Paul Althaus über die Auferstehung der Toten: „Die Auferweckung aus dem Tode – das wird an der Auferstehung Jesu deutlich – ist nicht Schöpfung aus Nichts, sondern sie geschieht an der von Gottes Liebe durch den Tod hindurchgehaltenen Person. Nicht ein anderes Ich als das meine wird gesetzt, sondern im »Erwecken« bewahrt Gott mein Ich, um es zu vollenden. Meine, des irdischen Ich Geschichte mit Gott kommt an ihr Ziel.“

Auferstehung VI. Dogmatisch Von Paul Althaus 1. Auferstehung bezeichnet das von Gott gewirkte eschatologische Geschehen, in dem er kraft seines … Mehr

Johannes von Lüpke, Ende gut – alles gut? Die letzten Dinge: „Wer kann und darf richten? Dieses Gericht aber ist nicht unsere Sache. Wenn das Augsburger Bekenntnis diejenigen verurteilt, die vor der Wiederkunft Jesu ein Gottesreich aufrichten wollen, so geht es darum, menschliches Urteilen in seine Grenzen zu weisen. Die Lehre richtet sich gegen die Anmaßung derer, die dem Jüngsten Richter sein Urteil vorschreiben wollen oder die sich selbst dazu ausersehen wähnen, hier auf Erden das Gericht durchzuführen.“

Ende gut – alles gut? Die letzten Dinge Von Johannes von Lüpke Von einer Predigt, die bei einer Bestattung gehalten … Mehr

Gerhard Sauter, Himmel, Hölle und Fegefeuer. Vom evangelischen Verständnis der letzten Dinge: „So bringt die Beerdigungspredigt eine Lebensgeschichte in den Zusammenhang der Geschichte Gottes mit den Menschen. Sie erzählt diese Geschichte neu: »Euer Leben ist verborgen mit Christus in Gott« (Kolosser 3,3). Diese Verheißung wird auch den Trauernden eine Hilfe sein, wenn sie sich an gemein­sames Glück und gemeinsam getragenen Kummer erinnern, wenn Schuldgefühle sie überfallen, wenn sie versäumte Hoffnungen be­klagen.“

Himmel, Hölle und Fegefeuer. Vom evangelischen Verständnis der letzten Dinge Von Gerhard Sauter Sterben evangelische Christinnen und Christen anders als … Mehr

Karl Barth, Die Autorität und Bedeutung der Bibel (1947): „Es ist selbstverständlich, dass ein ehrlicher Kommentar auch der Bibel keine andere Absicht haben kann, als die biblischen Texte aufs neue zum Sprechen zu bringen. Und es ist ebenso selbstverständlich, dass er dem Text dabei in seinem ganzen Umfang und also Wort für Wort zu seinem Recht zu verhelfen hat: ‚biblizistisch‘ in diesem Sinn ist alle rechte Exegese. Aber nun wollen die biblischen Texte nicht als historisch-literarische ‚Quelle‘ irgendwelcher Erkenntnisse, sondern als gemeindebegründende und gemeinderegierende Zeugnisse von Gottes Wort verstanden sein. Eben zur rechten Auslegung dieser Texte gehört also das Achten auf Gottes Wort, von dem sie einer entstehenden oder schon bestehenden Gemeinde und durch diese der Welt Kenntnis geben wollen. Zur rechten Auslegung dieser Texte gehört also dies, dass der Ausleger in der Lage ist, sich mindestens hypothetisch an den Ort der diese Texte vernehmenden Gemeinde zu versetzen.“

Die Autorität und Bedeutung der Bibel[1] Von Karl Barth I. Ein Satz über «die Autorität und Bedeutung der Bibel» ist … Mehr

Karl Rahner, Die Sinnfrage als Gottesfrage (1982): „Es soll nochmals ausdrücklich betont werden, dass wir die absolute Sinnfrage, die wir als berechtigt und unausweichlich erklären (obzwar sie im Modus des Verdrängtseins gegeben sein kann), nicht eigentlich mit einem Gott oder einem Begriff von Gott beantworten, der von irgendwo anders her als Antwort an diese Sinnfrage herangetragen wird. Vielmehr gibt die Frage nach einem absoluten Sinn, wenn sie wirklich angenommen wird und sie sich selber bis zum letzten aussprechen darf, die Existenz eines absoluten Sinnes als wirklichen und somit die Existenz Gottes selber her.“

Die Sinnfrage als Gottesfrage (1982) Von Karl Rahner Es ist bekannt, daß man heute viel von Sinn, von Sinnverlust spricht. … Mehr

Heinrich Schlier, Über die Herrschaft Christi (1957): „Von den täuschenden oder lügnerischen Wundern und Zeichen des Antichrist, hinter dem ja der feindselige Geist steht, ist nicht nur in der Offenbarung Johannes, sondern auch bei Paulus die Rede. Die Angst vor der Zukunft, in der ja Christus auch als Herr der Mächte und sie, die Mächte, als entmächtigt offenbar werden, macht sie so aufgebracht, gegeneinander und gegen die Kirche, dass der Apostel, im Gegensatz zu aller trügerischen Hoffnung in und außerhalb der Kirche, von der Zeit seit Christus als von ‚bösen Tagen‘ redet und davon spricht, daß diese bösen Tage auslaufen in ‚den bösen Tag‘, der sie begrenzt und erfüllt. Für diesen Tag, da die Herrschaft Christi über die Seinen noch einmal durch den umfassenden Angriff der erbitterten Mächte auf die Probe gestellt wird, gilt es, wie der Apostel sagt, sich zu rüsten mit der vollen Rüstung Gottes. Sie schützt zwar die milites Christi nicht vor Leiden und Sterben und bereitet ihnen nicht den Sieg auf Erden, sie bewahrt sie aber vor dem ewigen Untergang und lässt sie vor Gott bestehen.“

Über die Herrschaft Christi Von Heinrich Schlier Die folgenden Ausführungen wollen nicht ein bibeltheologischer Traktat über die Herrschaft Christi sein. … Mehr

Eberhard Jüngel, Leben aus Gerechtigkeit. Gottes Handeln und menschliches Tun (1988): „Gibt es eine Rechtfertigung des Sünders, dann also nicht an Gottes Gericht vorbei, sondern durch die Gnade seines Richtens hindurch. Dieser Aspekt ist nicht zuletzt deshalb von erheblicher Bedeutung, weil er in das Zentrum des Evangeliums von der Rechtfertigung des Sünders führt. In seinem Zen­trum ist das Evangelium ja das Wort vom Kreuz (1. Korinther 1,18). Das heißt, dass Gottes Gerechtig­keit mit der Ungerechtigkeit dieser Welt keine Kompromisse macht, sondern sie in der Person Jesu Christi zum Vergehen verurteilt hat. Sein Tod ist eben deshalb der Tod des Sünders. In ihm, der selber von keiner Sünde wusste, sind wir mitgekreu­zigt worden und mitgestorben – das ist die eine Seite der neutestamentlichen Behauptung, dass Christus für uns, nämlich an unserer Stelle, den Tod des Sünders gestorben ist.“

Leben aus Gerechtigkeit. Gottes Handeln und menschliches Tun Von Eberhard Jüngel Am Evangelium von der Rechtfertigung des Sünders scheiden sich … Mehr

Alfons Deissler, Gott im Alten Testament (1994): „Die Väterlichkeit JHWHs ist nicht als einseitig-männliches Patriarchentum zu deuten. Hinter dem Vater­bild scheinen schon in Hosea 11,1ff. die Kontu­ren der ‚Mutter‘ auf (vorab in V. 4). Dies gilt auch für Jesaja 31,20 (das Wort ‚Erbarmen‘ hat im Hebräischen die Konnotation ‚Mütterlich­keit‘!). Der Gottesspruch Jesaja 49,15 ergeht di­rekt in einem Muttergleichnis: ‚Vergisst eine Frau ihr Kind, eine Mutter den Sohn ihres Schoßes? Wenn sie auch seiner vergäße, ich vergesse deiner nicht‘ (zur Zionsgemeinde ge­sprochen). Desgleichen verkündet Jesaja 66,13: ‚Wie eine Mutter ihren Sohn tröstet, werde ich euch trösten.‘ Schon hinter dem Vorwurf des Mose gegenüber Gott in Numeri 11,12 steckt der Gedanke, dass JHWH Israel ‚im Schoß getragen und geboren hat‘, und Deuteronomium 32,18 spricht kühn vom ‚Felsen‘, der Israel ‚gebo­ren‘ und ‚gekreißt‘ hat.“

Gott im Alten Testament Von Alfons Deissler Vorbemerkungen Hebr 1,1: „Viele Male und auf vielerlei Weise hat Gott einst zu … Mehr