Karl Rahner über das Kind: „Das Christentum sieht auch schon das Kind unausweichlich als den Anfang gerade jenes Menschen, zu dessen Existentialien Schuld, Tod, Leid und alle Mächte der Bitterkeit des Daseins gehören. Weil aber all dies umfangen bleibt durch Gott, seine größere Gnade und sein größeres Erbarmen, darum ist dieser Realismus, mit dem das Christentum auch dem Anfang des Menschen im Kind und seinem Ursprung begegnet, kein verhohlener Zynismus.“

Das Kind Von Karl Rahner Das Kind ist ein Mensch am Anfang. Das Christentum weiß um das Geheimnis des Anfangs, … Mehr

Edmund Schlink, Der heilige Gott und die Lehre von den göttlichen Eigenschaften (Ökumenische Dogmatik): „Gott ist heilig als der von allem anderen Unterschiedene. Mit keinem Menschen und darüber hinaus mit nichts außer ihm Seienden ist der heilige Gott zu vergleichen. Er ist der ganz andere. Diese Grenze behauptet Gott gegenüber allen Versuchen der Menschen, sie eigenmächtig zu überschreiten und Gott selbstgewählten Zwecken dienstbar zu machen.“

Der heilige Gott und die Lehre von den göttlichen Eigenschaften Von Edmund Schlink In der Mitte des gottesdienstlichen Lobpreises der … Mehr

Klaus Koch und Jürgen Roloff, Gott in der Bibel: „Glaube ist keine mögliche Haltung im Blick auf das Dasein Gottes oder die Heilsgeschichte, sondern einzig die Zuversicht auf grundlegendes künftiges Eingreifen Gottes. Eher schon ist Furcht Gottes vor seiner menschenüberlegenen Heiligkeit ständig angemessen, als inneres Erleben und Ergriffensein.“

Gott in der Bibel Von Klaus Koch und Jürgen Roloff 1. Vorbemerkung Die biblische Gottesauffassung ist die selbstverständliche Voraussetzung jeder … Mehr

Adrian Kavanagh, Liturgische Theologie: „Die liturgische Veränderung ist jedoch eindeutig keine ästhetische, denn das, was eine solche Veränderung auslöst, ist nicht nur ein künstlerischer Akt. Es ist etwas mehr, und es geschieht auf unvorhersehbare Weise, so oft wie möglich trotz der Kunst oder der Kunstlosigkeit des jeweiligen liturgischen Ereignisses. Ich habe erlebt, dass es mitten in einer durch und durch schlechten Predigt und am Ende einer guten Predigt passiert, in barocken Pontifikalmessen und bei überstürzten Taufen in Kellern.“

Liturgische Theologie Von Adrian Kavanagh Zwei Fragen drängen sich demjenigen auf, der sich auf die Suche nach der liturgischen Theologie … Mehr

Paul Tillich, Die christliche Hoffnung und ihre Wirkung in der Welt (1963): „Die unendliche Bedeutung des Einzelnen für das Christentum bleibt in der christlichen Hoffnung erhalten. Aber über das Wie kann nichts ausgesagt werden, und wo es versucht wird, ist es dichterische Symbolik, deren Schönheit Absurdität wird, wenn man sie wörtlich nimmt. Darum muß der Theologe hier schweigen und mit allen Kreaturen auf das hoffen, was nicht gesehen und gesagt werden kann.“

Die christliche Hoffnung und ihre Wirkung in der Welt (1963) Von Paul Tillich 1 In dem Sammelband Die Hoffnungen unserer … Mehr

Arno Schilson über Odo Casel (1886-1948) und dessen Mysterientheologie: „Die »Mysteriengegenwart« des Heilswerkes Christi in Liturgie und Sakrament wird für Casel zu jener Mitte christlicher Glaubenswirklichkeit und vor allem gelebten Christseins, aus dem mitten in der Krise von Zeit und Kultur die wahren Maßstäbe, neue Perspekti­ven und zuverlässige Orientierung zu gewinnen sind.“

Über Odo Casel und dessen Mysterientheologie Von Arno Schilson Name und Gestalt des Benediktinermönchs Odo Casel (1886-1948) aus der Abtei … Mehr

Martin Luther, Disputation über den Menschen (Disputatio de homine, 1536): „Und wie sich Erde und Himmel im Anfang zu der nach sechs Tagen vollendeten Gestalt verhielt, nämlich als deren Stoff, so verhält sich der Mensch in diesem Leben zu seiner zukünftigen Gestalt, bis dann das Ebenbild Gottes wiederhergestellt und vollendet sein wird. Bis dahin befindet sich der Mensch in Sünden und wird tagtäglich zunehmend gerechtfertigt oder verunstaltet.“

Disputation über den Menschen (Disputatio de homine, 14.1.1536) Von Martin Luther Disputatio D. Martini Lutheri: De homine. WA 39/I, S. … Mehr

Karl Rahner, Christologie heute (1982): „Wenn Jesus die siegreiche Selbstzusage Gottes in der Geschichte sein soll, dann ist die geschichtli­che Gegebenheit und Erscheinung dieses Sieges nur denkbar, wenn dieser Sieg als unwiderrufli­che Annahme dieses göttlichen Selbstangebotes in Jesus erscheint. Diese geschichtlich erschei­nende definitive und unwiderrufliche Annahme der göttlichen Selbstzusage kann aber nur als durch das geschehend gedacht werden, was wir christlich Jesu Tod und Auferstehung nennen.“

Christologie heute Von Karl Rahner Die Herausgeber dieses Heftes, J. B, Metz und E. Schillebeeckx, haben mich bedrängt, ich solle … Mehr

Karl Löwith, Geschichte und Christentum (History and Christianity, 1956): „Für den christlichen Glauben ist die Geschichte nicht ein autonomer Bereich menschlichen Strebens und Fortschritts, sondern ein Bereich der Sünde und des Todes und daher erlösungsbedürftig. In beiden Perspektiven kann der historische Fortschritt nicht als allwichtig erlebt werden.“

Geschichte und Christentum (History and Christianity, 1956) Von Karl Löwith Der moderne Mensch überschätzt die Bedeutung der Geschichte innerhalb der … Mehr