Predigt auf das Fest der Heiligen Dreieinigkeit zu Johannes 14,23 Von Friedrich Christoph Oetinger Text: Johannes 14, Vers 23: Wir … Mehr
Kategorie: Predigten
Eberhard Jüngel, Pfingsten — Aufruhr zur Treue (1968): „Die Aufklärung der Welt durch den Heiligen Geist lautet dahin, dass wir für unser Heil nichts zu tun haben. Religiöser Eifer schadet nur. Es gibt kein anderes Heil, als Gott kommen zu lassen. Das klingt fast zu einfach, um wahr zu sein. Aber die Wahrheit ist mitunter halt einfach. Mit dem Einfachen anzufangen ist noch immer schwierig genug. Zur Aufklärung der Welt gehört aber auch dies, dass wir, weil für unser Heil nichts zu tun ist, für das Wohl der Welt nicht genug tun können. Nicht alles auf einmal. Das Wohl der Welt wird en détail besorgt. Oder gar nicht. Der Heiland der Welt geht aufs Ganze. Die christliche Bitte, Gott kommen zu lassen, ermuntert die Welt, Schritt für Schritt zu sich selbst zu kommen. Nur keine Sprünge!“
Pfingsten — Aufruhr zur Treue (1968) Von Eberhard Jüngel Gottes zweite Heimat – der Mensch. Dem zeitlichen Menschen, seiner irdischen … Mehr
N. T. Wright über das Pfingstgeschehen nach Apostelgeschichte 2,1-21: „Es gibt gut belegte Fälle, sowohl in der Neuzeit als auch im Altertum, von Menschen, die plötzlich ‚in Zungen redeten‘, auf Eingebung des Geistes, in bestimmten Situationen, in denen sie keine Ahnung hatten, dass jemand aus einer bestimmten Sprache und Kultur anwesend war, und in der Tat, ohne selbst ein einziges Wort dieser Sprache im gewöhnlichen Sinne zu können – und dann entdeckten, dass jemand Anwesendes sie verstehen konnte. Ich habe Leute getroffen, denen das passiert ist, und ich habe keinen Grund zu glauben, dass sie sich selbst oder mich getäuscht haben. Ich habe dafür keine andere Erklärung, als dass Gott tun kann, was immer Gott tun will, und dass es nicht an uns ist, den Wegen Grenzen zu setzen, auf denen Gott sich erreichen kann und tatsächlich erreicht, sei es, wenn das Evangelium bei jemandem oder einer Gruppe eine Wirkung erzielen muss, die sonst besonders schwer zu erreichen ist, oder wenn jemand in besonderer Not oder Bedrängnis anwesend ist. Oder was auch immer.“
Über Apostelgeschichte 2,1-21 Von N. T. Wright APOSTELGESCHICHTE 2,1-4 – Hier kommt die Kraft 1 Als der Tag des Pfingstfestes … Mehr
Karl Barth, Der große Dispens. Predigt zu Philipper 4,5-6 (1957): „Also doch nur Beten? Ja, nur beten! Hast du es etwa schon versucht, nicht aus Gewohnheit, sondern weil der Herr nahe ist und weil du es als sein Bruder, als seine Schwester, als Gottes Kind wagen darfst und wagen sollst, bittend und flehend im Gebet Alles vor Gott zu bringen. Wer das versucht und getan hat, der weiss, dass solches Beten, nur Beten, auch stille rüstige, stetige Arbeit einschliesst. Der hat keine Sorge, dass Beten zu wenig sein könnte, der tut vielmehr gerade, indem er betet, auch in seinem Leben, Denken, Reden und Tun die seinem Beten entsprechenden Schritte: kleine, anspruchslose, unscheinbare, aber bestimmte Schritte u. zw. in aller Bedrängnis muntere, ja lustige Schritte, mit denen er wohl auch, ganz ohne es zu wollen, ohne es voraus zu sehen und zu wollen, ein wenig Licht für Andere in dieser dunklen Welt sein und verbreiten darf.“
Der große Dispens. Predigt zu Philipper 4,5-6 (1957) Von Karl Barth Phil. 4,5-6: „Der Herr ist nahe. Sorget euch um … Mehr
Terence E. Fretheim zu Jeremia 31,31-34 (Der Neue Bund): „Eine beziehungsförmige Erkenntnis des HERRN und eine einseitige, bedingungslose göttliche Vergebung sind das Herz und die Seele dieses Neuen Bundes; sie ermöglichen ein fortwährendes Leben in Beziehung mit Gott und bieten dessen fortwährende Grundlage. Israels Vergangenheit wird wahrhaft vergangen sein, wird nie mehr über dem Volk hängen; nie mehr werden sie sich fragen müssen, ob Gott sich wieder an ihre Sünden erinnern werde. In der Formulierung ‚vom Kleinsten bis zum Größten‘ ist eine Demokratisierung des Volkes im Blick. Niemand wird einen besonderen Zugang zur Erkenntnis Gottes oder zur Vergebung der Sünden haben.“
Kommentar zu Jeremia 31,31-34 (Der Neue Bund) Von Terence E. Fretheim Dies ist ein klassischer Text. Er wird in mehreren … Mehr
Walter Brueggemann zu Jeremia 31,31-34: „All das Neue ist möglich, weil JHWH vergeben hat. Tatsächlich hängt der Neuanfang im und nach dem Exil von der Bereitschaft JHWHs ab, aus einem System von Belohnungen und Strafen auszubrechen, denn die Missachtung Israels und Judas hätte durch Strafe nie gesühnt werden können. Gott hat den Teufelskreis von Sünde und Strafe durchbrochen; dieser durchbrochene Kreis erlaubt es Israel, an einem anderen Ort mit neuer Möglichkeit neu zu beginnen. Dies ist eine ungewöhnliche Aussage, völlig jüdisch, völlig gnadenerfüllt; von ihr hängt das ganze wiederhergestellte Judentum aus dem Exil ab. Der jüdische Glaube ist tief in der Vergebung verwurzelt.“
Kommentar zu Jeremia 31,31-34 Von Walter Brueggemann Dieses Verheißungswort ist die bekannteste und am meisten vertraute aller Verheißungen Jeremias. Es … Mehr
Kornelis Heiko Miskotte, Menschlichkeit. Besinnung zu 3. Mose 19,34 (Humaniteit, 1935): „Hast du wirklich gehört: ‚Ich bin der HERR, dein Gott‘, dann hast du auch das wahre Gebot der Humanität gehört. Und dann siehst du ringsum die Augen der Fremden sehnsüchtig auf dich gerichtet. Du selbst bist und bleibst ein ‚Fremdling auf Erden‘, darum erkennst du überall deine Brüder im selben Los. Über die Nation, über die Kirche, über unseren lieben Kreis, über unseren persönlichen Lebensstil erhebt sich hoch: das Gebot des erbarmenden Gottes, den Fremden zu lieben.“
Menschlichkeit. Besinnung zu 3. Mose 19,34 (Humaniteit, 1935) Von Kornelis Heiko Miskotte „Der Fremde, der bei euch wohnt, soll euch … Mehr
Walter Eisinger, Predigt über 1.Petrus 2,21b-25: „Ihr kennt das: So ein Schäfer hat ein Auge auf jedes Tier. Und die Tiere scheinen das zu wissen. Sie haben kein großes Interesse an Alleingängen gefährlicher Art. Und wenn sie sich schon einmal verlaufen haben, sieht man, wie wohl sie sich fühlen, wenn die vertraute Umgebung wieder da ist. Wer irrt, soll umkehren, umkehren zum Hirten. Er ist voller Erbarmen. Wir spüren das, wenn ein Kind getauft wird. Er lockt es zu sich, und es ist ganz da, ohne Vorbehalte.“
Predigt über 1.Petrus 2,21b-25 (Miserikordias Domini) Von Walter Eisinger Liebe Gemeinde! Was Christus getan hat, das hat er nicht für … Mehr
Hans Joachim Iwand, Predigt über Johannes 20,24- 29 – Thomas, der erste Protestant (1950): „Selig sind, die nicht sehen und doch glauben. Selig sind, welche den Spott des imaginären Gottes hinnehmen, weil sie den Weg des dunklen, des unsichtbaren Glaubens gefunden haben. Den Weg, den keine Psychologie mehr entdeckt und darum auch zum Glück nicht verraten kann! Den Weg, da der natürliche Mensch sterben muss, damit der geistliche Mensch lebe, den Weg, der nicht mehr als Weg, als Methode, als Erfahrungs- oder Erlebnistheologie faßbar wird. Alles, was Thomas je gefragt oder gesagt hat, ist damit beantwortet. Selig also, wer sich abbauen läßt in seinem Sehen-Wollen, und sich aufbauen läßt in seinem Glauben! Die Erscheinungen des Auferstandenen mußten den Zweifel des Thomas erzeugen!“
Predigt über Johannes 20,24- 29 – Thomas, der erste Protestant Von Hans Joachim Iwand Thomas aber, der Zwölf einer, der … Mehr