz beim Gebet nicht umherschweift, wie das bei den Heiden geschieht. Deshalb hat der ewige Sohn Gottes die menschliche Natur angenommen und unter uns gewohnt, damit die Betenden wissen: Dieser ist wahrhaft Gott. Er hat sich selbst offenbart durch seinen Sohn, und der ewige Vater hat durch diesen Sohn bezeugt, dass er ihn gesandt hat.“
Über die Anrufung Gottes und das Gebet (De invocatione Dei seu de precatione) Von Philipp Melanchthon Obwohl über viele andere … Mehr
Rudolf Hermann über Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher (1961): „Eine außerordentliche Vielseitigkeit, eine Meisterschaft im Briefschreiben sowohl an persönlich Nahestehende wie an Gestalten des öffentlichen Lebens und der Wissenschaft, Herzensfreundlichkeit, Lauterkeit und männlicher Mut nach oben hin sind wesentliche Züge seines Bildes, dazu dauernde Liebe zu seinem Predigtamt, überzeugende und gewinnende Frömmigkeit und ein Gelehrten- und Denkertum ersten Ranges.“
Schleiermacher, Friedrich Daniel Ernst (21.11.1768 bis 12.2.1834), ev. Theologe und Philosoph. Von Rudolf Hermann I. Leben und Schriften 1. Bis … Mehr
Martin Luther, Widmungsschreiben bezüglich der Weihnachtspostille an den Grafen von Mansfeld (1521): „Darum soll Euer Gnaden nochmals an das Evangelium denken, das alles verkehrt und umdreht. Was die Welt für Schande hält, ist Ehre, und was sie für Ehre hält, ist Schande. Die, die verbrennen, sind des Feuers wert – und die, die verbrannt werden, sind des Gerichts würdig. Sie werden am Jüngsten Tag den Richterstuhl besitzen. Dann wird offenbar werden, was der Prophet im Psalm 18 (V. 27) sagt: ‚Mit dem Verkehrten verkehrt sich auch Gott.‘ Wenn sie also verkehrt und ungerecht richten, wird Gott mit Recht verkehrt handeln.“
Widmungsschreiben bezüglich der Weihnachtspostille an den Grafen von Mansfeld (1521) Von Martin Luther Jesus. 1522 An den edlen und hochgeborenen … Mehr
Julius Schniewind über Martin Kähler (1944): „Sein gesamtes Denken war gesättigt mit biblischer Anschauung. Und ein entscheidendes Stück seiner Lebensarbeit bestand in dem Unternehmen, die Bedeutung der Bibel neu herauszustellen. Er verzichtete auf die Inspirationslehre in jeder Form; auch ‚Urkunde der Offenbarung‘ kann die Bibel nicht sein; denn Gottes Offenbarung lässt sich nicht, wie ein Stück menschlicher Historie, beurkunden. Wohl aber ist die Bibel ‚die Urkunde der kirchengründenden Predigt‘.“
Martin Kähler Von Julius Schniewind Martin Kähler (6.1. 1835—7.9. 1912) gehörte seit seiner Studentenzeit fast ausschließlich unserer Universität an. Promoviert … Mehr
Werner Elert, Das Dogma von Chalkedon (1951): „Die Christologie der alten Kirche ringt um das rechte Bekenntnis des Glaubens an Christus als den inkarnierten Gottessohn. Der Blick ist dabei rückwärts gewandt, zuerst auf den präexistenten, dann auf den verleiblichten, irdischen Christus. Diese Blickwendung ist völlig legitim, denn sie entspricht der Tatsache, daß die Inkarnation von uns aus gesehen ein Ereignis der Vergangenheit ist. Eine vollständige Christologie fragt auch nach dem heute gegenwärtigen Christus und nach dem, der seine Wiederkunft verheißen hat. Aber diese Frage läßt sich nur beantworten, wenn wir wissen, wer er war, als er leibhaftig unter den Menschen wandelte.“
Das Dogma von Chalkedon Von Werner Elert 1. Anderthalb Jahrtausende sind seit dem Konzil von Chalkedon vergangen. Am 8. Oktober … Mehr
Johannes Meyendorff, Christus als Erlöser im Osten (1985): „Diese Lehre von der Erlösung durch Vergöttlichung hätte als neuplatonische Konzeption der ‚Verschmelzung‘ zwischen Gott und der Schöpfung identifiziert werden können, wenn es nicht in ihrem Zentrum die starke ‚theopaschitische‘ Behauptung gäbe, die von Cyrill von Alexandria verteidigt wurde: ‚Der Sohn Gottes hat im Fleisch gelitten.‘ Dies bedeutet, dass die Erlösung keineswegs eine metaphysische ‚Verschmelzung‘ ist, sondern eine Tragödie der Liebe, einschließlich der Übernahme des Kreuzes durch Gott selbst. Aber gleichzeitig ist klar, dass Golgatha nicht einfach der Preis ist, der allein eine beleidigte göttliche Gerechtigkeit wiedergutmacht, sondern nur der Endpunkt der Identifikation Gottes mit der gefallenen Menschheit, auf die die Auferstehung folgt und die ein Teil der gesamten Heilsökonomie oder des Heilsplans ist.“
Christus als Erlöser im Osten Von Johannes Meyendorff ALLEN DREI synoptischen Evangelien zufolge stellte Jesus auf dem Weg nach Cäsarea … Mehr
Janet Martin Soskice über Metaphern in der Bibel: „Moderne Studien haben gezeigt, dass die Auffassung, Metaphern seien bloß schmückendes Beiwerk, unzureichend ist; vielmehr wird etwas Neues ausgedrückt, das auf keine andere Weise gesagt werden könnte. Dies wird besonders bei komplexen poetischen Bildern deutlich. So vergleicht Philip Larkin, wenn er von Religion als ‚jenem riesigen, mottenzerfressenen, musikalischen Brokat, geschaffen um vorzutäuschen, wir sterben nie‘ (Aubade) spricht, die abgenutzte Religion nicht einfach nur mit altem Stoff.
Metapher Von Janet Martin Soskice Es ist fraglich, ob eine einzige Definition der Vielfalt sprachlicher Verwendungen gerecht werden könnte, die … Mehr
Edmund Schlink über den Antichrist (1957): „Dass in dem Auftreten antichristlicher Gestalten, in ihrem Weg, in ihren Worten und »Heilstaten« und in dem Zeugnis der ihnen den Weg bereitenden »Propheten« die Strukturen des Christus-Geschehens in eigentümlicher Verzerrung wiederkehren, macht ihre verwirrende und selbst für die Christenheit versucherische Bedeutung aus. Die Kirche ist hier zur Wachsamkeit gerufen und hat die Pflicht, diese Gestalten öffentlich zu entlarven. Wo dies aber geschieht, da erkennen die Glaubenden trotz aller sich wider sie wendenden Lüge und Gewalt die Ohnmacht dieser Gestalten. Der Antichrist hat weder eigene Gestalt noch Macht, sondern er ist nur das äffische Gegenbild Jesu Christi und besteht nur durch die Geduld dieses Herrn.“
Antichrist III. Dogmatisch Von Edmund Schlink Die Dogmatik handelt vom Antichrist im Rahmen der Lehre von den Vorzeichen der Parusie … Mehr