Zwischen letzter Freiheit und bleibender Verantwortung – Zur Ethik des Vererbens In der Seelsorge bei Trauerfällen ebenso wie in der … Mehr
Kategorie: Seelsorge
Johannes Rehm über das Abendmahl: „In der Frage der Zulassung zu Abendmahl bzw. Eucharistie treten konfessionelle Unterschiede zutage. Die römisch-katholische Kirche erlaubt ihren Mitgliedern die Teilnahme am evangelischen Abendmahl nicht. Wird dieses Mahl christologisch als Herrenmahl verstanden, dann dürfen Diener der Kirche getaufte Christen nicht ausschließen. Dies entspricht evangelischer Haltung. In der katholischen Kirche ist die Eucharistie an das Priesteramt gebunden, was zu einer konfessionell exklusiven Mahlpraxis führen kann. Grundsätzlich vertrauen alle Kirchen die Feier des Abendmahls besonders beauftragten Personen an.“
Abendmahl Von Johannes Rehm 1. Begriff Abendmahl, Herrenmahl, Eucharistie – dies sind die gängigen unterschiedlichen Begriffe für dieselbe gottesdienstliche Mahlfeier … Mehr
Helmut Tacke im Brief an Christian Möller (1980): „Hat uns nicht Kierkegaard gerade mit seinen Meditationen zur Nachfolge auf uns selbst und nur auf uns selbst festgelegt? Musste nicht folgerichtig bei Bultmann und anderen die eigene Entscheidung zum Maßstab werden, bei der eben alles Entscheidende von mir ausgeht? Ich werde das Gefühl nicht los, dass die Dolmetscher der Rechtfertigung ausgestorben sind. Dass etwa unsere Predigten mit der Nachricht des ›Für uns‹ ihre Schwäche darin haben, dass die Hörer in sich selbst so stark sind und unter allen Umständen bei sich selbst bleiben und mit sich identisch sein wollen? Es ist wie in einem Uhrwerk, in dem ein Rad aus der Mitte herausgebrochen wurde. Das Motiv bewegt nicht mehr die Zeiger.“
Helmut Tacke im Brief an Christian Möller vom 30. Juni 1980 Ich bin davon überzeugt, daß die Seelsorge auf eine … Mehr
Klaus Hemmerle, Nächte, die Licht geben: „Als wir über die mit Schutt bedeckte Treppe wieder heraufkrochen, ein Bild des Entsetzens, ein schier endloser Feuerschein am nächtlichen Himmel über den Trümmern der Altstadt. Aber es gab für uns nur einen Blick: hinauf zum Münsterturm. Und dann der trotz allem Entsetzen erlöste Schrei: Gott sei Dank, er steht noch! Es war ein gespenstischer Weg heimwärts durch die Trümmer, aber je näher wir unserem Zuhause kamen, desto spärlicher waren die Zeichen der Zerstörung. Doch ein Haus in der Straße brannte – es war das unsere. Und nun der durchdringende Bittruf meines Vaters: Lieber Gott, nimm uns alles, aber lass uns zusammen!“
Nächte, die Licht geben Von Klaus Hemmerle 27. November 1944. Ich hatte an diesem Abend Brandwache in der Schule zu … Mehr
Gerhard Sauter, Himmel, Hölle und Fegefeuer. Vom evangelischen Verständnis der letzten Dinge: „So bringt die Beerdigungspredigt eine Lebensgeschichte in den Zusammenhang der Geschichte Gottes mit den Menschen. Sie erzählt diese Geschichte neu: »Euer Leben ist verborgen mit Christus in Gott« (Kolosser 3,3). Diese Verheißung wird auch den Trauernden eine Hilfe sein, wenn sie sich an gemeinsames Glück und gemeinsam getragenen Kummer erinnern, wenn Schuldgefühle sie überfallen, wenn sie versäumte Hoffnungen beklagen.“
Himmel, Hölle und Fegefeuer. Vom evangelischen Verständnis der letzten Dinge Von Gerhard Sauter Sterben evangelische Christinnen und Christen anders als … Mehr
Mascha Kaléko, Wie sag ich’s meinem Kinde?: „Es war nicht pädagogisch, / Vom Fortbestand der Seelen, / Und viel zu theologisch, / Vom Himmel zu erzählen. // Doch mangels akkuraten / Berichts aus jenen Sphären, / Erschien es mir geraten, / Zu trösten statt zu lehren.“
Wie sag ich’s meinem Kinde? Jüngst sah mein kleiner SohnDen ersten Totenwagen.– Er gab nicht einen TonUnd stellte keine Fragen. … Mehr
Manfred Oeming, »Schmerz« aus philosophischer und aus theologischer Sicht. Biblische Palliativtheologie: „Im Schmerz kommen sich Gott und Mensch ganz intim nahe. Gott ist Mensch geworden – das bedeutet vor allem: er hat allen Schmerz selbst erlitten. Kein Mensch kann mehr Schmerz erfahren, als Gott selbst ihn erfahren hat – bis in den Tod.“
»Schmerz« aus philosophischer und aus theologischer Sicht. Biblische Palliativtheologie Von Manfred Oeming Gibt es im Umgang mit dem Schmerz auch … Mehr
Hans Joachim Iwand über die Gottesfurcht: „Mit der falschen Furcht Gottes, eben der, die aus der Angst geboren ist, hängt auch die Flucht in die Werke zusammen, die die Haltlosigkeit dieser Position zwar verdeckt, aber nicht aufhebt. Kein menschliches, sondern allein »Gottes eigentliches Werk«, also Jesus Christus als der für uns gestorbene und auferstandene Herr ist dieser Furcht gewachsen. Gottesfurcht recht verstanden weiß also darum, dass nichts, was der Mensch an seinen eigensten Möglichkeiten hat, weder als Gesinnung noch als Tat, im Zorngericht Gottes Bestand hat.“
Gottesfurcht IV. Dogmatisch Von Hans Joachim Iwand Während die östliche Theologie die Gottesfurcht paränetisch behandelt, begegnen in der abendländischen Entwicklung … Mehr
Philipp Melanchthon, Warum die christliche Kirche unter das Kreuz gelegt sei? (Examen ordinandorum, 1552): „Unser Elend kommt nicht ohne Gottes Rat, wie die blinde Vernunft der Heiden dichtet. Und es ist Gottes ernstlicher Wille, dass wir ihm in der Strafe oder Übung gehorsam sind – nicht wider ihn zürnen, sondern unsere Herzen dazu neigen, dass sie diese Last mit göttlicher Hilfe tragen wollen. Also spricht Petrus: ‚Ihr sollt euch demütigen unter die gewaltige Hand Gottes‘ – verstehe: die gewaltig strafen kann und wiederum gewaltig alle retten kann, die bekehrt werden und ihn anrufen – wie in Davids Strafe und Rettung zu sehen ist. Und solche Beispiele soll man anschauen.“
Warum die christliche Kirche unter das Kreuz gelegt sei? (Examen ordinandorum, 1552) Von Philipp Melanchthon Dieser Schein macht die Vernunft … Mehr