Probleme der Lehre von Christus seit der Aufklärung Von Friedrich Mildenberger Wir haben alle die knappe dogmatische Formel gelernt, in … Mehr
Kategorie: Theologie
Dietrich Bonhoeffer, Gott ist kein Lückenbüßer (Widerstand und Ergebung, 1944): „Nicht erst an den Grenzen unserer Möglichkeiten, sondern mitten im Leben muss Gott erkannt werden; im Leben und nicht erst im Sterben, in Gesundheit und Kraft und nicht erst im Leiden, im Handeln und nicht erst in der Sünde will Gott erkannt werden. Der Grund dafür liegt in der Offenbarung Gottes in Jesus Christus. Er ist die Mitte des Lebens, und ist keineswegs ‚dazu gekommen‘, uns ungelöste Fragen zu beantworten.“
Gott ist kein Lückenbüßer (Widerstand und Ergebung) Von Dietrich Bonhoeffer Das Weizsäcker’sche Buch über das „Weltbild der Physik“ beschäftigt mich … Mehr
Romano Guardini, Gebet in der währenden Stunde: „Heiliger Geist, / zu uns gesendet, / weilend bei uns, wenn auch leer die Räume hallen, / als seiest Du fein. / In Deine Hand sind die Zeiten gegeben. / Im Geheimnis des Schweigens waltest Du / und wirst alles vollenden.“
Gebet in der währenden Stunde Von Romano Guardini Lebendiger Gott, wir glauben an Dich.Lehr uns die Stunde verstehen, in der … Mehr
Robert W. Jenson über das Sola Scriptura (2011): „Meiner Einschätzung nach könnten wir auf den Slogan verzichten und einfach das sagen, was die Altlutheraner inhaltlich sagten: Einerseits sollen wir die Schrift als lebendiges Gesetz und Evangelium hören und ihre sprachliche Gegenwart in der Kirche bevorzugen, damit sie dort gehört werden kann; und andererseits sollen wir uns bei Zweifeln über moralische oder theologische Fragen an die Schrift als letzte Autorität wenden. Das ‚allein‘ fügt nichts hinzu, was notwendig wäre.“
Sola Scriptura als lutherischer Slogan Von Robert W. Jenson Von all unseren Slogans ist dies wohl der am häufigsten zitierte … Mehr
Eberhard Jüngel, Der Tod als Geheimnis des Lebens (1975): „Der Tod kommt also keineswegs nur als das Ende des Lebens in Betracht, sondern er gilt als ein ständig im Leben selber sich bereits vollziehender Konflikt mit dem Leben. So können Krankheit, Schwachheit, Gefangenschaft, Exil in der Terminologie des Todes beschrieben werden. Tod ist nicht nur das Ereignis am Ende, sondern wo immer das Leben sich selbst entfremdet wird, sieht der Glaube Israels bereits den Tod am Werk. Als Ereignis am Ende des Lebens bringt der Tod nur an den Tag, was im Verlauf des Lebens schon immer möglich ist und auch schon immer geschieht: nämlich die Lädierung und Zerstörung von Lebensverhältnissen. Im Tod kommt heraus, was der Mensch ausgerechnet mit seinem Leben aus dem Leben macht. Mit unserem Leben verletzen wir das Leben.“
Der Tod als Geheimnis des Lebens[1] Von Eberhard Jüngel Für die Theologie – als Rede von Gott – stellt sich … Mehr
Johann Baptist Metz, Kampf um die verlorene Zeit (1977): „Aus lauter Angst vor »Unzurechnungsfähigkeit« hat sich die Theologie längst in die sanfteren Arme des Evolutionismus, speziell des historischen, begeben. Doch diese Umarmung wird für sie tödlich sein. Die Logik der Evolution nämlich ist die im Denken bereits festgemachte Herrschaft des Todes über die Geschichte: ihr ist am Ende alles gleichgültig wie dem Tod. Für sie ist Gott — der Gott der Lebenden und der Toten, der Gott, der auch die Vergangenheit, die Toten nicht in Ruhe läßt — schlechthin undenkbar. Sie ist die eigentliche unpathetische Gottlosigkeit. Naherwartung dagegen versieht die evolutionistisch beruhigte und verführte Hoffnung mit Erwartungs- und Zeitperspektiven. Sie bringt Zeit- und Handlungsdruck in das christliche Leben, sie paralysiert nicht Verantwortung, sondern begründet sie. Das apokalyptische Bewusstsein steht nicht primär unter dem Aspekt der Bedrohung und der lähmenden Katastrophenangst, sondern unter dem der Herausforderung zur praktischen Solidarität mit den »geringsten Brüdern«.“
Kampf um die verlorene Zeit Von Johann Baptist Metz Die folgenden »Thesen« — zuweilen nur Beobachtungen und Insinuationen — haben … Mehr
Johann Baptist Metz, Im Angesicht der Gefahr (1984): „Was verstehen wir eigentlich vom Neuen Testament, wenn in unserer modernen Deutung die Gegenwart von Gefahr systematisch ausgeblendet ist? Was, wenn wir – aufklärungsbeflissen und auf strikte Entmythologisierung bedacht – den Horizont der Gefahr einfach wegwischen oder übertünchen, jenen Horizont der Gefahr, der die biblische, speziell die neutestamentliche Geschichte umspannt und zusammenhält? Was steckt hinter unserer Kritik an den apokalyptischen Bildern: Der Wille zur Aufklärung über die unbegriffene Macht der Mythen in diesen Traditionen oder der Wille, dem gefährlichen Christus auszuweichen und die Gefahr stillzustellen, sie allenfalls in die fast schon exterritoriale Situation des Todes abzudrängen?“
Im Angesicht der Gefahr (1984) Von Johann Baptist Metz In einem »außerkanonischen Wort«, das uns von Origenes überliefert ist, sagt … Mehr
Gisbert Greshake über die Vollendung: „Jedes Reden muss ihrem wesentlichen Geheimnischarakter Rechnung tragen. Vollendung kann eher in Bildern angedeutet und in negativer Rede („So nicht!“) umschrieben als in direkter Beschreibung faßbar werden.“
Vollendung Von Gisbert Greshake „Vollendung“ ist ein abstrakter Begriff, der als solcher in der HI. Schrift nur ungefähre Entsprechungen hat, … Mehr
Eberhard Jüngel, Leben nach dem Tod? Gegen das theologische Schweigen vom ewigen Leben (1989): „Die christliche Hoffnung entwirft sich ja nicht von einem indifferenten Nullpunkt aus in eine leere und unbestimmte Zukunft. Wenn der Glaube zu hoffen beginnt, dann kommt er bereits von einer ganz bestimmten Vergangenheit her, einer Vergangenheit, die die Zukunft in sich hat und die über Zeit und Ewigkeit entscheidet. Denn alles, was wir Christen erhoffen, ist begründet in der Geschichte Jesu Christi, in seinem irdischen Leben, seinem Tod und seiner Auferstehung.“
Leben nach dem Tod? Gegen das theologische Schweigen vom ewigen Leben Von Eberhard Jüngel Wer dahin unterwegs ist, für den … Mehr