Gerhard von Rad, Predigt über 4. Mose/Numeri 22-24 (Ausschnitte aus der Bileam-Erzählung): „Auf welcher Seite stehen denn nun die besseren Realisten? Sind es die, die dieses »Wir heute« so an­spruchs­voll im Munde führen, sind sie die besseren Realisten? Oder ist ihnen unser Erzähler im Vorsprung, wenn er den Segen Gottes für eine Wirklichkeit, für eine Macht hält, von der wir Tag und Nacht unbewußt leben, so dass wir verloren gingen, wenn wir uns nicht in ihr bergen könnten. Hier entscheidet es sich doch erst, was die eigentliche Wirklichkeit unseres Lebens ist.“

Eine nachdenkliche Predigt zur Bileam-Erzählung (vgl. dazu auch Rads Rundfunkvortrag „Die Geschichte von Bileam“): Predigt über 4. Mose 22-24 (Ausschnitte … Mehr

Gerhard von Rad, Predigt über Jakobs Kampf am Jabbok (1.Mose 32,22-31): „Mitten in der entsetzlichen Anfechtung kann man nicht Theologie treiben, da kann man nur gerettet werden oder verloren gehen, aber danach muss man Theologie treiben, und wehe, wenn man es anders tut als in der unmittelbaren Nähe, sozusagen noch im Bannkreis der schwindenden Schatten solcher Nächte und ihrer Schrecken. Ja, ihr Freunde von der theo­logischen Fakultät, was ist das für eine überhangende Wand, was sind das für Abgründe, an denen wir uns mit unserem bißchen Theologie angesiedelt haben! Aber wenn es schon unsere Aufgabe ist, den Ort zu erkennen, an dem der Mensch Gott begegnet ist, und das Gedächtnis dieser Begegnung zu klären und zu erhalten, wo und wann kann denn das anders geschehen als in diesem ersten morgendlichen Zwielicht?“

Eine meisterliche Predigt von Gerhard von Rad zu Jakobs Kampf am Jabbok, bei der er die Theologie in das Morgenlicht … Mehr

Vom Tragjoch und dem Lastwagen. Eine chinesische Geschichte zur Rechtfertigung allein aus Gnade: „Nachdem der LKW weiterfuhr, schaute Stanley zum Bauern hinüber. Dieser stand aufrecht auf der Ladefläche und hielt sich mit einer Hand an der Bordwand fest. Zu Stanleys Erstaunen war die Last immer noch auf seiner Schulter, so dass der Bauer während der Fahrt bei jedem Schlagloch selbst in die Knie ging. Stanley sprach ihn direkt an: ‚Mein Herr, warum stellen Sie nicht Ihre Körbe ab und setzen sich hin?‘ Der Bauer antwortete: ‚Das vermag ich nicht. Es ist beschämend genug, dass dieser Lastwagen mich trägt. Da kann ich doch nicht zulassen, dass er auch noch meine Last zu tragen hat.’“

Vom Tragjoch und dem Lastwagen Stanley Tung Shang Yung war chinesischer Pfarrer und Präsident der Taiwanesischen Lutherischen Kirche (TLC). Er … Mehr

„You’ll Never Walk Alone“. Was der Fußball dem christlichen Glauben lehrt (Predigt über Matthäus 19,27-30): „Ob Torjubel und Siegesrausch, ob Elfmeter-Bangen, ob Gegentor in der letzten Spielminute oder deprimierende Niederlage, ob Meisterschaft und Aufstieg oder gnadenloser Abstieg, ob unbeschreibliche Freude oder Trauer und Verzweiflung – als Fan man macht alles mit, was unten auf dem Platz mit der eigenen Mannschaft geschieht, und das nicht allein für sich, sondern in der Gemeinschaft mit den anderen. Egal woher man kommt, was auch immer man verdient, welche Pläne man im eigenen Leben hat, wenn es um das Spielgeschehen geht, gibt es kein Entkommen. Jedes Wochenende gilt es auf ein Neues. Wahre Fußballfans zeichnen sich durch ganze Hingabe und Treue aus. Da wird für uns Christen etwas sichtbar, was Glaube einem zu bedeuten hat. Eben keine religiöse Weltanschauung, kein abstrakter Gottesgedanke, auch keine Sinnsuche oder Seelentrost, sondern persönliche Hingabe und eigenes Bekenntnis.“

„You’ll Never Walk Alone“. Was der Fußball dem christlichen Glauben lehrt (Predigt über Matthäus 19,27-30) Was für ein Spiel – … Mehr