Cicely Saunders, Betreuung des sterbenden Patienten und seiner Familie (1972): „Diejenigen, die ständig mit sterbenden Patienten zu tun haben, wissen, dass, wenn ihre Not gelindert wird, bei den meisten von ihnen ohne jede Krise Einsicht, Akzeptanz und Frieden eintreten werden. Solche Patienten hinterlassen eine Erinnerung an Leistung und Erfüllung, die große Kraft hat, die Hinterbliebenen zu trösten und zu ermutigen.“

Betreuung des sterbenden Patienten und seiner Familie Von Dr. Cicely Saunders, O.B.E., M.R.C.P. Die Betreuung des sterbenden Patienten muss auch … Mehr

Martin Luther, Trostbrief an die Christen zu Augsburg (1523): „Wer das Kreuz nicht will, der muss des Wortes auch mangeln. Wahr ist’s, nichts Lieblicheres wäre im Himmel und auf Erden, denn das Wort ohne Kreuz. Aber es würde die Lust nicht lange bleiben; sintemal die Natur nicht vermag eitel Freude und Lust zu tragen die Länge; wie man spricht: der Mensch kann alles wohl er­leiden ohne gute Tage; und müssen starke Beine sein, die gute Tage ertragen sollen.“

An die Christen zu Augsburg, Trostbrief in Widerwärtigkeiten um des Evangeliums willen vom 11. Dezember 1523 Den auserwählten Lieben Gottes, … Mehr

Hans-Bernhard Wuermeling über die ars dimittendi im Hinblick auf Sterben und Tod: „Es müsste die Kunst sein, den Kampf gegen den Tod zum richtigen Zeitpunkt aufzugeben, den Tod zu akzeptieren, palliative Hilfen zu gewähren und den Patienten aus dem Kampf um sein Leben zu entlassen. Nennen wir diese Kunst eine ars dimittendi, eine Kunst des Loslassens, des Gehenlassens, des Sterbenlassens, des Entlassens – nicht ohne Bezug zu dem Wort des greisen und lebenssatten Simeon ‚Nunc dimittis servum tuum in pace‘.“

Über die ars dimittendi im Hinblick auf Sterben und Tod Von Hans-Bernhard Wuermeling Der Arzt, der nur seine ars mortem … Mehr

Robert Spaemann, Es gibt kein gutes Töten (1997): „Das Sterben ist noch ein Vorgang, der, wenngleich von der Natur verhängt, eingebettet ist in Riten menschlicher So­lidarität. Wer sich eigenmächtig aus die­ser Gemeinschaft entfernen will, muß das allein tun. Anderen – und gar Ärzten, de­ren Ethos sich definiert durch den Dienst am Leben – zumuten, bei dieser eigen­mächtigen Entfernung behilflich zu sein, heißt, dieses Fundament aller Solidarität zu zerstören. Es heißt, dem anderen zuzumuten zu sagen: »Du sollst nicht mehr sein.«“

Es gibt kein gutes Töten Von Robert Spaemann Wer ein Tabu bricht, hat zunächst einen argumentativen Vorsprung. Nicht nur Borniertheit, … Mehr

Reinhold Schneider, Worte zu Pfingsten (1953): „Christus ist der gekreuzigte Geist; der Geist, der Fleisch und Blut ward, denn nur als solcher konnte er gekreuzigt werden. Aber nun ist das Kreuz Merkmal des Geistes, wie wir ihn al­lein erfahren können: des Geistes in geschichtlicher Verant­wortung, ausgegangen von Gott und mit der Berufung zur Heimkehr, zur Rechenschaft von ihm begnadet. Christus ist die Wahrheit am Kreuze, die Liebe am Kreuze, das Leben am Kreuze, die gekreuzigte Macht.“

Worte zu Pfingsten (1953) Von Reinhold Schneider Als Paulus und Silas im Gefängnis zu Philippi beteten und sangen, wurden die … Mehr

Johann Christoph Blumhardts Predigt zu Christi Himmelfahrt 1861: „Heil soll kommen, Heil soll kommen über alle Völker der Erde, Befreiung, Erlösung, Erquickung, auf alle bekümmerten Gemüter. Es ist ein barmherziger Liebes­blick, den Er überall hin wirft mit stillen Gedanken, welchen eine Wirklichkeit zugrunde liegt, weil es zuletzt noch wer­den soll. Liebe Freunde, denkt euch, Er schwebe heute über uns mit segnenden Händen, ja vielleicht mit mitleidig trä­nenden Augen, Heil wünschend, allen Heil darbietend, allen, die wollen, Heil zusichernd.“

Das Vermächtnis des scheidenden Heilandes. Predigt zu Christi Himmelfahrt 1861 Von Johann Christoph Blumhardt Und siehe, ich will auf euch … Mehr

Karl Jaspers, Unsterblichkeit (1957): „Die philosophische Einsicht ist nie wie ein Wissen, das ich besitze. Solange wir in der Zeit leben, ist uns die Sehnsucht nach der zeitlichen Gegenwart derer, die entschwunden sind, nur in der Erinnerung zu sein scheinen, unumgänglich. Uns ist in der Zeit die Trauer auferlegt. Durch keinen Unsterblichkeitsgedanken ist sie zu tilgen, aber sie ist selber hineinzunehmen in die übergreifende philosophische Einsicht.“

Unsterblichkeit Von Karl Jaspers Kein Mensch weiß, was nach dem Tode aus ihm wird. Von jeher glaubten die meisten und … Mehr

Reinhold Schneider, Das Zeugnis. Zum Ostersonntag (1952): „Wir haben in dieser Stunde kein mächtigeres Wort als das des Ostertages; es verkündet den Sieg, in den jeder auf Erden mögliche Sieg eingeschlossen ist. Der Sieg hat kein anderes Zeichen als das Kreuz. Und nur diejenigen werden die gülti­gen, glaubwürdigen Zeugen dieses Sieges sein, denen wie den Aposteln die Bereitschaft zum Kreuze eingeprägt ist. Die ge­schichtliche Tat des Christen ist das Zeugnis des Lebens.“

Das Zeugnis. Zum Ostersonntag (1952) Von Reinhold Schneider »Den Urheber des Lebens habt ihr getötet, welchen Gott auferweckt hat von … Mehr

Cicely Saunders, Betrachte ihn (Consider Him): „Es gibt keine einfachen Antworten – es gibt viele Momente, in denen nur ein Kruzifix Halt geben kann, in denen das einzige Gebet „Jesus – Retter“ und „Du weißt es“ ist, in denen die einzige Antwort nicht Worte, sondern eine Präsenz ist.“

Betrachte ihn (Consider Him) Von Cicely Saunders Auf meinem Schreibtisch steht ein gerahmtes Foto eines Kruzifixes aus der wied­eraufge­bauten Kathedrale … Mehr