Nerses IV. Schnorhalis typologische Auslegung der Geschichte vom barmherzigen Samariter in „Jesus der Sohn (Hisous Vorti)“: „Sie sahen ihn mit seinen Wunden von unerträglichen Schmerzen, / mit klaffenden Wunden / und liefen vorbei mit ihren Arzneien, / die doch nichts als leere Worte waren / unfähig zu heilen.“

Da bezieht sich Nerses IV. Schnorhali (1102-1173), herausragender armenischer Theologe und Dichter seiner Zeit, mit seiner typologische Auslegung der Geschichte … Mehr

Jürgen Roloff, Predigt über Offenbarung 21,1-7: „Inbegriff und Sinnbild dieser Treue Got­tes ist die heilige Stadt, das neue Jerusa­lem. Johannes sieht sie auf die erneuerte Erde herabkommen, ‚bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann‘. Ich darf aus diesem sprechenden Bild heraus­hören: Für Gott ist seine Geschichte mit dem alten Jerusalem, jener Stadt im judäischen Bergland, weder eine belang­lose Episode, noch ein gescheitertes Ex­periment. Er steht vielmehr zu ihr.“

Predigt über Offenbarung 21,1-7 Von Jürgen Roloff Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste … Mehr

Elie Wiesel, Elischa. Der perfekte Jünger: „Ich denke oft an Elischa, den Sohn von Schafat. Ich wollte ihn so gerne sehen, als ich ein kleiner Junge war, in der dunkelsten aller Zeiten. Wo war er, als so viele jüdische Kinder zusammen mit ihren Müttern umkamen? Hätte er wenigstens eines retten können? Immer wenn ich an diese Kinder denke, fällt mir Elischa ein.“

Elischa. Der perfekte Jünger Von Elie Wiesel Der Mann ist seltsam, schwer fassbar, komplex und voller Widersprüche. Warum ist er … Mehr

Martin Bucer über das Volk Israel (1536): „So hat Gott dieses Volk gewiss mit allem ausgezeichnet, bis einmal Christi Zeit ge­kommen ist, auf dass dieser, unter Wahrung derer, die aus diesem Volk übrig sind, sein Reich den Heiden übertrage, und es wieder dem einmal wiederhergestellten Volk darreichen wird. Daher ist es so also nicht ein neues Volk, das Gott im Herrn Jesus aus den Völkern angenommen hat, so dass es ein anderes sei als das alte, sondern es ist dem alten eingepflanzt, auf dass es noch weiter aufblühe im Leben Gottes.“

Über das Volk Israel (1536) Von Martin Bucer So hat Gott dieses Volk gewiss mit allem ausgezeichnet, bis einmal Christi … Mehr

Die Zehn Memminger Artikel der Bauern vom 28. Februar 1525 mit der Antwort des Rats der Stadt Memmingen vom 15. März: „Zum Schluss ist unsre endgültige Meinung und Wille: Wenn wir einen oder mehrere Artikel hier aufgestellt hätten, der dem Wort Gottes nicht gemäß ist, dieselben Artikel sollten für uns nicht gelten. Desgleichen, wo uns schon Artikel zugelassen wür­den und sich nachmals aus dem Wort Gottes klar erfände, dass sie unrecht wären, wollen wir das gar nicht haben.“

Die Zehn Memminger Artikel der Bauern vom 28. Februar 1525 mit der Antwort des Rats der Stadt Memmingen vom 15. … Mehr

Harald Weinrich, Vergeben und Vergessen (Lethe): „Die Gottvergessenen sind hier gemeint, die den Gedächtnispakt mit dem Herrn Israels brechen. Ihre Namen werden in den Staub (Luther: in die Erde) geschrieben. Dieses Schreiben dient hier also nicht der Erinnerung, sondern dem Vergessen. Es bleibt jedoch, was Jesus be­trifft, ein ambivalentes Vergessen.“

Vergeben und Vergessen Von Harald Weinrich Das Christentum ist, ebenso wie das Judentum und der Islam, eine Buchreligion. In seinem … Mehr

Martin Luther, Das schöne Confitemini. Auslegung zu Psalm 118 (1530): „Es heißt: ‚Ich rief den Herrn an‘. Rufen mußt du lernen – das hörst du wohl! – und nicht selbstversunken dasitzen oder auf der Bank liegen, den Kopf hängen lassen und ihn schütteln und in deinen Gedanken dich martern und verzehren, dich sorgen und suchen, wie du es loswirst, und nichts anderes vor Augen haben, als wie übel es dir geht, wie weh dir ist, ein wie unglücklicher Mensch du bist.“

Das schöne Confitemini. Auslegung zu Psalm 118 Von Martin Luther Widmungsschreiben An den ehrwürdigen Herrn Friedrich,Abt zu St. Ilgen in … Mehr

Terence E. Fretheim zu Jeremia 17,5-8: „Während in Psalm 1 das Gesetz und die Freude des Lesers daran im Mittelpunkt stehen, konzentriert sich der Jeremiatext auf das Vertrauen des Lesers in den Herrn (17,7). In dieser Hinsicht lässt er sich gut mit einem anderen Thema der Weisheit verbinden: Die Furcht des Herrn ist der Anfang der Weisheit (Spr 1,7) und ‚vertraue auf den Herrn von ganzem Herzen‘ (vgl. Spr 3,5-8).“

So spricht der HERR: Verflucht der Mann, der auf Menschen vertraut und Fleisch zu seiner Kraft macht und dessen Herz … Mehr

Martin Kähler, Die Bibel, das Buch der Menschheit (1904): „So lehrt die Bibel die Menschen und in ihnen die Menschheit sich selbst erkennen. Sich selbst erkennen lehren, das heißt: dahin führen, das man seine Fähigkeiten und seine Bestimmung, seinen Selbstwert und seine Bedingtheit durch und für das Gemeinschaftsleben erkenne. So ist die Bibel das zweckmäßigste Erziehungsbuch zur Menschheit, d. h. zum wahren Menschsein und zum Sinne für den Dienst an der Einheit aller Menschen und ihrer Geschichte. … Wahres Wesen des Menschen und Wesenseinheit aller Menschen, Menschheit als Wesensbestimmung und als Sammelname, beides in seinen uns so oft stoßenden scheinbaren Widersprüchen stellen uns die kurzen Jahre vom Jordan bis auf Golgatha und den Ölberg dar.“

Martin Kählers Vortrag zum 100jährigen Jubiläum der British and Foreign Bible Society am 7. März 1904 ist ein bemerkenswertes Zeugnis … Mehr