Helmut Gollwitzer, Gib meinen Augen Licht! Bibelarbeit zu Psalm 13,4 – Unterwegs zu einer Theologie des Friedens: „Matt und trüb sind unsere Augen, wenn wir krank sind und schwach, wenn wir verzagen, weil uns das Leben zu schwer ist und die Aufgabe zu groß, wenn wir no future sagen, wie heute so viele junge Menschen. Wenn wir um uns herum nur trübe Augen sehen, dann werden auch wir davon angesteckt.“

Gib meinen Augen Licht! Bibelarbeit zu Psalm 13,4 Von Helmut Gollwitzer „Schaue doch und erhöre mich, Herr, mein Gott! Gib … Mehr

Erik Peterson, Der Reiche und der Arme (1952): „Das Schlimme an der Geschichte vom Reichen und Armen ist, daß sie eigent­lich nie zu Ende gegangen ist. Denn als der Arme und der Reiche gestorben waren und in der anderen Welt sich befanden, lag der Arme noch immer vor den Augen des Reichen [nur daß keine Tür da war, die von dem einen zum andern führte], und noch immer sah der Arme nicht zu dem Reichen auf und sprach kein Wort zu ihm.“

Der Reiche und der Arme (1952) Von Erik Peterson Der arme Mann lag noch immer auf der Straße vor dem … Mehr

Rainer Oechslen über Kristlieb Adloff (1934-2023). Anwalt der hebräischen Bibel: „Adloff hat seine Loyalität zum ‚Ju­dentum als Religion und als Volk‘ theologisch und politisch durch­gehalten. Er hat dadurch Abstand gewonnen zum theologischen, kirchlichen und politischen Betrieb unserer Tage, war fähig zu radikaler Ideologiekritik und zu Entdeckun­gen in der Bibel, die seinen Schü­lern und Schülerinnen, Freunden und Freundinnen ganz neue Hori­zonte eröffnet haben. Seine Stim­me wird fehlen.“

Kristlieb Adloff (1934-2023). Anwalt der hebräischen Bibel Von Rainer Oechslen Briefe schreiben konnte er, wun­derbar altmodische Briefe, seiten­lang in seiner … Mehr

Jürgen Moltmann, Predigt zu Matthäus 5, 43-48 (1972): „Feindesliebe setzt offenbar Feinde voraus. Wir mögen das nicht. In unserem bürgerlich gut situierten Christentum haben wir Angst vor offener Feindschaft. Wir gehen Konflikten lieber aus dem Wege. Widersprüche werden verschleiert. Ungelöste Probleme werden verdrängt, sie werden emeritiert oder in Watte verpackt und nachfolgenden Generationen zugescho­ben. Statt Feinde und Feindesliebe haben wir die lauwarme Welt des »Seid nett zueinander« gewählt.“

Predigt zu Matthäus 5, 43-48 Von Jürgen Moltmann Ihr habt gehört, daß gesagt ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und … Mehr

Gottfried Bachl, Wider die harmlose Redseligkeit (1991): „Dagegen begegnet mir heute eine Kirchensprache, aus der der Gott der Zumutungen verschwunden ist. Alles, was den Menschen hart angeht: ungefragtes Dasein in dieser Welt, die Schwere der Materie, die Unausweichlichkeit der Freiheit, der Schmerz des geistigen Bewußtseins, der dunkle Abstand zum Urheber des Ganzen, dessen schroffe Andersheit, das zufahrende Wort aus dem Bereich des Heiligen, die Ungewißheit der Spannung zwischen Gut und Böse – all das wird überspielt von einer Monotonisierung der Sprache auf Liebe.“

Wider die harmlose Redseligkeit. Thesen zur Sprachkultur in der heutigen Kirche Von Gottfried Bachl Die Sprache der Kirche ist heute … Mehr

Eberhard Jüngel, ‚sola scriptura‘. Von der reformatorischen Lust, aus der Quelle zu trinken: „Die Texte der Heiligen Schrift locken uns nun, zu ihnen zurückzukehren, in sie einzukehren, um uns in ihnen aufzuhalten, in ihnen gleichsam Wohnung zu nehmen, in ihnen hin und her zu gehen wie in einem Haus mit vielen Gemächern. Dann vermitteln sie uns eine Geborgenheit oder so etwas wie Heimat, ohne die man in der komplexen, ja überkomplexen Wirklichkeit unserer Welt schwerlich seinen Weg findet.“

‚sola scriptura‘. Von der reformatorischen Lust, aus der Quelle zu trinken Von Eberhard Jüngel I. Breit dahinfließende Ströme haben etwas … Mehr

Kristlieb Adloff, »Das beladenste aller Menschenworte«. Vom Judentum über G’tt sprechen lernen: „Wenn Gott, anders als im Judentum, als der dem Menschen Zugewandte, nicht in eins damit der Richter, der Gott des Gesetzes und des konkreten Gebietens sein kann, bleibt nur das Feld einer vagen »Spiritualität« und einer jeweils zeitgemäßen Moral. Das Judentum könnte das Christentum daran erinnern, dass der von ihm verkündigte Gott nicht irgendeine Gottheit, sondern in der Nachfolge Jesu der ist, dessen Name geheiligt werden soll.“

Am 20. Dezember 2023 ist Kristlieb Adloff im Alter von 89 Jahren verstorben. Ihn zeichnete eine biblische Theologie aus, die … Mehr

Walter Brueggemann, David verschont Saul in der Wüste von En-Gedi. Kommentar zu 1. Samuel 24,1-23: „Geschichte ist keine Abfolge von zufälligen Ereignissen. Geschichte ist die Verwirklichung einer Verheißung, die „erniedrigt und erhöht“, die „arm macht und reich“, die „erniedrigt und erhöht“. Saul wird nun erniedrigt, verarmt, zu Fall gebracht. Die Erzählung verweilt jedoch nicht bei Saul. Sie richtet ihr Augenmerk auf den, der zum Herrschen bestimmt ist.“

David verschont Saul in der Wüste von En-Gedi. Kommentar zu 1. Samuel 24,1-23[1] Von Walter Brueggemann Dieses Kapitel weist enge … Mehr