„Sterben wir, so sterben wir dem Herrn.“ Warum Selbsttötung für Christen keine Lebensmöglichkeit ist (2022) Jedes Mal, wenn ich diese … Mehr
Kategorie: Seelsorge
Johannes Bugenhagens Leichenpredigt zum Begräbnis Martin Luthers (1546): „Ich soll jetzt und will gerne bei dem Begräbnis unseres herzlieben Vaters, D. Martini seligen, eine Predigt halten. Aber was oder wie soll ich reden, so ich vor Weinen nicht wohl ein Wort hervorbringen kann? Und wer soll euch trösten, wenn ich, euer Pfarrherr und Prediger, nicht reden kann? Wohin kann ich mich von euch wenden? Ich werde ohne Zweifel mit meiner Rede mehr Heulen und Trauern hervorrufen. Denn wie sollten wir nicht alle herzlich trauern, da Gott uns diese Betrübnis zugeschickt und den hohen, teuren Mann, den ehrwürdigen D. Martinus Luther, von uns weggenommen hat? Durch ihn hat er uns allen und allen Kirchen Christi in deutschen Landen, auch vielen in fremden Nationen, unaussprechliche Gaben und Gnade erwiesen.“
Eine christliche Predigt bei der Leiche und Begräbnis des ehrwürdigen Herrn D. Martinus Luther am 22. Februar 1546, gehalten von … Mehr
Christoph Blumhardts Morgenandacht zu Psalm 32,8 (1899): „Viele glauben es nicht, dass wir Kinder Gottes sind, und reißen es den anderen aus dem Herzen, und da gibt es viele Leute, die sind immerfort verzagt und meinen, sie gehören gar nicht dazu. So laufen sie herum, wie wenn sie gottlos wären und im Grund genommen gehören sie ja zu Gott und sind längst von Gott angenommen; sie meinen, sie müssen Wunder was tun, um zu Gott zu kommen, während Gott längst bei ihnen ist.“
Morgenandacht zu Psalm 32,8 Von Christoph Blumhardt Ich will dich unterweisen und dir den Weg zeigen, den du gehen sollst. … Mehr
Zwischen letzter Freiheit und bleibender Verantwortung – Zur Ethik des Vererbens: „Nicht selten handeln Erblasser in guter Absicht: Sie wollen für ihre Kinder sorgen, unterschiedliche Lebenslagen berücksichtigen oder besondere Bedürftigkeit ausgleichen. Dabei wird jedoch leicht übersehen, dass solche Entscheidungen von den Betroffenen als Bevorzugung oder Benachteiligung wahrgenommen werden können – als ungerechter Gunsterweis, der alte Wunden aufreißt oder neue schlägt.“
Zwischen letzter Freiheit und bleibender Verantwortung – Zur Ethik des Vererbens In der Seelsorge bei Trauerfällen ebenso wie in der … Mehr
Johannes Rehm über das Abendmahl: „In der Frage der Zulassung zu Abendmahl bzw. Eucharistie treten konfessionelle Unterschiede zutage. Die römisch-katholische Kirche erlaubt ihren Mitgliedern die Teilnahme am evangelischen Abendmahl nicht. Wird dieses Mahl christologisch als Herrenmahl verstanden, dann dürfen Diener der Kirche getaufte Christen nicht ausschließen. Dies entspricht evangelischer Haltung. In der katholischen Kirche ist die Eucharistie an das Priesteramt gebunden, was zu einer konfessionell exklusiven Mahlpraxis führen kann. Grundsätzlich vertrauen alle Kirchen die Feier des Abendmahls besonders beauftragten Personen an.“
Abendmahl Von Johannes Rehm 1. Begriff Abendmahl, Herrenmahl, Eucharistie – dies sind die gängigen unterschiedlichen Begriffe für dieselbe gottesdienstliche Mahlfeier … Mehr
Helmut Tacke im Brief an Christian Möller (1980): „Hat uns nicht Kierkegaard gerade mit seinen Meditationen zur Nachfolge auf uns selbst und nur auf uns selbst festgelegt? Musste nicht folgerichtig bei Bultmann und anderen die eigene Entscheidung zum Maßstab werden, bei der eben alles Entscheidende von mir ausgeht? Ich werde das Gefühl nicht los, dass die Dolmetscher der Rechtfertigung ausgestorben sind. Dass etwa unsere Predigten mit der Nachricht des ›Für uns‹ ihre Schwäche darin haben, dass die Hörer in sich selbst so stark sind und unter allen Umständen bei sich selbst bleiben und mit sich identisch sein wollen? Es ist wie in einem Uhrwerk, in dem ein Rad aus der Mitte herausgebrochen wurde. Das Motiv bewegt nicht mehr die Zeiger.“
Helmut Tacke im Brief an Christian Möller vom 30. Juni 1980 Ich bin davon überzeugt, daß die Seelsorge auf eine … Mehr
Klaus Hemmerle, Nächte, die Licht geben: „Als wir über die mit Schutt bedeckte Treppe wieder heraufkrochen, ein Bild des Entsetzens, ein schier endloser Feuerschein am nächtlichen Himmel über den Trümmern der Altstadt. Aber es gab für uns nur einen Blick: hinauf zum Münsterturm. Und dann der trotz allem Entsetzen erlöste Schrei: Gott sei Dank, er steht noch! Es war ein gespenstischer Weg heimwärts durch die Trümmer, aber je näher wir unserem Zuhause kamen, desto spärlicher waren die Zeichen der Zerstörung. Doch ein Haus in der Straße brannte – es war das unsere. Und nun der durchdringende Bittruf meines Vaters: Lieber Gott, nimm uns alles, aber lass uns zusammen!“
Nächte, die Licht geben Von Klaus Hemmerle 27. November 1944. Ich hatte an diesem Abend Brandwache in der Schule zu … Mehr
Gerhard Sauter, Himmel, Hölle und Fegefeuer. Vom evangelischen Verständnis der letzten Dinge: „So bringt die Beerdigungspredigt eine Lebensgeschichte in den Zusammenhang der Geschichte Gottes mit den Menschen. Sie erzählt diese Geschichte neu: »Euer Leben ist verborgen mit Christus in Gott« (Kolosser 3,3). Diese Verheißung wird auch den Trauernden eine Hilfe sein, wenn sie sich an gemeinsames Glück und gemeinsam getragenen Kummer erinnern, wenn Schuldgefühle sie überfallen, wenn sie versäumte Hoffnungen beklagen.“
Himmel, Hölle und Fegefeuer. Vom evangelischen Verständnis der letzten Dinge Von Gerhard Sauter Sterben evangelische Christinnen und Christen anders als … Mehr
Mascha Kaléko, Wie sag ich’s meinem Kinde?: „Es war nicht pädagogisch, / Vom Fortbestand der Seelen, / Und viel zu theologisch, / Vom Himmel zu erzählen. // Doch mangels akkuraten / Berichts aus jenen Sphären, / Erschien es mir geraten, / Zu trösten statt zu lehren.“
Wie sag ich’s meinem Kinde? Jüngst sah mein kleiner SohnDen ersten Totenwagen.– Er gab nicht einen TonUnd stellte keine Fragen. … Mehr