Wenn in den evangelischen Landeskirchen von „Geistlichen“ im Unterschied zu „Laien“ die Rede ist und bei gottesdienstlichen Amtseinführungen Pfarrerinnen und … Mehr
Kategorie: Protestantismus und Religionismus
C. Peter Wagner, Einführung zu Dominion! How Kingdom Action Can Change the World (2008): „Die menschliche Gesellschaft wird von sieben obersten Gestaltern der Kultur reguliert, nämlich Religion, Familie, Regierung, Kunst und Unterhaltung, Medien, Wirtschaft und Bildung. Es sollte jedem klar sein, dass jeder dieser kulturschaffenden Bereichen von Menschen guten Willens, seien es Christen oder Nichtchristen, geleitet oder ‚beherrscht‘ werden muss, wenn sich die Gesellschaft als Ganzes verändern soll. Ich habe ‚beherrscht‘ in Anführungszeichen gesetzt, um den von mir gewählten Titel dieses Buches, Dominion! Meine Hoffnung ist, dass diejenigen, die mit Gottes Maßstäben für das menschliche Leben übereinstimmen, diejenigen sein werden, die am Ende des Tages in der Lage sind, über die Gesellschaft zu herrschen, sei es in Städten, Staaten, Nationen oder anderen Territorien. Die Ideologie, die diesem Ansatz zugrunde liegt, wird ‚Herrschaftstheologie‘ genannt, die ich in Kapitel 3 näher erläutere. […] Das grundlegendste Prinzip der Demokratie ist, dass die Mehrheit und nicht die Minderheit regiert und die endgültigen Normen für die Gesellschaft festlegt. Die Übernahme der Herrschaft geschieht, indem man sich an die Regeln des demokratischen Spiels hält und auf faire Weise den notwendigen Einfluss auf die sieben Gestalter der Kultur gewinnt, um letztlich eine Nation zu fördern und die Gesellschaft für den Segen, den Wohlstand und das Glück zu öffnen, die Gott für alle Menschen wünscht. Gott regiert diejenigen, die ihm treu sind. Solche Menschen, die von Gott erfüllt sind, sind diejenigen, die meiner Meinung nach die transformierten Gesellschaften der Zukunft regieren werden.“
Die theologischen Grundlagen des christlichen Nationalismus in der USA und insbesondere der New Apostolic Reformation (NAR) finden sich in dem … Mehr
Nicolás Gómez Dávila, Aphorismen über Gott und die Welt: „Gott ist die Wahrheit aller Illusionen. / Weisheit besteht darin, Gott nicht lehren zu wollen, wie man die Dinge zu machen hat. / Der Mensch erschafft seine Götter nicht nach seinem Ebenbild – er entwirft sich selbst nach dem Ebenbild der Götter, an die er glaubt. / Die Verzweiflung ist die düstere Schlucht, durch die die Seele emporsteigt zu einem Universum, das die Gier nicht mehr trübt. / Der größte Irrtum der Moderne ist nicht, den Tod Gottes zu verkünden, sondern zu glauben, der Teufel sei gestorben.“
Aphorismen über Gott und die Welt Von Nicolás Gómez Dávila (1913-1994) Unsere letzte Hoffnung liegt in der Ungerechtigkeit Gottes. Wenn … Mehr
Johannes Rehm, Rolle rückwärts? (FS Hanns Kerner): „Die Dienste, Werke und Einrichtungen waren im 20. Jahrhundert als Ausdruck der Öffnung von Kirche in die säkulare Welt der Moderne etabliert worden, die nun möglicherweise zurückgenommen zu werden droht – raus aus der säkularen Welt und hinein in eine gesellschaftliche Nische, die keine größere öffentliche Beachtung mehr erfährt. Die Meinungen über die künftige Bedeutung von kirchlichen Diensten, Werken und Einrichtungen scheinen mir weit auseinander zu gehen: Sind sie reif zum Ab-, Aus- oder Umbau?“
Rolle rückwärts? Kirchliche Dienste, Werke und Einrichtungen reif zum Ab-, Aus- oder Umbau Von Johannes Rehm Transformation ist zu einem … Mehr
Heinrich Treblin über das Vermächtnis Werner Schmauchs (1905-1964) als Wegweisung heute (1985): „Es gehört zu den wichtigsten Einsichten Werner Schmauchs, die ihm in Drangsal und Anfechtung des Kirchenkampfes der Hitlerzeit erwachsen sind und die sich dann in den ihrer bisherigen Privilegien beraubten Kirchen in Osteuropa und in der DDR bewährt haben, dass eine solche Kirche, die den Schutz des Staates zur Sicherung ihrer eigenen Existenz begehrt, ihre Freiheit, diesem das ärgerliche Wort vom Kreuz auszurichten, preisgegeben und ihre Salzkraft verloren hat.“
Das Vermächtnis Werner Schmauchs (1905-1964) als Wegweisung heute Von Pfarrer Heinrich Treblin In diesem Jahr wäre ein Mann 80 Jahre … Mehr
Über Apatheismus: „Ein Theist glaubt, dass Gott existiert; ein Atheist glaubt, dass Gott nicht existiert; ein Agnostiker glaubt, dass wir nicht wissen können, ob Gott existiert; ein Apatheist glaubt, dass es uns egal sein sollte, ob Gott existiert.“
Über Apatheismus Jüngst bin ich auf das Wort „Apatheismus“ bei Jan Loffeld in seinem Buch „Wenn nichts fehlt, wo Gott … Mehr
Robert Raphael Geis mit einem jüdischen Witz zur christlichen Erfindung eines jüdischen Rachegottes (1966): „Man kann sich des Eindruckes manchmal nicht ganz erwehren, das Christentum habe den jüdischen Rachegott erfunden, um den eigenen Gott in Himmels Höhe zu setzen und auf Erden ungestört hassend handeln zu können. Bittere Ironie, auf die der Jude oft – was blieb ihm sonst schon übrig – mit einem Witz reagiert.“
Jüdischer Witz zur christliche Erfindung eines jüdischen Rachegottes Von Robert Raphael Geis (1906-1972) Es gehört sicherlich zu dem Merkwürdigsten und … Mehr
Helmut Gollwitzer zu Karl Barths 75. Geburtstag 1961: „So möchte er nichts anderes tun, als diese überwältigende Geschichte nacherzählen, – angemessen nacherzählen, so dass sie nicht verkleinert, nicht entstellt, nicht verflacht wird, sondern die Hörender ebenso ergreift, erschreckt, erfreut und verwandelt, wie es den erster Hörern geschehen ist. Er wundert sich, dass man neben dieser unvergleichlichen Geschichte noch anderes mit gleicher Aufmerksamkeit hören kann; er möchte der Kirche bewusst machen, dass sie nichts Schöneres, Größeres, Hoffnungsvolleres tun kam, als von dieser Geschichte zu leben und ihr zu dienen: der Geschichte des Angriffs der Liebe Gottes auf seine Menschheit, wie sie mit der Anrede Gottes an Israel angefangen, – in der Kreuzigung und Auferstehung Jesu Christi ihre Mitte gefunden hat. Sie ist die Offenbarung der letzten Wirklichkeit der Welt, des wahren Sinnes des Daseins, und zwar für alle. Darum ist sie nicht eine Kirchen-, sondern eine Weltangelegenheit und die Kirche hat sie nicht für sich zu behalten und gegen andere Menschen zu. verteidigen, sondern in Angriff hinauszutragen und alle Menschen damit zu belästigen und zu erfreuen.“
Zu Karl Barths 75. Geburtstag am 10. Mai 1961 Von Helmut Gollwitzer Der große Theologe, der heute 75 Jahre alt … Mehr
Fernando Pessoa über die trostlose Religionslosigkeit (Das Buch der Unruhe, 1930): „Wir wurden in metaphysische Angst, in moralische Angst, in politische Unruhe hineingeboren. Trunken von äußerlichen Formeln, von den bloßen Verfahren der Vernunft und der Wissenschaft hatten die uns vorangegangenen Generationen alle Fundamente des christlichen Glaubens unterhöhlt, weil ihre Bibelkritik, die von der Kritik an den Texten zur Kritik an der Mythologie des Christentums übergegangen war, die Evangelien und die vorangehende Hierographie der Juden auf eine ungewisse Ansammlung von Mythen, Legenden und bloßer Literatur reduziert hatte.“
Über die trostlose Religionslosigkeit (Das Buch der Unruhe) Von Fernando Pessoa (1888-1935) Als die Generation geboren wurde, der ich angehöre, … Mehr