Robert Spaemann, Es gibt kein gutes Töten (1997): „Das Sterben ist noch ein Vorgang, der, wenngleich von der Natur verhängt, eingebettet ist in Riten menschlicher So­lidarität. Wer sich eigenmächtig aus die­ser Gemeinschaft entfernen will, muß das allein tun. Anderen – und gar Ärzten, de­ren Ethos sich definiert durch den Dienst am Leben – zumuten, bei dieser eigen­mächtigen Entfernung behilflich zu sein, heißt, dieses Fundament aller Solidarität zu zerstören. Es heißt, dem anderen zuzumuten zu sagen: »Du sollst nicht mehr sein.«“

Es gibt kein gutes Töten Von Robert Spaemann Wer ein Tabu bricht, hat zunächst einen argumentativen Vorsprung. Nicht nur Borniertheit, … Mehr

Reinhold Schneider, Worte zu Pfingsten (1953): „Christus ist der gekreuzigte Geist; der Geist, der Fleisch und Blut ward, denn nur als solcher konnte er gekreuzigt werden. Aber nun ist das Kreuz Merkmal des Geistes, wie wir ihn al­lein erfahren können: des Geistes in geschichtlicher Verant­wortung, ausgegangen von Gott und mit der Berufung zur Heimkehr, zur Rechenschaft von ihm begnadet. Christus ist die Wahrheit am Kreuze, die Liebe am Kreuze, das Leben am Kreuze, die gekreuzigte Macht.“

Worte zu Pfingsten (1953) Von Reinhold Schneider Als Paulus und Silas im Gefängnis zu Philippi beteten und sangen, wurden die … Mehr

Johann Christoph Blumhardts Predigt zu Christi Himmelfahrt 1861: „Heil soll kommen, Heil soll kommen über alle Völker der Erde, Befreiung, Erlösung, Erquickung, auf alle bekümmerten Gemüter. Es ist ein barmherziger Liebes­blick, den Er überall hin wirft mit stillen Gedanken, welchen eine Wirklichkeit zugrunde liegt, weil es zuletzt noch wer­den soll. Liebe Freunde, denkt euch, Er schwebe heute über uns mit segnenden Händen, ja vielleicht mit mitleidig trä­nenden Augen, Heil wünschend, allen Heil darbietend, allen, die wollen, Heil zusichernd.“

Das Vermächtnis des scheidenden Heilandes. Predigt zu Christi Himmelfahrt 1861 Von Johann Christoph Blumhardt Und siehe, ich will auf euch … Mehr

Karl Jaspers, Unsterblichkeit (1957): „Die philosophische Einsicht ist nie wie ein Wissen, das ich besitze. Solange wir in der Zeit leben, ist uns die Sehnsucht nach der zeitlichen Gegenwart derer, die entschwunden sind, nur in der Erinnerung zu sein scheinen, unumgänglich. Uns ist in der Zeit die Trauer auferlegt. Durch keinen Unsterblichkeitsgedanken ist sie zu tilgen, aber sie ist selber hineinzunehmen in die übergreifende philosophische Einsicht.“

Unsterblichkeit Von Karl Jaspers Kein Mensch weiß, was nach dem Tode aus ihm wird. Von jeher glaubten die meisten und … Mehr

Reinhold Schneider, Das Zeugnis. Zum Ostersonntag (1952): „Wir haben in dieser Stunde kein mächtigeres Wort als das des Ostertages; es verkündet den Sieg, in den jeder auf Erden mögliche Sieg eingeschlossen ist. Der Sieg hat kein anderes Zeichen als das Kreuz. Und nur diejenigen werden die gülti­gen, glaubwürdigen Zeugen dieses Sieges sein, denen wie den Aposteln die Bereitschaft zum Kreuze eingeprägt ist. Die ge­schichtliche Tat des Christen ist das Zeugnis des Lebens.“

Das Zeugnis. Zum Ostersonntag (1952) Von Reinhold Schneider »Den Urheber des Lebens habt ihr getötet, welchen Gott auferweckt hat von … Mehr

Cicely Saunders, Betrachte ihn (Consider Him): „Es gibt keine einfachen Antworten – es gibt viele Momente, in denen nur ein Kruzifix Halt geben kann, in denen das einzige Gebet „Jesus – Retter“ und „Du weißt es“ ist, in denen die einzige Antwort nicht Worte, sondern eine Präsenz ist.“

Betrachte ihn (Consider Him) Von Cicely Saunders Auf meinem Schreibtisch steht ein gerahmtes Foto eines Kruzifixes aus der wied­eraufge­bauten Kathedrale … Mehr

Reinhold Schneider, Passion (1953): „Das Kreuz kann hoch im Lichte erfahren werden von Begnadeten – und tief unten in den Schluchten, in die kein Strahl fällt; es steht ja in der Mitte aller Kreise des Geschaffenen. Der Christ wird entdecken, daß nicht seine Bestimmung, nicht seine Aufgabe das Letzte war, das ihm gesendet wurde, sondern das Kreuz, das sich in ihnen verbarg, und er wird ahnen, daß es verhüllt war in seiner Liebe und ihn mit deren Kräften zog.“

Passion (1953) Von Reinhold Schneider »Denn wenn die Toten nicht auferweckt würden, so wäre auch Christus nicht auferweckt worden; wäre … Mehr

Reinhold Schneider, Wie der Herr. Das Kreuz besteigen (1943): „In der Zeit des Leidens soll das Leben enden, daß wir bisher gelebt; wir sol­len eingehen in Christi Tod; nur dieser Tod wird uns weiter­tragen. Berührt das Licht uns wieder, so können wir nicht mehr sein, was wir waren. Das, was wir unser eigen nannten, wird dann verzehrt sein; wir konnten den großen Sieg vorbe­reiten durch unsern Entschluß zum Kreuze; aber siegen wer­den nicht mehr wir. Siegen kann und wird nur der Herr.“

Wie der Herr. Das Kreuz besteigen (1943) Von Reinhold Schneider »Jetzt ergeht das Gericht über diese Welt, jetzt wird der … Mehr

Cicely Saunders, Wenn Patienten sagen, dass sie sterben wollen (Hospice and Pallative Care, 1990): „Die spezifische Bitte „Töte mich“ oder „Mein Vater sollte nicht mehr aufwachen“ kommt immer noch äußerst selten vor. Das jeweilige Teammitglied muss zuhören und zeigen, dass die Verzweiflung erkannt und ver­standen wird, die zu dieser Bitte geführt hat. Einige brauchen die Beruhigung, daß der Tod selbst ganz einfach kommen wird, wenn es gute Betreuung gibt. Und die Befreiung von Schmerzen kann dazu führen, dass die Bitte immer schwächer und schließlich vergessen wird.“

Wenn Patienten sagen, dass sie sterben wollen Von Cicely Saunders Menschen, die in einem aktiven interdisziplinären Team arbei­ten, finden, daß … Mehr